Ice Tigers: "Den Schweinehund überwunden" - 2:1 gegen Eisbären

Ice Tigers: "Den Schweinehund überwunden" - 2:1 gegen EisbärenIce Tigers: "Den Schweinehund überwunden" - 2:1 gegen Eisbären
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Kaum jemand hätte vor diesem Wochenende sein Geld auf die Sinupret Ice Tigers setzen wollen. Geplagt von großen Verletzungssorgen und mit Finanzproblemen im Rücken waren Krösus Mannheim und Meister Berlin zu Gast in der Arena Nürnberger Versicherung.

Und beide Male hieß der Sieger Nürnberg. Wie schon gegen die Adler war es eine herausragende kämpferische Leistung der dezimierten Ice Tigers, die letztendlich verdientermaßen belohnt wurde. "Man kann das öfter beobachten, dass Mannschaften mit vielen Ausfällen über sich hinauswachsen. Nur so hat man eine Chance", lobte Trainer Andreas Brockmann hinterher sein Team, das um jeden Zentimeter fightete.

Zwei Drittel lang waren allerdings die Eisbären am Drücker und hätten durchaus höher führen können. Lediglich Richie Regehr konnte den bärenstarken Cassivi überwinden. "Wir wollten eigentlich die Eisbären von Anfang an unter Druck setzen, aber die Beine waren wohl etwas schwer. Die disziplinierten Berliner ließen kaum Chancen zu", analysierte Brockmann.

Das Schussverhältnis von 24 zu 9 zugunsten der Eisbären spiegelt diese Überlegenheit in den ersten 40 Minuten nur auf dem Papier wieder. Auf dem Eis musste Freddy Cassivi mehrmals Kopf und Kragen riskieren. "Er hat uns lange im Spiel gehalten und letztendlich auch den Sieg gesichert", lobte Brockmann seinen Keeper, der wohl seine beste Saisonleistung ablieferte.

"Vor dem Schlussdrittel haben wir uns vorgenommen, noch einmal alles zu versuchen. Dann haben wir den sogenannten Schweinehund überwunden, hart, hart gearbeitet und uns den Sieg geholt", erklärte Brockmann, als wenn dies alles so einfach planbar gewesen wäre.

Petr Fical mit einem Handgelenksschuss und Brad Leeb, der einen Nasreddine-Knaller abfälschte, drehten tatsächlich noch die Partie, die in den letzten Minuten an Spannung kaum zu überbieten war.

Strafen gegen Leeb, Fical und Savage, sowie ein zusätzlicher Berliner Feldspieler sorgten in den letzten sechs Minuten für unzählige brenzlige Situationen. Darunter auch zwei knappe "empty-net"-Versuche der Ice Tigers. Die Zuschauer bekamen alles zu sehen, was ein Eishockey-Spiel ausmacht. Die Leistung der Ice Tigers war ein leidenschaftliches Plädoyer für den DEL-Standort Nürnberg.

Für Berlins Coach Don Jackason war "das letzte Drittel der Unterschied". "Wir haben nicht hart genug gearbeitet und Cassivi war sehr stark", so sein kurzes Statement auf Deutsch.

Der Ice Tigers Tross zieht morgen bereits weiter Richtung Hamburg. Ob dann Adrian Grygiel wieder mit dabei sein wird, steht noch nicht fest. "Er hat es heute früh versucht, aber es ging noch nicht", ließ Brockmann wissen. Eine Röntgenuntersuchung soll am Montag genaueren Aufschluss über die Knieverletzung geben. Dass Brian Swanson mit von der Partie war, ist bemerkenswert. Der Mittelstürmer konnte nach einer Magen-Darm Grippe zwei Tage nichts essen, wollte aber unbedingt mit dabei sein.

Tore:
0:1 (27.15) Regehr (Walker, Ustorf) 5:4
1:1 (47.14) Fical (Ancicka, Swanson)
2:1 (52.06) Leeb (Nasreddine, King) 5:4

Strafen: Nürnberg 18 min. + 10 Leeb - Berlin 14 min. + 10 Quint
Schiedsrichter: Schütz
Zuschauer: 4318





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