Huskies sichern sich drei Punkte gegen Iserlohn

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Die ersten zwanzig Minuten der Partie zwischen den Kassel Huskies und den Iserlohn Roosters ließen Schlimmes ahnen. Zum Einen wurde wenig Spannendes geboten und zum Anderen ergaben sich die klareren Chancen für die Roosters, weil die Kasseler in diesem Abschnitt einfach zu hausbacken agierten. Doch eine deutliche Steigerung in den folgenden Spielabschnitten sicherte den verdienten Sieg der Huskies.

Nach der klaren Niederlage der Huskies am Dienstag in Hamburg, wirkten sie im ersten Drittel arg verunsichert. Das Augenmerk lag ganz offensichtlich darauf, einen frühen Rückstand zu vermeiden. So sorgte erst in der 16. Minute ein wirklich gelungener Spielzug für die beste Chance durch Serikow. Zuvor konnten die Kasseler den Iserlohner Keeper Fountain lediglich durch einen Bauerntrick von Trattnig und einen Schlagschuss von Jones zum Eingreifen zwingen (7.), ansonsten liefen die Angriffe der Huskies aufgrund der gut gestaffelten Abwehr der Roosters meist ins Leere. Der Gast aus Iserlohn wiederum war stets gefährlich und Gage im Tor der Nordhessen war wieder einmal der Fels in der Brandung, der die zahlreichen Möglichkeiten von King, Brüggemann, Adams, Henderson, Straube und Higgins entschärfte. Kurz vor der Pause hatten die Huskies dann doch noch zwei Chancen, aber Valenti und Naumenko scheiterten an Fountain.

Wie verwandelt erschienen die Hausherren im Mittelabschnitt auf dem Eis. Iserlohns Black saß knapp eine Minute auf der Strafbank, da brach der Damm mit Buschs Treffer zum 1:0 (23.). Dies hatten die Roosters gerade verdaut und schon setzten die Huskies nach: die Sturmreihe mit Serikow, Valenti und Trattnig setzte sich durch und S. Retzer verwertete freistehend zum 2:0 (25.). Im direkten Anschluss daran nahm Iserlohns Trainer Mason eine Auszeit, die allerdings nicht den erwünschten Erfolg brachte, denn Trattnig fuhr völlig unbedrängt in das Roosters-Drittel, um mit einem feinen Handgelenkschuss auf 3:0 zu erhöhen (28.). Von nun an spielten die Kasseler befreit auf. Endlich mit Zug zum Tor, dem nötigen Einsatzwillen in der Defensivarbeit und einem tadellosen Gage, der die wenigen Gelegenheiten der Gäste, wie durch King glänzend parierte (34.). Da störte es auch nicht, dass davor ein vermeindlicher Treffer von Acker wegen vorhergehendem Torraumabseits nicht anerkannt wurde. Anschließend ließ der Vorwärtsdrang der Huskies zwar etwas nach, so dass Chancen für beide Teams entstanden, wodurch jedoch nichts Zählbares heraussprang. In der 40. Minute jubelten die Iserlohner schließlich doch, aber nach Videostudium gab Schiedsrichter Awizus kein Tor, weil der Puck nicht die Linie überquerte, sondern von der Unterkante der Latte heraussprang.

Und im letzten Drittel knüpften die Fuldastädter erneut an den Schwung der Anfangsphase aus dem Zweiten Abschnitt an. Die vierte Angriffsformation erkämpfte sich die Scheibe und C. Retzer war es vorbehalten, das 4:0 zu erzielen. Danach hätten Loth und Brousseau das Ergebnis sogar noch höher schrauben können, doch Fountain verhinderte dies (45./46.). Die Roosters gaben sich dennoch nicht auf, aber was sie auch versuchten, stets war ein Spieler, Stock oder Torhüter Gage zur Stelle. Letzterer zeigte dann noch einmal sein Können, als er gegen King rettete, der allein auf ihn zufuhr (55.). Schade nur, dass Gage seinen ersten Shut-out verpasste, weil er bei Bartolones 4:1 machtlos war (58.) und so seine Leistung leider nicht belohnt wurde.

Kassel Huskies - Iserlohn Roosters 4:1 ( 0:0, 3:0, 1:1)

Tore:

1:0 (22:22) Busch (Abstreiter, Loth - 5:4)

2:0 (24:24) S. Retzer (Valenti, Serikow)

3:0 (27:41) Trattnig (Serikow)

4:0 (42:41) C. Retzer (Daffner, Acker)

4:1 (57:36) Bartolone


Strafzeiten: Kassel 14 - Iserlohn 16

Schiedsrichter: Awizus (Berlin)

Zuschauer: 3.750