Ice Tigers: Furioser Schlussabschnitt sichert Sieg gegen Wolfsburg

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Wohl kaum jemand in der Arena Nürnberger Versicherung hätte beim Spielstand

von 2:2 nach zwei Dritteln an ein Endergebnis von 7:2 gedacht. In der Tat fanden

die Sinupret Ice Tigers ihre Treffsicherheit erst in den letzten 20 Minuten

wieder und dominierten den Aufsteiger aus Wolfsburg nach Belieben.


Wie so oft in Spielen gegen den vermeintlichen Underdog hängt der Spielverlauf

vom ersten Tor ab. Da dies den Niedersachsen schon nach 54 Sekunden gelang und

Gästekeeper Chris Rogles zunächst mit Glück und Geschick seinen Kasten sauber

hielt, dauerte es lange bis eine Entscheidung gefallen war. Zwar hätten

Polaczek, Savage und Carter in Unterzahl schon im ersten Drittel ausgleichen

können, aber erst zu Beginn des Mittelabschnitts gelang den Ice Tigers der

erste Treffer. Savage war der Schütze. Als drei Minuten später Ahren Spylo in

Unterzahl das 2:1 gelang, hofften die einheimischen Fans auf den erwarteten

Verlauf, aber Höhenleitner gelang sträflich frei der Ausgleich. Und es hätte

noch schlimmer kommen können, aber Patrick Ehelechner, der zu seinem ersten

Einsatz in dieser Spielzeit kam, hielt glänzend gegen Moravec.


Im Schlussabschnitt lief für die Ice Tigers nun alles nach Maß. Schon nach 78

Sekunden traf King nach Zuspiel von Cespiva per Direktschuss zur erneuten

Führung. Innerhalb von sechs Minuten legten die Ice Tigers dann vier weitere

Treffer nach. Leeb bei doppelter Überzahl im Nachschuss, sowie Beardsmore, der

den Schlittschuh des Wolfsburgers Gödtel zur Hilfe nahm, waren zunächst an der

Reihe. Dann war wieder Spylo-Time. Mit einem seiner unglaublichen

Handgelenksschüsse traf der Deutsch-Kanadier zum 6:2. Sein zwölfter

Saisontreffer bereits. Den Schlusspunkt setzte dann der ebenfalls starke Savage.



Gästetrainer Toni Krinner war mit den ersten beiden Dritteln seiner Mannschaft

zufrieden: "Bis zum 3:2 waren wir für unsere Verhältnisse gut im Spiel.

Dann haben wir zwei dumme Strafzeiten genommen und das entscheidende 4:2

kassiert. Das darf uns nicht passieren, das war unser Genickschuss", so der

Wolfsburger Übungsleiter.


"Wir waren im Schlussabschnitt einfach hungriger und wollten unbedingt den

Sieg", erklärte Benoit Laporte nach der Partie. "Wir haben schon

vorher viel Druck gemacht und irgendwann gehen die Dinger eben auch rein.

Wichtig war auch die großartige Parade von Patrick Ehelechner kurz vor der

zweiten Pause", so der Franko-Kanadier weiter. Mit der Leistung des

Nürnberger Ersatzkeepers war Laporte insgesamt zufrieden und kündigte weitere

Einsätze an: "Nach dem frühen Gegentreffer ist er nicht nervös geworden,

sondern ruhig geblieben. Er wird vor der Deutschland-Cup Pause sicherlich noch

zwei bis drei Einsätze bekommen."


Tore:

0:1 (00.54) Moravec (Kosick)

1:1 (21.43) Savage (Swanson, Brennan)

2:1 (24.35) Spylo (King) 4:5

2:2 (30.21) Höhenleitner (Wietfeldt, Regan)

3:2 (41.18) King (Cespiva, Spylo)

4:2 (49.23) Leeb (Brown, Brennan) 5:3

5:2 (50.58) Beardsmore (Barta, Cespiva) 5:4

6:2 (52.55) Spylo (Carter)

7:2 (55.31) Savage (Cespiva, Carter)


Strafen: Nürnberg 12 min. - Wolfsburg 20 min.

Schiedsrichter: van Gameren

Zuschauer: 3337


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