Ice Tigers: 4:1 gegen Frankfurt - Playoffs rücken näher

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Neun Tage nach dem klaren 6:1-Erfolg in Frankfurt konnten die Nürnberg Ice

Tigers auch zuhause einen souveränen Sieg gegen die Lions feiern. 4:1 hieß es

am Ende, nachdem die Ice Tigers vor allem in den ersten 33 Minuten ihre Chancen

nutzten und - wie sich zeigte uneinholbar - vier Treffer erzielten.


Von den Löwen war bis zur Mitte des Spiels wenig zu sehen. Nach Sulkovskys

Direktabnahme (3.) kam nicht mehr viel auf das Tor von JF Labbé. Anders die Ice

Tigers, die schon bei den ersten Angriffen konsequent zum Tor zogen. In der

vierten Minute nutzte Francois Methot das schlechte Zurückarbeiten der

Gästestürmer zum frühen 1:0. Beim 2:0 sah Ian Gordon nicht sonderlich

glücklich aus. Zwar reklamierte der Lionskeeper ein Torraumabseits, aber weder

Schiedsrichter noch Zuschauer konnten dies nachvollziehen. Beardsmore fälschte

Brennans Hammer in Überzahl erfolgreich ab.


Im Mittelabschnitt ging es ähnlich weiter: Zunächst sah Gordon wieder schlecht

aus, als er Pollocks Schuss mit der Schulter direkt auf Polaczeks Schläger

abprallen ließ - 3:0. Ebenso schien Schauers 4:0 nicht unhaltbar. Seine nicht

richtig getroffene Direktabnahme zappelte im Netz, Gordon war aber wohl die

Sicht versperrt. Für Rich Chernomaz jedenfalls genug, um seinen Keeper zu

erlösen und durch Boris Ackers zu ersetzen, der allerdings in den restlichen 27

Minuten kaum noch geprüft wurde. Zwar durften auch die Lions zwischenzeitlich

einmal jubeln, aber der bis dahin souveräne Rick Looker sah deutlich, dass der

Puck bevor er von Lebeau ins Netz geschoben wurde, nach einem Norris-Kracher

heftig an Labbés Maske einschlug, so dass der Frankokanadier nicht mehr

eingreifen konnte.


"Wir haben bei den ersten fünf Schüssen gleich zwei Gegentore kassiert,

auf der anderen Seite war Labbé sehr stark. Vor allem in den ersten 30 Minuten

war Nürnberg die bessere Mannschaft. Sie spielen als Mannschaft sehr gut

zusammen, da sieht man die gute Arbeit von Benny Laporte. Wir waren einfach

nicht gut genug", analysierte Rich Chernomaz nach der Partie.


Zwar waren die Lions nicht soviel schlechter wie der Spielstand nach dem zweiten

Drittel, aber vor allem läuferisch hatten die Ice Tigers Vorteile. Wie schon

oft in der Vergangenheit schalteten die Ice Tigers nach der sicheren Führung

einige Gänge zurück und die Löwen gaben sich nicht auf. Einige Male brannte

es vor Labbé lichterloh, Looker musste sogar den Videobeweis bemühen, um zu

erkennen, dass der Puck in der 47. Minute die Linie nicht komplett überschritt.

Zuvor schon scheiterten Norris und zweimal Boileau aussichtsreich bei doppelter

Überzahl.


In der 54. Minute war es dann doch soweit, Kelly machte in Überzahl Labbé den

Shutout kaputt. Am kurzen Eck wurde er von Lebeau freigespielt und traf aus

kürzester Distanz zum Anschlusstreffer. Drei Minuten später blitzte aber

wieder der alte - in der DEL bekannte - Kelly auf. Nach einem ungeahndeten Check

von Martinec, streckte er Nürnbergs Kapitän per fiesem

Ellbogencheck nieder. Looker, der im Vergleich zu manch anderer

Partie, heute die Pfeife häufig stecken ließ, ahndete dieses Revanchefoul nur

mit zwei Minuten. Kelly durfte sich bedanken, hielten eigentlich alle Zuschauer

eine klare Spieldauer- wenn nicht sogar Matchstrafe für angemessen. Kelly hatte

nicht einmal den Mut, sich nach der Schlusssirene den Shake-hands zu stellen und

flüchtete in die Kabine.


Benoit Laporte lobte nach der Partie vor allem seinen Keeper, der "2-3 Mal

ganz wichtige Saves" hatte. "Nach zwei Niederlagen war das ein

wichtiges Spiel für uns. Frankfurt war die letzten 25 Minuten stärker und

immer gefährlich", so der Frankokanadier, der kurzfristig auf Matt

Davidson verzichten musste, da dessen Frau unmittelbar vor der Entbindung steht.


Tore:

1:0 (03.41) Methot (Beardsmore, Maurer)

2:0 (10.23) Beardsmore (Periard, Brennan) 5:4

3:0 (24.37) Polaczek (Pollock, Leeb)

4:0 (32.18) Schauer (Laflamme, Swanson)

4:1 (53.11) Kelly (Lebeau, Norris) 5:4


Strafen: Nürnberg 20 min. - Frankfurt 18 min.

Zuschauer: 5027

Schiedsrichter: Lokker






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