Huskies verpassen fünften Heimsieg - 4:5 gegen Mannheim

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Den gut 4.500 Zuschauern in der Eissporthalle Kassel, die die Begegnung der Kassel Huskies gegen die Adler Mannheim verfolgten, wurde am Sonntagnachmittag von beiden Mannschaften beste Unterhaltung geboten. In der schnellen, mit vielen Chancen und Toren gespickten Partie verließen die Adler aber nur deswegen das Eis als Sieger, weil sie ihre Möglichkeiten besser nutzten, als dies die Huskies taten. Insbesondere Seliger hielt bei den zahlreichen Überzahlspielen der Kasseler seinen Kasten sauber, was letztendlich den Ausschlag gab.

Gut drei Minuten und einen Warnschuss von Mannheims Corbet benötigten die Huskies, um richtig ins Spiel zu finden. Dann aber stand Adler-Goalie Seliger unter Dauerbeschuss durch Peterson, Serikow, Trattnig, erneut Serikow und Lindmark (4./5.). Einziges Manko: die Scheibe fand den Weg ins Tor nicht. Anschließend entwickelte sich eine Partie mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten, bei denen neben Seliger auch Huskies-Torwart Gage, der heute 30 Jahr alt wurde, gefordert waren. In der 16. Minute hatte Abstreiter für Kassel eine der besten Möglichkeiten, scheiterte jedoch nach beherztem Solo an Seliger und im Gegenzug stocherte Podollan im Nachsetzen den Puck zum 0:1 hinter die Linie. Die Gelegenheit zum Ausgleich bot sich den Kasselern bei einer Strafe gegen Ustorf, doch dieser Vorteil konnte nicht genutzt werden. Vielmehr angelte sich Ustorf, von der Strafbank kommend einen verunglückten Pass, brachte den mitgelaufenen Hlushko ins Spiel und der verwertete zum 0:2 (20.).

Das Zweite Drittel war nicht nur zu Anfang geprägt von Turbulenzen. Zuerst markierte Peterson bei 4 gegen 4 nach feinem Alleingang den 1:2 Anschlusstreffer (24.) und danach bevölkerte ein Mannheimer nach dem anderen die Strafbank, so dass die Huskies insgesamt mehr als zwei Minuten mit 5 gegen 3 agieren konnten. Dabei brachten sie allerdings das Kunststück fertig, trotz zahlreicher Schüsse das wichtige zweite Tor nicht zu erzielen. Die Adler durften sich in dieser Phase allerdings bei Seliger bedanken, der glänzend parierte. Dennoch konnten die Huskies kurz darauf jubeln, als Crowley zum 2:2 Ausgleich einschoss (31.). Wenig später jedoch gingen die Adler durch Podollan erneut in Führung, als die Kasseler die Scheibe nicht aus dem Gefahrenbereich bekamen (35.). Und wie beim 0:1 hatten die Nordhessen zuvor durch Serikow die Chance ihrerseits erfolgreich zu sein. Kaum war dieser Gegentreffer verdaut, musste Kassels Naumenko auf die Strafbank und Podollan benötigte ganze neun Sekunden, um auf 2:4 zu erhöhen und damit einen Hattrick zu verbuchen (37.). Aber die Huskies gaben nicht auf und nutzten beim 3:4 durch Drury ebenfalls eine Abwehrschwäche der Gäste (39.).

Zu Beginn des letzten Drittels bot sich den Kasselern erneut in Überzahl die Möglichkeit zum abermaligen Ausgleich, doch obwohl sie Seliger wiederum mit Schüssen eindeckten, behielt der die Übersicht und hielt alles, was auf sein Tor kam (43./44.). Und ebenso wie im zweiten Abschnitt kam diesmal auch das Tor zum 4:4 durch Brousseau erst nach Ablauf der Strafe gegen Mannheim (48.). Auch in der Folge konnten die Gastgeber weitere Powerplay-Situationen nicht nutzen, denn Seliger war stets zur Stelle, wie u.a. bei Trattnigs Alleingang (52.). So rächte sich die fehlende Chancenverwertung wieder einmal, weil Kennedy sich seine Gelegenheit nicht entgehen ließ und zum 4:5 traf (55.). Kassels Trainer Kammerer nahm bereits in der 57. Minute eine Auszeit, die jedoch am Ende keinen Nutzen brachte.