Ice Tigers: Erfolgreiches Wochenende - Dienstag in Ingolstadt

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Zwei Spiele, zwei Siege, fünf von sechs möglichen Punkten eingefahren,

Tabellenplatz vier verteidigt – für die Nürnberg Ice Tigers war es wieder ein

erfolgreiches Wochenende. Vor allem die Heimpartie gegen Kassel begeisterte die

Fans. „Das war wieder beste Werbung für unseren Sport", sagte Otto Sykora. Und:

„Nach zwei unglücklichen Gegentoren haben die Jungs nicht aufgesteckt, sondern

weiter gekämpft und hochverdient gewonnen", so der Tigers-Manager.

Nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen (Hannover

und Köln) feierten die Noris-Cracks am Freitag

wieder ein Erfolgserlebnis beim Gegner.

Matchwinner beim 4:3-Penalty-Sieg in Krefeld war

Steve Larouche, der den entscheidenden Treffer

verbuchte. Und: Mit zwei Toren gegen die Pinguine

meldete sich Stürmer Marian Cisar nach zwei

Wochen Verletzungspause eindrucksvoll zurück.

Brisant und spannend ging es 48 Stunden später in

der Nürnberger Arena gegen die Kassel Huskies zu. Nach 30 Minuten und einer

souveränen 3:0-Führung schien die Partie bereits gelaufen, doch die Hessen kamen

bis zum Ende des zweiten Drittels auf 2:3 heran. „Wir haben es uns selbst schwer

gemacht, denn wir hatten Chancen für zwei Spiele, aber nur drei Tore gemacht",

sagte Nürnbergs Dauerbrenner Martin Jiranek, der sich gegen Kassel zweimal in die

Torschützenliste eintrug.

Spannung pur erlebten die 5493 Zuschauer in den letzten

zwanzig Minuten. In der 58. Minute gelang den Gästen der

3:4-Anschlußtreffer, Kassels Trainer Axel Kammerer nahm

in der Schlußphase den Torhüter zugunsten eines sechsten

Feldspielers vom Eis und die Huskies drängten auf den

Ausgleich – doch wie schon in Krefeld war es wieder Steve

Larouche, der diesmal mit seinem Treffer ins leere Huskie-

Tor den Nürnberger Sieg sicherte.

„Wir haben es wieder einmal spannend gemacht, aber

verdient gewonnen", freute sich Tigers-Nationalverteidiger

Lasse Kopitz nach der Schlußsirene über den 5:3-Erfolg. Trotz aller Freude und auch

Zufriedenheit dämpfte Greg Poss aber die Euphorie: „Ob Fußball oder Eishockey: In

Nürnberg ist es zurzeit wie eine Krankheit, dass man eine Führung verspielt. Das ist

uns in Köln und in Krefeld passiert. Wir müssen über die ganzen 60 Minuten

konzentriert spielen, dass gehört zum Lernprozeß der Mannschaft. Zum Glück hat

uns das gegen Kassel keine Punkte gekostet."

Kaum Pause für die Nürnberger Puckjäger: Bereits am Dienstag geht es für die Ice

Tigers mit der Partie in Ingolstadt weiter (19.30 Uhr). Für die Ice Tigers, die zum

ersten Mal in der neuen Ingolstädter Saturnarena antreten, nicht nur eine Premiere,

sondern die nächste harte Bewährungsprobe. Und mit Berlin am Freitag und

Frankfurt kommenden Sonntag warten schon die nächsten dicken

Brocken, so Manager Sykora: „Fünf Spiele in zehn Tagen – das

wird ein hartes Programm."

Derzeit belegt Ingolstadt nur den vorletzten Tabellenplatz, „aber wir

dürfen sie keineswegs unterschätzen", warnt Sykora. Verzichten

müssen die Noris-Cracks beim Derby auf Yan Stastny, der

aufgrund seiner Spieldauerstrafe in der Begegnung gegen Kassel

automatisch gesperrt ist.

Dafür aber gibt es von den Rängen Unterstützung: Rund 600 Tiger-Fans werden sich

am Dienstag auf die Reise machen, um die Nürnberger Mannschaft anzufeuern.

Stimmen zum bevorstenden Derby

Manager Otto Sykora:

"Das wird ein absoluter Derby-Fight. Ingolstadt hat am Sonntag 2:0 in Mannheim

gewonnen, und da wird die Mannschaft Selbstvertrauen getankt haben. Für uns wäre

es vielleicht etwas einfacher geworden, wenn Ingolstadt dort verloren hätte. So aber

haben sie gemerkt, es geht wieder was. Auf dem Papier stellt Ingolsadt eine super

Mannschaft, und sie werden auch in der Tabelle nach oben kommen. Ingolstadt ist

vielleicht angeschlagen, aber angeschlagene Gegner sind besonders gefährlich. Es

wird für uns ein verdammt schweres Spiel."

Trainer Greg Poss:

"Wir haben intensiv trainiert, aber dosiert und nicht zu hart. Wir freuen uns auf das

Spiel. Aber: Wir wissen auch, Ingolstadt hat ein gutes Team, dass zuletzt Mannheim

geschlagen hat. Sie sind sehr erfahren, und auch teuer. Aber natürlich ist das keine

Garantie. Ingolstadt hat im Moment schwere Zeiten, aber das schweißt eine

Mannschaft auch zusammen. Für mich sind sie weiter ein Playoff-Kandidat. Wo man

jetzt gerade in der Tabelle steht, ist bedeutungslos. Das hat man letzte Saison bei

Krefeld gesehen hat, die als Sechster dann Meister geworden sind.

Wichtig ist: Wir haben für uns erkannt, dass wir gegen jeden Gegner an unsere

Leistungsgrenze gehen und Spitzenleistung bringen müssen.


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