Ice Tigers: Keine Tore, keine Punkte - 0:1 gegen Ingolstadt

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Kassierten die Nürnberg Ice Tigers am Freitagabend den Siegtreffer in

Krefeld erst 22 Sekunden vor Spielende, war kurioserweise heute gegen Ingolstadt

Ficenec's Tor nach acht Sekunden spielentscheidend. Allerdings hat in der

Vergangenheit nicht oft eine Mannschaft derart glücklich drei Punkte aus der

Arena Nürnberg entführt. Ganze zwei Torschüsse brachten die Gäste im ersten

Drittel auf das Tiger-Tor, darunter allerdings der Siegtreffer.


Im ganzen Spiel hatten die Panther fünf Torchancen zu verzeichnen. Überwiegend

gingen diese auf das Konto von Andy McDonald. Dass Ficenec's cleverer verdeckter

Schlenzer nach acht Sekunden allerdings schon die Entscheidung bedeuten würde,

war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Im Gegenteil, unterstützt durch

die undisziplinierte und überharte Spielweise der Gäste im ersten Drittel,

hatten die Ice Tigers in den ersten 10 Minuten mehr hochkarätige Torchancen als

die Gäste im ganzen Spiel. Fical (3.), Kopitz (4.), Tapper (8.) und erneut

Fical (9.) scheiterten am glänzend disponierten Jimmy Waite, hatten aber auch

etwas Pech am Schläger. Wie Tomas Martinec, der in der 10. Minute nur den

Außenpfosten traf. Von den Gästen war nicht einmal ansatzweise etwas

konstruktives bis zu diesem Zeitpunkt zu sehen. Als die Ice Tigers gegen Ende

des ersten Spielabschnitts auch eine 86-sekündige 5 gegen 3-Überzahl nicht in

Tore ummünzen konnten, machte sich schon erste Verzweiflung breit.


Die Ingolstädter rafften sich dann im Mittelabschnitt etwas auf und minimierten

zumindest ihr Strafenkonto, kamen in dieser Phase aber auch zu ihren

gefährlichsten Aktionen: Oswald, McDonald und Sturm scheiterten zwischen der

25. und 32. Minute an Svoboda. Die Gastgeber trauten sich im Mittelabschnitt

kaum noch selbst auf Waite zu schießen, lediglich Mike Green hatte eine

nennenswerte Gelegenheit. Zu sehr war die Partie nun von Ingolstadts geschicktem

Defensivverhalten und dem Kampf um jeden Zentimeter Eis geprägt.


Erst im Schlussabschnitt erwachten die Offensivqualitäten der Ice Tigers

wieder, und zwar gewaltig. Martinec, Tallaire und Tapper hatten gleich in den

ersten Minuten gute Chancen, aber selbst jeder abgefälschte Puck landete wie

magnetisch angezogen an Waites Brust. Weiter ging es Richtung ERCI-Tor, aber je

weiter die Spielzeit herunterlief, desto unkontrollierter wurden die Aktionen.

Erst in den Schlussminuten waren es wiederum Tapper und Fical, die den Ausgleich

auf dem Schläger hatten. Als Greg Poss 58 Sekunden vor Spielende seinen Keeper

gegen einen sechsten Feldspieler tauschte, war es allerdings McDonald, der das

0:2 hätte machen müssen. Der NHL-Stürmer scheiterte aber am Außenpfosten.

Sekunden vor Spielende hatte dann Yan Stastny das letzte Wort, aber auch sein

Rückhandversuch fand den Weg an Waites Schoner.


Gästetrainer Ron Kennedy war angesichts der letzten schweren Spiele und der

Verletzungen der Topstürmer Mann und Ast entsprechend glücklich über den

Erfolg: "Unser gutes Penalty-killing und die frühe Führung waren der

Schlüssel zum Sieg. Außerdem war Jimmy Waite in Topform", freute sich

Kennedy noch auf der Pressekonferenz sichtlich über die drei Punkte. Für Greg

Poss war "vor allem unser Powerplay heute nicht konsequent genug".

"Wir hatten sehr viele Chancen, mehr als in den meisten anderen Spielen,

aber wir waren einfach nicht kaltschnäuzig genug. Es war nicht unser Tag, um

Tore zu schießen", so Poss, der mit seiner Mannschaft insgesamt nicht

unzufrieden war, nur die Chancenauswertung bemängelte.


Tor:

0:1 (00.08) Ficenec (McDonald, Loth)


Strafen: Nürnberg 24 min. plus 10 min. Matinec und Vasiljevs -

Ingolstadt 32 min. plus 10 min. Jiranek und Ficenec

Schiedsrichter: Lichtnecker

Zuschauer: 5815


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