„Husseynator“ bringt Straubing zum BebenStraubing - Ingolstadt 6:2

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Matt Hussey nach dem Spiel: „Ich, der Husseynator? Nein, wir alle haben gewonnen.“ Dem stimmte auch Stürmerkollege J.M. Daoust zu: „Das war ein gutes Spiel gegen eine gute Mannschaft. Ingolstadt ist eine große Nummer in der Liga, aber wir waren heute bereit.“ Auch Gästecoach Rich Chernomaz musste am Ende gestehen: „Straubing hat das Spiel verdient gewonnen, weil sie mit viel Biss gespielt haben und mehr gelaufen sind. Straubing hat vom ersten bis zum letzten Bully gekämpft.“

Gaben die Ingolstädter noch den ersten Schuss ab, so machte Straubing fortan das Spiel und die Tore. Matt Hussey: „Es war ein gutes Spiel und ein wichtiger Sieg, wir stehen weiter oben im engen Rennen um die Play-off-Plätze.“ Verteidiger Sebastian Osterloh packte den ganz großen Hammer aus und nagelte die Scheibe von der blauen Linie ins Netz. Gut eine Minute später narrte Matt Hussey in Überzahl die Oberbayern und bewies auch noch Übersicht als er den völlig frei stehenden Karl Stewart fand. Die Kollegen eines Ingolstädter Radios kommentierten bereits jetzt: „Das kann zu einem Debakel werden.“ Der ERC war nur die zwei Minuten die bessere Mannschaft, als man einen Mann mehr auf dem Eis hatte. Das, was aufs Tor der Niederbayern kam, landete beim Straubinger Schlussmann, der heute wieder Barry Brust hieß. „Ich habe mich gut gefühlt, wieder im Tor zu stehen, und mein Knie hat gehalten. Ich bin noch nicht ganz bei 100 Prozent, aber denke, das war eine gute Rückkehr ins Tor“, kommentierte Straubings Torwart seinen Arbeitstag.

Im zweiten Abschnitt fiel Ingolstadt hauptsächlich bei Boxeinlagen auf, sportlich hatten die Oberbayern wenig zu melden. Der überragende Matt Hussey, der spielfreudige Carsen Germyn und Straubings Tänzer Bruno St. Jacques machten bereits nach 27 Minuten den Deckel auf das Spiel. Straubings Coach Dan Ratushny: „Wir haben über zwei Drittel sehr gut gespielt. Unsere Unter- und Überzahl war besser als in Augsburg und wir haben unsere Torchancen genutzt.“ Nach dem fünften Tor der Hausherren räumte Ian Gordon seinen Kasten und verschwand umgehend in der Kabine. Oftmals ist ein Torwartwechsel auch ein Zeichen für die ganze Mannschaft. So auch heute, denn von nun an stand Ingolstadt wieder besser in der Defensive und arbeitete mehr. Nur nach vorne ging immer noch nicht all zu viel.

Erst im letzten Drittel, als Straubing einen Gang runterschaltete, kam der ERC wieder zu Chancen. Die Tore durch Jared Ross und Rick Girard hatte sich das Team von Rich Chernomaz verdient erarbeitet. Doch als praktisch im Gegenzug René Röthke nach traumhafter Vorlage von Matt Hussey zum sechsten Mal einnetzte, war bei Ingolstadt endgültig die Luft raus. Einen Schockmoment mussten die Anhänger der Tigers noch schlucken. Bruno St. Jacques bekam einen Schlagschuss auf den Fuß. Nachdem er einige Wechsel ausgelassen hatte, konnte er jedoch wieder ins Geschehen eingreifen. Nach dem Spiel humpelte er jedoch aus der Kabine. „Gebrochen ist nichts, wir werden morgen einige Untersuchungen machen, dann wissen wir mehr. Ich hoffe, ich kann Sonntag spielen“, so der Kanadier.
Für Straubing rücken damit die ersten DEL-Play-offs der Clubgeschichte immer näher. J.M. Daoust  über die Lage: „Wir lieben es, zu Hause zu spielen, die Fans hier sind alle etwas verrückt, das ist wirklich wie ein siebter Mann, das macht uns allen Spaß. Wir sind auf einem guten Weg, die Play-offs zu erreichen. Wir nehmen jetzt schon jedes Spiel wie ein Play-off-Spiel. Wir würden das den Fans so gerne mit dem Erreichen der Play-offs zurückgeben, dafür werden wir weiter hart arbeiten.“
Tore:
1:0 (04:06) Sebastian Osterloh (Matt Hussey, Karl Stewart)
2:0 (05:20) Karl Stewart (Matt Hussey, René Röthke) PP1
3:0 (22:29) Matt Hussey (Karl Stewart, Florian Ondruschka)
4:0 (23:57) Carsen Germyn (Laurent Meunier, Ryan Ramsay)
5:0 (27:02) Bruno St.Jacques (Ryan Ramsay, J.M. Daoust) PP1
5:1 (44:05) Jared Ross (Kris Sparre, Rick Girard)
5:2 (49:12) Rick Girard (Michel Periard, Kris Spare)
6:2 (49:39) René Röthke (Matt Hussey, Karl Stewart)

Strafen: Straubing 12 +10 Schönberger; Ingolstadt 14 +10 Reich
SR: Stephan Bauer; LR: Christian Höck, Pascal Kretschmer
Zuschauer 5.176


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