Ice Tigers: Erster Sieg für Laporte - 4:2 gegen Meister Berlin

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Gleich im ersten Saisonspiel konnte der neue Ice Tigers Trainer Benoit

Laporte auch den ersten Sieg an seiner neuen Arbeitsstätte feiern. Dank einem

furiosem Start und einem starken Überzahlspiel behielten die Ice Tigers

letztendlich verdient mit 4:2 die Oberhand gegen die Eisbären Berlin.


Alle sechs Treffer des Spiels resultierten aus Überzahlsituationen. Schon früh

nutzte Petr Fical die Unerfahrenheit der jungen Berliner Abwehr zur Führung.

Keine zwei Minuten später war Fical erneut zur Stelle und staubte zum

beruhigenden 2:0 ab. Als Colin Beardsmore mit einem durchaus haltbaren Schuss

den Berliner Nachwuchskeeper Dshunussow zum dritten Mal bezwang, schien schon

früh eine Vorentscheidung gefallen. "Wenn man 3:0 führt, verliert man

immer an Intensität", analysierte Laporte nach der Partie richtig.


So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste in den nächsten 30 Minuten

besser ins Spiel kamen. Gerade in dieser Phase bis zum Ende des zweiten

Drittels, konnte sich Jean-Francois Labbé mehrmals mit einigen "key-saves"

auszeichnen, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Von den Ice Tigers war kaum

noch Produktives zu sehen.


Im Schlussabschnitt konnten die Ice Tigers mit einem weiteren Überzahltreffer

die Führung weiter ausbauen: Methot staubte nach einem Periard-Schuss ab. Aber

auch die Berliner kamen noch zweimal auf die Anzeigentafel. Pederson und "Rookie"

Kramer mit seinem ersten DEL-Tor trafen zum 4:2 Endstand. Zwar versuchte Pagé

in den letzten 36 Sekunden mit einem zusätzlichen Feldspieler für den nach dem

ersten Drittel eingewechselten Youri Ziffzer noch einmal alles, aber gefährlich

wurde es für die Ice Tigers nicht mehr.


Während Gästetrainer Pierre Pagé vor allem mit der Disziplin seiner

Mannschaft haderte, war Benoit Laporte sauer über die schlechte Eisqualität in

der Arena. Über 5000 Zuschauer und die hohen Außentemperaturen sorgten für

saunaähnliche Verhältnisse. Das weiche Eis verhinderte ein gutes Spiel zweier

läuferisch starker Mannschaften. "Der Puck sprang wie ein

Tennisball", so Laporte, der hofft, dass dieses Problem bald möglich von

der Arena-Leitung gelöst werden kann.


"Wir haben die Meisterschaft im letzten Jahr mit viel Disziplin gewonnen,

die hatten wir heute nicht. Die Powerplaytreffer machten den Unterschied",

so das Fazit von Pagé. Am Sonntag steht für die Ice Tigers das undankbare

Spiel bei Aufsteiger Duisburg auf dem Programm. "Dort herrscht beim ersten

DEL-Heimspiel sicher viel Euphorie, das wird schwer für uns", blickte

Laporte voraus.

Tore:

1:0 (02.54) Fical (Methot, Periard) 4:3

2:0 (04.35) Fical (Pollock, Methot) 4:3

3:0 (11.59) Beardsmore (Swanson, Laflamme) 5:4

4:0 (45.49) Methot (Periard) 5:4

4:1 (50.09) Pederson (Walser, Walker) 4:3

4:2 (58.54) Kramer (Felski, Ustorf) 5:4

Strafen: Nürnberg 24 min. - Berlin 24 min. plus 10 Disziplinar DuPont

Schiedsrichter: Reichert (Lindau)

Zuschauer: 5083

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