Ice Tigers: Fans zu leise? – Poss erhofft sich Playoff-Stimmung

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Playoff-Zeit ist eine besondere Zeit. Das weiß nicht nur jeder Eishockeypieler- und Trainer, auch für die Fans beginnt nach dem Abschluss der Vorrunde die ganz heiße Jahreszeit. So manch eine Nachtruhe wird durch die neuen Eindrücke und Emotionen im Zwei-Tage-Rhythmus empfindlich gestört, vielerorts sprießen auch auf den Tribünen die Playoff-Bärte.

Kurz vor den Playoffs hat jetzt Ice Tigers Trainer Greg Poss sich noch einmal öffentlich zu Wort gemeldet und die volle Unterstützung von den eigenen – zumeist sehr zurückhaltenden – Nürnbergern gefordert. „Nur dann haben wir eine Chance erfolgreich zu sein, wenn unsere Fans bedingungslos hinter uns stehen und die Heimspiele so zu einem echten Heimvorteil werden lassen.“ Eigentlich ein leicht verständliches Anliegen des Bundestrainers, der genau weiß, dass eine aufgeheizte Atmosphäre, nicht nur die eigenen Spieler zu Höchstleistungen antreibt, sondern auch die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung – wie in allen anderen DEL-Stadien der Fall - zugunsten des eigenen Teams beeinflussen kann.

In Nürnberg gehen die Uhren allerdings ein wenig anders. Auf mittlerweile über neun Seiten melden sich derzeit die Fans im klubeigenen Internet-Forum zu Wort und poltern gegen die Aussagen von Poss. Manche verlangen gewisse Vorleistungen von Seiten des Vereins, um Stimmung zu machen. Andere gehen noch weiter und wollen erst einmal eine gute Leistung sehen, ehe man gewillt ist das eigene Team lautstark zu unterstützen. Aussagen, die das übertriebene und überzogene Anspruchsdenken der Nürnberger Fans deutlich zum Ausdruck bringen. Kaum einer scheint in Nürnberg noch realistisch die sportliche Situation einschätzen zu können: „Hier glaubt jeder ein dritter Platz nach der Vorrunde wäre etwas normales und leicht zu erreichen. Dem ist nicht so, unser Team arbeitet Woche für Woche wahnsinnig hart und hat sich dadurch gegen übermächtige Konkurrenz oftmals durchgesetzt“, so Poss, der zurecht darauf verweisen kann, dass man in Nürnberg seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren vielleicht das konstant attraktivste Eishockey zu sehen bekommt. Und das mit einem vergleichsweise geringen Etat und der derzeit jüngsten Mannschaft der DEL. Dabei gleicht die Tabellensituation und das frühzeitige Erreichen der Playoffs eher einem Wunder als der Normalität.

Wie Poss schon am vergangenen Wochenende richtig formulierte ist die Stimmung in Nürnberg wohl mit die schlechteste in der gesamten DEL. „Bei einem Rückstand ist es bei uns ganz leise, aber gerade dann braucht die Mannschaft die Unterstützung von den Rängen“, erklärt Poss. Dass die Fans jetzt diese Aussagen missbilligen und sich den Tatsachen verschließen, hilft keinem weiter. Anstatt die eigene Arena zu einem Tollhaus zu machen, wird die Schuld bei anderen (Mannschaft, Klub, Trainer) gesucht. Auch wenn in der Fanbetreuung sicher einiges im Argen liegt, sollten diese Missverständnisse spätestens mit dem Playoff-Start auf die Seite gelegt werden.

Denn nur dann haben die Ice Tigers eine Chance das seit vier Jahren andauernde Playoff-Trauma abzulegen und erstmals seit 1999 wieder ins Halbfinale einzuziehen. Zweimal Kassel, Mannheim und Ingolstadt hießen die Viertelfinalgegner seitdem und nicht selten ging man als Favorit ins Rennen. Natürlich war die Enttäuschung nach diesen vier Pleiten stets groß, aber eben nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den jeweiligen Trainern, Spielern und der Klubführung.

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