Huskies: Knapper Heimsieg gegen Ingolstadt

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vor 4.351 Zuschauern, darunter ca. 600 mit dem Sonderzug angereiste Ingolstädter, machten die Kassel Huskies die Begegnung gegen den ERC Ingolstadt mehr als nötig spannend. Zwei Drittel lang waren sie die spielbestimmende Mannschaft und ließen die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Doch die wiederum schwache Chancenverwertung verzögerte den sicheren Sieg, so dass trotz des ersehnten Überzahltreffers im Abschlussdrittel fast bis zur letzten Minute um den knappen Erfolg gebangt werden musste.

Gegen die zuletzt so starken Gäste, die sich lediglich den Ausrutscher in Freiburg leisteten, zeigten die Huskies im ersten Drittel eine engagierte Leistung, scheiterten aber ein ums andere Mal mit ihren Chancen am wieder einmal sehr gut aufgelegten Keeper Waite. Der nämlich hielt seinen Kasten bei den Einschussgelegenheiten von Peterson (3./4.), Crowley (5.), S. Retzer (6.) und Brousseau (9.) in den ersten zehn Minuten sauber. Bis dahin hatten die Panther Kassels Goalie Gage noch nicht ernsthaft gefordert, was sich allerdings in dem folgenden Powerplay änderte, als Gage gegen Manns platzierten Gewaltschuss mit einer Glanzparade retten musste (11.). Zu stehenden Ovationen ließen sich die Zuschauer schließlich hinreißen, als die Huskies in der noch bestehenden Unterzahl ihren Gegner quasi im eigenen Drittel einschnürten, auch wenn dies nicht zu einem Treffer führte. In der 17. Minute stand dann erneut Waite im Mittelpunkt, der sein Können bei einem von S. Retzer abgefälschtem Wahlberg-Pass zeigte. Kurz vor Ende der Pause stockte jedoch den Huskies-Fans der Atem, denn ein Schuss von Stefenellis trudelte auf das leere Tor zu, verfehlte es aber zum Glück um Millimeter (19.). So ging man trotz der Überlegenheit der Nordhessen torlos in die Kabinen.

Mit einem Blitzstart der Huskies begann der Mittelabschnitt: 54 Sekunden waren nur gespielt, als Trattnig Ingolstadts Zerberus Waite endlich zum 1:0 überwinden konnte. Und die Gastgeber setzten nach, doch nun blieb Waite wieder der Sieger gegen Brousseau und Trattnig (24.). Bei Brousseaus Pfostentreffer nur eine Zeigerumdrehung später wäre allerdings auch er machtlos gewesen. Danach durften die Huskies knapp zwei Minuten in doppelter Überzahl agieren und wieder standen die Zuschauer von ihren Sitzen auf, feuerten die Kasseler an, die Waite mit Schüssen eindeckten. Doch trotz des Drucks fiel kein weiteres Tor für die Huskies. Nachdem dann auch Valenti vergab (32.), hatten die Ingolstädter zunächst durch den freistehenden Ferguson, der an Gage scheiterte, ihre erste Chance des Drittels (34.), der durch Asts Schuss an den Pfosten die Zweite folgte (36.). Anschließend demonstrierten die Panther wie man eine 5 gegen 3 Überzahl verwertet, denn Mann traf zum 1:1 Ausgleich (38.).

Im letzten Drittel war dann irgendwie die Luft raus aus dem bis dahin insbesondere von den Huskies gut geführten Spiel, und dass obwohl beide Mannschaften nacheinander in Überzahl agierten. So plätscherte die Partie vor sich hin, bis Ingolstadts Goodall sich eine Strafe einfing und die Kasseler endlich das Powerplay zum 2:1 durch Drury nutzten (51.). Da in der Folge nichts Erwähnenswertes passierte, sicherten sich die Huskies verdient drei Punkte, was gleichzeitig aufgrund des 15 Punkte-Vorsprungs auf den Tabellendreizehnten Hannover auch das Play-Down-Gespenst wohl endgültig vertrieb.

Kassel Huskies - ERC Ingolstadt 2:1 ( 0:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 (20:54) Trattnig (MacLeod), 1:1 (37:15) Mann (Racine, Ast - 5:3), 2:1 (50:13) Drury (Abstreiter - 5:4)

Strafzeiten: Kassel 16 + 10 Crowley - Ingolstadt 20

Schiedsrichter: Reichert (Augsburg)

Zuschauer: 4.351


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