Ice Tigers: Dritte Saisonpleite gegen Straubing

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Drei Spiele gegen Straubing: Vier Tore geschossen, zehn Treffer kassiert, null Punkte geholt. Das ist die nüchterne inakzeptable Bilanz der Sinupret Ice Tigers im bisherigen Saisonverlauf gegen den niederbayerischen Underdog.

Dass die Straubinger mit ihrem engagierten, physisch präsenten und kompromisslosen Spielstil durchaus erfolgreich sein können, mussten die Ice Tigers schon kurz vor Weihnachten erfahren, aber Lehren haben sie daraus scheinbar keine gezogen.

Viel zu pomadig und mit einem seit Wochen desaströsen Überzahl-Spiel ausgestattet, hatten die Ice Tigers wieder das Nachsehen - und das völlig verdient, obwohl die Vorzeichen eigentlich gut waren.

Über 6000 Zuschauer - soviel wie noch nie in dieser Saison - und lange Schlangen an den Kassen zeigten, dass nach all den Turbulenzen der vergangegen Wochen, das Publikum weiter hinter der Mannschaft steht. Doch wenige dieser "Saison-Neulinge" werden nach dieser Vorstellung wieder kommen, sofern sie nicht masochistisch veranlagt sind.

Zwar brachte Brad Leeb mit einem sehenswerten Schuss in den kurzen Winkel die Ice Tigers in Führung, aber offensiv kreativ und durchdacht gefährlich waren die Nürnberger Aktionen das ganze Spiel über nicht.

Die mit weniger Talent, aber dafür umso mehr Engagement und Kampfkraft gesegneten Gäste, taten was man als Auswärtsmannschaft im Kampf um Platz 10 tun muss: Hinten solide stehen, vorne auf die Chancen warten.

Dennoch hatten die Ice Tigers bis ins Schlussdrittel hinein die Möglichkeit wenigstens einen Punkt zu sichern, aber Scott Kings Penaltyversuch war ebenso kläglich wie über drei Minuten bei doppelter Überzahl. Dabei brachten es die Ice Tigers fertig fast zwei Minuten erst gar nicht auf das Tor von Markus Janka zu schießen.

Da neben der Überzahl heute auch das ansonsten zuverlässige Penalty-killing nicht funktionierte und alle vier Gegentreffer erlaubte, war das Endergebnis logisch.

"Wir hatten einen guten Tag heute, die special-teams waren der Unterschied", so die einfache Erklärung von Bob Manno.

Andreas Brockmann war nach der Partie enttäuscht und sauer: "Heute hat gar nichts gepasst. Straubing war die bessere Mannschaft und insgesamt lauffreudiger. Unser Powerplay war sehr schlecht und wir haben kaum geschossen. Dazu war auch unsere Unterzahl heute naiv", so Nürnbergs Trainer nach der Partie.

Tore:
1:0 (14.21) B. Leeb (King, Periard) 5:4
1:1 (16.52) Dunham (Klemm, Hussey) 5:4
1:2 (30.58) Canzanello (Meloche, Olver) 5:4
1:3 (48.45) Chouinard (Klemm, Lehner) 5:3
1:4 (53.50) Klemm (Meloche, Elfring) 5:4

Strafen: Nürnberg 24 min. + 10 min. Polaczek und Cespiva - Straubing 28 min + 10 min. Canzanello und Maloney
Zuschauer: 6134
Schiedsrichter: Looker


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