Ice Tigers: Auch in Kassel ohne vier Verteidiger

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Es war die von Manager Otto Sykora vorhergesagte „enge Angelegenheit" gegen die Kölner Haie – aber mit einem Happy-End für die Ice Tigers: Mit 3:2 setzten sie sich nach Penaltyschießen gegen den DEL-Vizemeister durch.

Martin Jiranek verbuchte den entscheidenden Treffer und sicherte den Zusatzpunkt. Aber es hätte auch ein Drei-Punkte-Sieg für die Noris-Cracks werden können. Bis kurz vor Ende der spannenden und hochklassigen Partie lag Nürnberg durch die beiden Überzahltreffer von Stephané Julien (12.) und Thomas Greilinger (18.) und dank einer überragenden Leistung von Tigers-Keeper Frederic Chabot mit 2:1 vorn – umso mehr schmerzte da der späte Kölner Ausgleich in der 56. Minute und der damit verbundene Punktverlust.



Dennoch verteilte Greg Poss ein dickes Lob an seine Eistiger: „Meine Mannschaft hat gekämpft und Charakter gezeigt." Was den Trainer ebenfalls „sehr freute" war die tolle Kulisse in der Arena – die 7886 Zuschauer bedeuteten Nürnberger Saisonrekord. „Ich möchte mich bei den Fans bedanken, die uns super unterstützt haben."



Viel Zeit, sich über den zweiten Saisonsieg gegen Titelkandidat Köln zu freuen, blieb Trainer und Mannschaft nicht. Schon kurz nach der Ehrenrunde hatte Poss die nächste schwere Aufgabe im Visier, die bereits am Dienstag (19.30 Uhr) in Kassel ansteht.



Derzeit rangieren die Huskies mit sieben Punkten Rückstand auf einen Playoff-Rang nur auf Tabellenplatz zehn. Und: Die beiden bisherigen Saisonspiele entschieden die Ice Tigers jeweils für sich (2:1 in Kassel, 5:3 in Nürnberg). Für die sportliche Leitung der Ice Tigers aber kein Grund, die Hessen auf die leichte Schulter zu nehmen. Zumal in der Vergangenheit Kassel schon oft genug zum Stolperstein für die Noris-Cracks wurde. Und das nicht nur in den Playoff-Auseinandersetzungen 2001 und 2002 – von den bisher 21 DEL-Auswärtspartien konnte Nürnberg drei gewinnen, aber 16 Mal siegten die Huskies, einmal trennten sich beide Teams 4:4-Unentschieden.



Um gut vorbereitet zu sein, haben die Ice Tigers bereits am Montag nach dem Training die Reise nach Hessen angetreten. Allerdings nicht mit personeller Soll-Stärke, denn neben den beiden Langzeit-Verletzten Christian Schönmoser und Josef Menauer (beide Kreuzbandriss) muss Greg Poss am Dienstag erneut auf seine drei Verteidiger Kevin Dahl, Marek Posmyk und Felix Petermann verletzungs- und krankheitsbedingt verzichten.



Petermann hat nicht nur einen grippalen Infekt erwischt, sondern brachte von der U-20-WM in Berlin einen Kapseleinriss im Schultereckgelenk mit, wie die Untersuchung bei Dr. Udo Linde am Montag ergab. „Etwa eine Woche wird er pausieren müssen", so der Mannschaftsarzt. Posmyk hatte sich kurz vor Spielbeginn am Sonntag mit Schüttelfrost abgemeldet – Virusinfekt im Hals-, Nasen-, Rachenbereich und im Bauchraum. Der Abwehrrecke bekam drei Tage strenge Bettruhe verordnet, „dann muss man weiter entscheiden."



Kevin Dahl ist schon seit einigen Tagen wieder im Training und hofft nach fünf Wochen Zwangspause endlich auf sein Comeback. Linde: „Er hat keine Beschwerden mehr und arbeitet am Muskelaufbau." Ob Dahl bereits in Kassel auflaufen kann, ist noch nicht sicher, aber Dr. Linde bestätigte, dass „Kevin noch dieses Jahr wieder eingreifen kann."

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