Ice Tigers klettern in die Playoff-Ränge - 5:2 gegen Kassel

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem verdienten 5:2-Erfolg gegen die Kassel Huskies haben sich die

Nürnberg Ice Tigers erfolgreich vom eigenen Publikum in die Länderspielpause

verabschiedet. Am Sonntag müssen die Ice Tigers noch nach Krefeld, ehe der

Spielbetrieb bis zum 15. November ruht.


In den ersten Minuten hatte man schnell den Eindruck als wollten die Ice Tigers

ihren Fans einen schönen Abend bereiten, mit viel Elan und Aggressivität

rollten die ersten Angriffe aufs Kasseler Tor. Mit Glück und Gagé hielten die

Gäste in dieser Phase ihr Netz sauber. Erst nach etwa fünf Minuten konnten

sich die Huskies befreien. Ein Groulx-Hammer in Unterzahl war das erste

Ausrufezeichen der Huskies, aber Labbe`s Fanghand griff sicher zu. In der

Folgezeit war es der Ex-Huskie Christian Retzer, der zweimal gefährlich vor

Gagé auftauchte. Auch Pollock und Methot hatten Gelegenheiten, ehe kurz vor

Drittelende Martin Hlinka fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte. Lediglich

die Chancenauswertung konnte man den Ice Tigers zum Vorwurf machen, ansonsten

lief die Scheibe sehr gut.


Das zweite Drittel begann kurios: Ein Döme-Treffer wurde wegen Foulspiels

zurückgepfiffen und in der folgenden Strafzeit gegen Davidson drückte Pollock

nahezu unbedrängt den Puck über die eigene Linie - 0:1. Das war natürlich

nicht gut fürs das Nervenkostüm der Ice Tigers. Auch die Zuschauer wurden ein

wenig unruhig, da jetzt nach vorne weniger gelingen wollte als noch im ersten

Drittel. Vor allem wollte die Scheibe einfach nicht über die Linie. Ex-Huskie

Brian Swanson war es dann, der diesen Bann endlich brach. Im zweiten Nachschuss

gelang ihm der Ausgleich. Eine Minute später als viele hofften, die Ice Tigers

könnten dieses Momentum zu ihren Gunsten nutzen, stockte den Zuschauern jedoch

der Atem. Sebastian Osterloh nutzte einen Stellungsfehler von Retzer und

überwand Labbè im langen Eck mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:2. Es ging

aber weiter Schlag auf Schlag: Nur 16 Sekunden später war es Döme, der

ebenfalls im Nachschuss aus kurzer Distanz die Scheibe über die Linie

arbeitete. In der Schlussphase des Mittelabschnitts war es dann Tomas

Martinec, der sein Team erstmals an diesem Abend in Führung brachte.

Geschickt zockte er von halblinks Gagé solange aus bis dieser einen kleinen

Schlitz zwischen den Schonern freigab. Martinec zielte genau dorthin - 3:2.


Der Schlussabschnitt begann durchaus verheißungsvoll für die Huskies, die

einige Male für reichlich Verwirrung vor Labbé sorgten. Aber der

frankokanadische Keeper der Ice Tigers, agierte so stark und solide wie nahezu

in jedem der bisherigen 16 Saisonspiele. Die Entscheidung brachte dann ein

dummes Foul von Danny Groulx, der den Nürnberger Acker beim Wechsel vor der Ice

Tigers Bank zu Boden streckte, dass selbst Trainer Bernie Englbrecht nach der

Partie noch nach Worten suchte: "Wir hatten durchaus die Möglichkeit auf

den ein oder anderen Punkt heute, aber wenn man so dumm foult, hat man keine

Chance mehr. In so einer Situation gibt es keinen Grund den Gegner zu

checken", so Englbrecht, der "intern klären" will, ob es eine

Geldstrafe für Groulx geben wird.


Diese fünfminütige Überzahl nutzten die Ice Tigers mit zwei weiteren

Überzahltreffern zum 5:2-Endstand. Leeb mit seinem ersten Saisontreffer und

Swanson krönten das ohnehin starke Powerplay der Nürnberger. Die Zuschauer

freuten sich über fünf Treffer der Heimmannschaft und die Ice Tigers

kletterten erstmals seit Wochen wieder in die Playoff-Ränge. Auch Benoit

Laporte war nach der Partie "sehr, sehr glücklich". "Kassel hat

gut gearbeitet, aber unser Powerplay war heute sehr gut", so der Ice Tigers

Coach, der seiner Analyse noch ein Extra-Lob an die Zuschauer hinterher

schickte: "Endlich hatten wir mal wieder über 60 Minuten eine tolle

Eishockey-Atmosphäre. Auch nach den Rückständen haben wir unsere Fans

gehört, Danke dafür!"


Tore:

0:1 (21.37) Clarke (Nielsen) 5:4

1:1 (29.38) Swanson (Leeb, Pollock) 5:4

1:2 (30.39) Osterloh (Abstreiter, Bertrand)

2:2 (30.55) Döme (Davidson, Swanson)

3:2 (37.40) Martinec (Brennan, Periard) 5:4

4:2 (52.41) Leeb (Döme, Pollock) 5:4

5:2 (54.58) Swanson (Petermann, Schauer) 5:4


Strafen: Nürnberg 4 min. - Kassel 17 min. plus Spieldauer Groulx

Zuschauer: 4238

Schiedsrichter: Piechaczek

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