Ice Tigers in Freiburg: "Unheimlich wichtiges Spiel"

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Das Hochmut vor dem Fall kommt, daran erinnert Greg Poss seine Mannschaft nicht erst nach der 3:7-Niederlage in Augsburg, die dem 8:2-Schützenfest gegen Hannover folgte. Der Nürnberger Trainer warnt vor jedem Gegner – auch vor der Partie am Freitag beim Aufsteiger Wölfe Freiburg (20.00 Uhr). „Wir dürfen nicht überheblich in ein Spiel gehen. Wenn die Leistung nicht passt, werden wir in Freiburg nicht punkten", machte Poss deutlich. Das die Noris-Cracks am 17. Oktober in Nürnberg eine 7:0-Eisgala gegen den Liga-Neuling feierten, ist für Poss längst abgehakt und keine neuerliche Sieggarantie. Und: Um gut vorbereitet zu sein, reist die Mannschaft bereits am Donnerstag in den Breisgau.



Für Poss, dem bis auf die beiden „Kniefälle" Christian Schönmoser und Kevin Dahl alle Ice Tigers zur Verfügung stehen, ist die Partie beim DEL-Schlusslicht „kein ganz normales Auswärtsspiel". Sicher nicht, weil der Gegner übermächtig wäre (Poss: „Jedes Team in der Liga ist stark – man kann gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren."). Doch: Da der Großteil der Nürnberger Playoff-Konkorrenten in Freiburg erfolgreich war, „erwartet jeder auch von uns, dass wir dort ohne Probleme gewinnen". Was aber keineswegs der Fall sein wird, wie allein schon die bisherigen Ergebnisse der Wölfe vor eigenem Publikum belegen.

Aus zwölf Heimspielen verbuchte Freiburg in der regulären Spielzeit zwar nur zwei Siege (5:4 gegen Krefeld, 2:1 nach Penalty gegen Düsseldorf), aber dreimal verlor die Truppe von Trainer Thomas Dolak erst im Penaltyschießen. Und auch die meisten anderen Begegnungen „endeten sehr knapp", weiß der Coach. Dennoch sagt Poss: „Wollen wir unseren Ansprüchen gerecht werden, dann ist ein Sieg in Freiburg Pflicht. Für uns ist das ein unheimlich wichtiges und interessantes Spiel."



Auch, um die Verfolger im Kampf um eine gute Playoff-Ausgangsbasis auf Distanz zu halten. Sitzen dem Tabellendritten Nürnberg (43 Punkte) die Panther aus Augsburg, „Vize" Köln (beide ebenfalls 43), Hamburg (41) sowie Düsseldorf und Mannheim (je 40) dicht auf den Fersen.



Und: Ein Sieg in Freiburg wäre sicher auch gute Eigenwerbung für das Sonntags-Derby in der Arena gegen Nachbar Ingolstadt (18.30 Uhr). Dabei setzt Manager Otto Sykora (feierte am Montag seinen 39. Geburtstag) auf die Unterstützung der „hoffentlich zahlreichen Fans". Der Vorverkauf jedenfalls „läuft sehr gut", und die Zuschauer „können sich auf ein spannendes Spiel freuen – denn Derbys sind immer voller Emotionen und etwas Besonderes."



Ein Schützenfest wie bei den Heimspielen zuvor gegen Iserlohn (7:2) und Hannover (8:2) ist gegen Ingolstadt nicht zu erwarten. Sykora: „Dafür ist Ingolstadt zu stark, personell top besetzt und befindet sich klar im Aufwind." Für Sykora war es nur eine „Frage der Zeit, bis sich die Panther-Mannschaft gefangen hat und Richtung Playoff-Ränge kommt."



Wie für Poss gilt auch für den Manager: Vorherige Ergebnisse gegen einen Gegner zählen nicht (das Hinspiel in der Saturnarena am 28. Oktober hatten die Ice Tigers 4:2 gewonnen). Aber: „Wir wollen unsere Heimbilanz von bisher zehn Siegen weiter ausbauen."


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