Huskies unterliegen kurz vor Schluss - 1:2 gegen Nürnberg

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Bei dem für die Zuschauer mehr als interessanten und ausgeglichenen Aufeinandertreffen zwischen den Kassel Huskies und den Nürnberg Ice Tigers überzeugten die Mannschaften eher im Vorwärtsgang, denn durch taktische Zwänge in der Defensive. Am Ende gewannen die Ice Tigers, weil sie glücklicher Weise einmal mehr trafen, obwohl dieses Spiel im Grunde genommen keinen Sieger bzw. Verlierer verdient hatte.

Beide Teams konnten in ihren Freitagspielen Siege feiern und wollten heute an diese Erfolge anknüpfen. So entwickelte sich eine muntere, schnelle und intensive Partie, in dem sowohl die Huskies als auch die Tigers ihren Gegnern durch frühes Forchecking die Räume eng machten. Dennoch setzten sich die Sturmreihen immer wieder in Szene, wobei die Nürnberger das viel beschworene "Torpedo-System" mit schnellem umschalten von Abwehr auf Angriff zu Beginn demonstrierten. Doch Kassels Goalie Gage war bei Chancen von Firsanov (2./8.) ebenso zur Stelle wie sein Gegenüber Michaud gegen Crowley, Valenti und C. Retzer (alle 5.). Im ersten Powerplay der Kasseler hatte Trattnig die Möglichkeit zur Führung, scheiterte aber am wachen Michaud (9.). Auf der anderen Seite musste Gage während einer Strafe gegen Drury rettend eingreifen, als Nürnbergs Aab ein Solo ansetzte (15.), obwohl zuvor Loth die größte Gelegenheit in Unterzahl hatte, nachdem sich Wahlberg den Puck erkämpfte (14.). In der 17. Minute war Letzterer schließlich erfolgreich: Serikow fing die Scheibe im Mitteleis ab, passte auf den freien Wahlberg und der erzielte das 1:0. Kurz vor der Pause konnte sich Gage erneut auszeichnen, weil er gegen den allein auf ihn zulaufenden Fical der Sieger blieb (20.). Die unterhaltsame und niveauvolle Begegnung setzte sich auch im zweiten Drittel fort. Erste Einschussmöglichkeiten hatten Kassels Daffner (23.) und Loth in Unterzahl (25.), ehe Leeb in Überzahl an Gage verzweifelte und Julien das Glück hatte, dass sein Schuss von der blauen Linie durch Freund und Feind zum 1:1 im Tor landete (25.). Dies warf die Huskies keinesfalls zurück, denn Crowley (30.), Wahlberg und Serikow sowie erneut Crowley (31.) erspielten sich die nächsten Chancen. Einzig, sie kamen nicht an Michaud vorbei. Das gleiche Schicksal traf allerdings auch die Ice Tigers, da weder Fical (32./34.) noch Greilinger ( 33.) Kassels Gage überwinden konnten. Die Torsteher standen weiter im Mittelpunkt und zeigten Glanzleistungen: Michaud gegen Serikow (35.), Gage gegen Jiranek und Tomik (36./37.). Den Schlusspunkt des Mittelabschnittes setzte Serikow, dessen Rückhandschuss aus der Drehung knapp das Gehäuse verfehlte. Für das letzte Drittel hatten beide Trainer ihren Mannen wohl mit auf den Weg gegeben, dass auch die Defensive zu beachten sei. Dadurch ließ die Flut der Einschussmöglichkeiten etwas nach, wobei dennoch beide Teams die Gelegenheit zum zweiten Treffer hatten. Doch weder Brousseau (43.) und Valenti (48.) noch Menauer, dessen Direktabnahme Gage mit einem Reflex klärte (44.), oder Larouche (46.) nutzten ihre Chancen. Im Anschluss ließen die Abwehrreihen kaum noch Möglichkeiten zum Torschuss zu, eine jedoch verwertete Cisar mit seinem eigenen Nachschuss zum 1:2 (58.). Am Sieg der Nürnberger änderte schließlich weder eine Auszeit der Huskies noch die Herausnahme von Gage etwas.