Huskies verlieren in Ingolstadt

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Vor 650 per Sonderzug mitgereisten Fans aus Kassel verpassten die Kassel Huskies in der Begegnung gegen den ERC Ingolstadt ihre wohl letzte Chance auf einen Playoff-Platz. Nach zwei verkorksten Dritteln gegen eine keineswegs übermächtige Panther-Mannschaft, reichte die Leistungssteigerung in den abschließenden zwanzig Minuten nicht mehr zu Punkten. In der insgesamt schwachen Partie waren die Ingolstädter letztendlich der verdiente Sieger.

Die ersten Minuten des Spieles benötigten beide Teams noch zum gegenseitigen Abtasten. Doch bereits in der 4. Minute musste Kassels Torsteher Gage hinter sich greifen, als Groleau aus kurzer Distanz zum 1:0 einschoss. Von da an begannen die Ingolstädter die Partie zu bestimmen und Gage konnte sich bei Schüssen von v. Stefenelli im Powerplay (7.) und Ast (9.) auszeichnen. Die ersten zwingenden Torchancen für die Huskies ergaben sich als Melischko auf der Strafbank saß und S. Retzer sowie zwei Mal Serikow Panther-Goalie Waite prüften (11./12./13.). Damit hatte sich die Torgefährlichkeit der Gäste allerdings erschöpft und die Panther übernahmen wieder das Geschehen. In der 15. Minute rettete Gage gegen Ast und im weiteren Verlauf vereitelten die Huskies gemeinsam die Angriffsbemühungen der Hausherren.

Mit einer Schrecksekunde für die Kasseler startete das zweite Drittel: Ex-Husky Mondt zog ab, aber zum Glück konnte Gage den Schuss an den Pfosten abfälschen (21.). Auch der zweite Ex-Husky, Oswald, vermochte Gage in der 23. Minute nicht überwinden. Anschließend folgte überwiegend Leerlauf auf beiden Seiten, wobei die Ingolstädter noch die agilere von zwei schwachen Mannschaften waren, die allerdings aus den ihnen gebotenen Freiräumen im entscheidenden Moment zu wenig machten, weil die konsequenten Aktionen vor dem Tor fehlten bzw. die Huskies doch noch immer einen Stock oder Mann zwischen Angreifer und Tor brachten. Als dann Acker eine kleine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis absaß, vollendte wiederum Groleau zum 2:0 (31.). Am Ende des Drittels versuchten die Ingolstädter durch Ficenec und Schinko, die beide frei zum Schuss kamen, sowie Mann ihr Glück, aber Gage verhinderte den dritten Gegentreffer (36./38.). Die einzige Möglichkeit für die Nordhessen vergab Daffner in der 24. Minute in Überzahl.

Noch gaben sich die Huskies jedoch nicht verloren und nach nur 36 Sekunden im Schlussabschnitt verkürzte Brousseau auf 2:1. Nun entwickelte sich endlich ein spannendes Spiel, in dem auch die Kasseler angekommen waren und wesentlich agressiver zu Werke gingen. So scheiterte in der 46. Minute Daffner am linken Pfosten, Drury verfehlte freistehend knapp das Gehäuse (47.) und Abstreiters abgefälschter Trattnig-Schuss endete bei Waite (48.). Nachdem sich in der Folge kein Team weitere nenneswerte Einschussgelegenheiten erspielte, war es Peterson, der nach feinem Solo seinen Meister in Waite fand (53.). Doch auch Gage blieb nicht völlig arbeitslos, er musste gegen Sutton und Schinko parieren (55./56.). Zwar hatten die Huskies im letzten Drittel fast durchgehend Druck auf die Panther ausgeübt, aber aufgrund der fehlenden Chancenverwertung blieb ihnen ein Punktgewinn versagt.

ERC Ingolstadt - Kassel Huskies 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

Tore:

1:0 (3:36) Groleau (Ferguson, Schinko), 2:0 (30:55) Schinko (Ferguson, Groleau - 5:4), 2:1 (40:36) Brousseau (Robitaille, Drury)

Strafzeiten: Ingolstadt 20 - Kassel 22 + 10 Abstreiter

Schiedsrichter: Langer (Zweibrücken)

Zuschauer: 4.463

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