Huskies wieder im Rennen – 6:0 Revanche gegen Landshut

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Kassel Huskies sind zurück im Rennen

um die Meisterschaft. Zugegeben, wirklich abgeschrieben hatte man den Favoriten

nach der 0:1-Niederlage am Dienstag in Kassel nicht, ein ungutes Gefühl in der

Magengegend dürfte jedoch die meisten Huskies-Anhänger bis gestern begleitet

haben. Sogar Vergleiche mit der Finalserie aus dem vergangenen Jahr gegen

Wolfburg wurden gezogen. Nun aber ist die Kassels Eishockeywelt wieder

vollkommen in Ordnung: Mit viel Tempo und dem „Ketchup-Effekt“ gelang den

Schlittenhunden eine eindrucksvolle 6:0 (2:0; 0:0; 4:0)-Revanche am Landshuter

Gutenbergweg. 

Man habe ganz unglücklich verloren, ein

Tor nur und man sei wieder dabei, solche Aussagen hörte man in den letzten Tagen

vermehrt aus dem Huskies-Lager. Völlig entspannt und mit dem Wissen am Dienstag

die bessere Mannschaft gewesen zu sein reisten die Schlittenhunde also am

Freitag nach Landshut. Ganze elf torlose Minuten mussten die Huskies im zweiten

Finalspiel gegen die Landshut Cannibals überwinden, dann nahm sich Bannister bei

Überzahl ein Herz und drosch die Scheibe von seiner Stammposition an der blauen

Linie zum 1:0 ins Tor. Der Bann des in Kassel noch unüberwindbar scheinenden

Martin Cinibulk war damit gebrochen und es begann was sich am Ende als

„Ketchup-Effekt“ herausstellen sollte. Einmal überwunden, da wollte auch

Play-Off-Topscorer Shawn McNeil sich nicht lange bitten lassen und nutzte eine

Unaufmerksamheit Cinibulks 17 Sekunden vor der Drittelpause mit einem Schuss

durch die Beine zum 2:0. Die Huskies waren bis dahin - wie auch in Kassel - klar

die spielbestimmende Mannschaft gewesen, auch, wenn eine fünfminütige

Überzahlsituation ungenutzt blieb. Bronilla hatte zuvor Boisvert mit dem

Schläger im Gesicht getroffen und durfte folglich duschen gehen. 

Im zweiten Spielabschnitt ließen es die

Nordhessen – auch bedingt durch einige Unterzahlsituationen – etwas ruhiger

angehen. Die Cannibals kamen durch Toupal und St. Croix zu guten Chancen, doch

Boris Rousson spielte das Spiel genauso gut wie Landshuts Cinibulk am Dienstag:

Er brachte die gegnerischen Angreifer an den Rande der

Verzweiflung. 

Mit dem Toreschießen waren die Huskies

aber noch nicht fertig und nach knapp sechs einhalb Minuten im letzten Abschnitt

gelang Nationalspieler Klinge durch einen Rebound das 3:0. Auch auf Landshuter

Seite blieb kurze Zeit später eine fünfminütige Überzahlsituation ungenutzt,

nachdem DelMonte wegen einer Attacke gegen Daffner vom Eis musste. Die Kasseler

verteidigten ihren Vorsprung clever und souverän und wollten ihrem Goalie den

Shut-Out mit ins nächste Spiel geben. Kurz vor Schluss ließen sie es dann bei

Überzahl in der Offensive noch einmal richtig krachen: Pellegrims schlenzt die

Scheibe nach schöner Kombination über McNeil und Boisvert ins Tor (56.), Palmer

gelingt es im Gewühl die Übersicht zu behalten und die Scheibe über die Linie zu

bringen (57.) und zu guter Letzt trifft noch einmal Pellegrims zum 6:0-Endstand

(58.). 

Trotz dieser überragenden Leistung steht

es in der Serie nun erst 1:1. Zwei Siege trennen sowohl Huskies als auch

Cannibals noch von der Meisterschaft. Am Sonntag in Kassel geht es also für

beide Teams wieder bei Null los. Aber: Die Nordhessen haben sich den Heimvorteil

zurückgeholt und zwei Heimniederlagen in ganzen 32 Heimspielen sind eine

deutliche Bilanz. Die Huskies sollten also wesentlich entspannter an das zweite

Heimspiel herangehen können, nun da sie wissen, dass ein Martin Cinibulk keine

übernatürlichen Kräfte besitzt, in Landshut gar sechs Tore möglich waren und der

Heimvorteil wieder bei ihnen liegt. 

Leona Malorny


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