Ice Tigers: Kantersieg gegen Freiburg – 150. DEL-Tor von Jiranek

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Beim deutlichen 7:0 (0:0,4:0,3:0)-Heimsieg gegen Aufsteiger Freiburg boten die Nürnberg Ice Tigers den knapp 4.400 Zuschauern in der Arena einen unterhaltsamen, aber einseitigen Eishockeyabend. Während die dezimierten Gäste aus dem Breisgau im ersten Abschnitt mit etwas Geschick und viel Glück ihren Kasten noch sauber halten konnten, brachen in den letzten 40 Minuten die Dämme.



Zwar hatten die erneut mit nur vier gelernten Verteidigern angetretenen Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Slivchenko eine große Chance, die Alfie Michaud vereiteln konnte, aber dennoch gab es über weite Strecken nur eine Richtung, in die das Spielgerät unterwegs war. Den Torreigen eröffnete Vitalij Aab mit der Rückhand nach einem Bauerntrick. Überhaupt hatten die Wölfe Probleme, den „Slot“ vor dem Tor frei zu räumen. So fielen auch die Treffer zwei und drei durch Stastny und Fical aus kurzer Distanz. „Danach hat sich die Mannschaft aufgegeben und nicht umgesetzt, was wir besprochen hatten“, so Gästetrainer Dolak nach der Partie. Die Nürnberger Offensivabteilung hatte so immer weniger Gegenwehr und zauberte die ein oder andere ansehnliche Kombination auf das Arena-Eis. Den vierten Treffer konnte Youngster Seppi Menauer sogar in Unterzahl erzielen. Sein Break strich zunächst über die Latte, doch den Nachschuss verwandelte der Deggendorfer sehenswert.



Nach der zweiten Pause dauert es nur 58 Sekunden bis zur nächsten Feierstunde: Martin Jiranek gelang nach einigen vergeblichen Anläufen endlich der ersehnte Meilenstein. Nach schöner Vorarbeit von Tomik zockte er Torhüter Haas geschickt aus und erzielte sein 150. Tor in der Deutschen Eishockey Liga. Den Jubiläums-Puck sicherte sich der sympathische Stürmer, der seit 1996 für die Ice Tigers spielt. Den sechsten Treffer markierte erneut Menauer, bevor 11 Sekunden vor Spielende Kevin Dahl den Puck zum 7:0-Endstand abfälschte.



Nach Spielende stand neben Alfie Michaud, der seinen zweiten Saison-Shutout feiern konnte, natürlich Martin Jiranek im Mittelpunkt der Fanfreude. Mit einer Extra-Ehrenrunde und mehreren Purzelbäumen bedankte sich der im Sommer mit einem deutschen Pass ausgestattete Publikumsliebling bei den Fans. Auch Trainer Greg Poss fand lobende Worte für das Ice Tigers Urgestein: „Martin ist schon sehr lange in Nürnberg. Es ist toll, dass er diese Marke geschafft hat. Er ist ein Spieler mit dem sich die Fans identifizieren.“ „Im ersten Drittel war es ein knappes Spiel, wir haben das Freiburger Tempo angenommen. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten sie einige Chancen, aber dann haben wir Tempo und Druck erhöht. Es ist eine schwierige Situation für Trainer Dolak mit den vielen Verletzten vor allem in der Abwehr.“ Etwas deprimiert wirkte dagegen Dolak selbst: „Mann kann in Nürnberg verlieren, aber die Art und Weise ist entscheidend. Einzelne Spieler müssen sich an die eigene Nase fassen, ansonsten sehe ich vor allem auswärts schwarz. Mit so einer Vorstellung kann man keine Punkte holen .“



Tore:

1:0 (21.44) Aab (Greilinger, Kopitz)

2:0 (28.36) Stastny (Larouche) 5:4

3:0 (29.31) Fical (Jiranek) 5:4

4:0 (34.17) Menauer (Barz) 4:5

5:0 (40.58) Jiranek (Tomik, Lehoux)

6:0 (49.10) Menauer (Lehoux, Petermann)

7:0 (59.49) Dahl (Jiranek, Aab) 5:4

Strafen: Nürnberg 22 min. – Freiburg 32 min.

Schiedsrichter: Vogl (München)

Zuschauer: 4382