Ice Tigers: Erster „Dreier“ gegen Meister Krefeld

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem hochverdienten 2:1 (1:0,0:1,1:0)-Erfolg gegen Meister Krefeld konnten die Nürnberg Ice Tigers in der noch jungen DEL-Saison den ersten Sieg nach regulärer Spielzeit feiern. Und das mit einer begeisternden Leistung, die die knapp 5000 Zuschauer in der Arena mehrfach mit Szenenapplaus honorierten.


Wie schon zuletzt zuhause gegen Köln und in Hamburg begannen die Ice Tigers mit viel Tempo und aggressivem „Forechecking“. Die Pinguine konnten kaum durchschnaufen und nur selten die Scheibe kontrolliert aus der eigenen Zone befreien. Im Gegensatz zu den letzten Partien konnten die Franken diese Überlegenheit auch früh zur Führung umsetzen. Garvey bediente Kopitz, der von der blauen Linie abzog. Den Abpraller von Müller verwandelte Vitalij Aab trocken unter die Latte. Das Ice Tigers Powerhockey ging jedoch munter weiter in Richtung Pinguin-Gehäuse und die Gäste konnten nur mit viel Glück weitere Gegentreffer verhindern. Bei einem Greilinger-Alleingang hatten die Pinguine zudem Schiedsrichter Chvatal auf ihrer Seite, der nach einem Foul von Kurtz, den Ice Tigers einen klaren Penalty verweigerte.


Auch zu Beginn des zweiten Drittels spielte Chvatal beim überraschenden Ausgleich nach 47 Sekunden eine tragende Rolle: Bei einer 5:3-Überzahlsituation der Gastgeber ahndete er zumindest eine deutliche Aktion nicht, so dass der von der Strafbank kommende Paul Dyck, von Kunce mustergültig bedient, Freddy Chabot keine Chance ließ. Selbst die Pinguine waren überrascht, dass die Partie nicht unterbrochen wurde. Dieser Gegentreffer schien die Ice Tigers in ihrem Elan erst einmal zu bremsen. In den folgenden Minuten konnten sich die Gäste besser in Szene setzen und die Partie zumindest weniger einseitig gestalten. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Franken aus diesem emotionalen Tief zurück in die Partie und fuhren ihrerseits wieder Angriff auf Angriff, jedoch ohne zählbaren Erfolg.



Auch im Schlussabschnitt legten die Ice Tigers ein Tempo vor, dem weder die Pinguine noch der Schiedsrichter folgen konnten. Mit der ungleichen Strafzeitenverteilung konnte der Meister noch zufrieden sein, da bei mehr Konsequenz die Gäste-Akteure noch häufiger auf der Strafbank zu finden gewesen wären. Ihr siebtes Powerplay konnten die Franken dann endlich zum hochverdienten 2:1 verwerten. Allerdings stand diesmal das Glück auf Seiten der Franken, als der Puck über Umwege zum einschussbereiten Jürgen Rumrich gelangte, der mit einem Flachschuss Robert Müller überwinden konnte. Im weiteren Verlauf ergaben sich noch einige weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen, was aber nicht gelang. So wurden die Schlussminuten doch noch zur Zitterpartie. Speziell als Lasse Kopitz drei Minuten vor Spielende auf die Strafbank wanderte. Mit starkem Penalty-killing wurde aber auch diese Szene überstanden. Als Gäste-Trainer Butch Goring 30 Sekunden vor Spielende seinen Keeper vom Eis nahm, war es Freddy Chabot, der die allerletzten Krefelder Versuche souverän zunichte machte.



Im dritten Anlauf hat es nun also geklappt und Greg Poss konnte seinen ersten „Dreier“ in der neuen Saison feiern. „Ich bin sehr glücklich. Wir haben im ersten Drittel viel Druck gemacht und zahlreiche Chancen erarbeitet. Leider ist unsere Chancenverwertung noch nicht ideal, aber das kommt noch. Die Zuschauer haben uns toll unterstützt und die Mannschaft immer wieder nach vorne getrieben“, so seine Analyse. Auch Butch Goring zollte der Spielweise der Franken Respekt: „Es war ein gutes Spiel. Die Ice Tigers waren sehr stark und läuferisch außerordentlich gut. Sie haben hart gearbeitet und uns unter Druck gesetzt. Im zweiten Abschnitt sind wir besser in die Partie gekommen, aber das hat leider nichts genutzt“, so das Fazit von Goring, der in der anschließenden Pressekonferenz auch das leidige Schiedsrichterproblem in der DEL ansprach. „Es ist sehr frustrierend für Spieler und Trainer wie in der DEL gepfiffen wird. Wir haben in den ersten drei Spielen nahezu 30 Powerplays und über zehn 3:5-Situationen gegen uns gehabt. Das ist enttäuschend, so soll Eishockey nicht sein“, so Goring, der sich allerdings am heutigen Abend über die Leistung von Petr Chvatal nicht beschweren durfte.



Tore:

1:0 (06.06) Aab (Kopitz, Garvey)

1:1 (20.47) Dyck (Kunce) 4:5

2:1 (43.34) Rumrich (Lehoux, Fical) 5:4


Strafen: Nürnberg 8 min. – Krefeld 16 min. plus 10 min. Disziplinar Wright und Yake


Zuschauer: 4855


Schiedsrichter: Chvatal

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