Huskies drehen Spiel in Ingolstadt

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Die von Trainer Kammerer bei den Kassel Huskies vorgenommene Reihenumstellung brachte vorerst nichts ein, weil das erste Drittel überwiegend in Überzahl oder Unterzahl gespielt werden musste und der ERC Ingolstadt dabei seine Möglichkeiten besser verwertete. Die Wende vollzog sich dann im letzten Drittel, als die Huskies endlich aggressiv aber fair und mit dem nötigen Willen agierten, während die Ingolstädter dem nichts mehr entgegen zu setzen hatten. Im entscheidenden Penaltyschießen sicherte Robitaille den hart erkämpften Zusatzpunkt für Kassel. Zuvor hatten lediglich Tallaire und Wahlberg für ihre Mannschaften getroffen.

In ihr erstes Heimspiel in der heute eröffneten Saturn Arena gingen die Ingolstädter hochmotiviert, standen aber als momentaner Tabellenletzter auch gehörig unter Druck. Und falls sie nervös gewesen sein sollten, machten es ihnen die ersten Spielminuten einfach, dies zu überwinden. Statt eine eigene Überzahl zu nutzen, marschierten bei den Huskies kurz nacheinander Busch und Brousseau auf die Strafbank und sorgten so dafür, dass die Gastgeber zu einer 5 gegen 3 Überzahl kamen. Diese Gelegenheit ließen sie sich nicht entgehen und v. Stefenelli erzielte das 1:0 (4.). Etwas besseres hätte den Ingolstädtern also nicht passieren können und sie setzten nach. Zwar musste der Torhüter der Panther, Waite, während eines Powerplay gegen S. Retzer den Ausgleich verhindern (8.), im Anschluss war aber sein Gegenüber Gage derjenige, der beschäftigt wurde. Und der zeigte einmal mehr, dass wenigstens auf ihn Verlass ist: Harney, Rautert, Mondt, Stevens und Ferguson scheiterten fast im Minutentakt an ihm. In dieser Phase verstanden es die Huskies nicht, trotz mehrmaliger Überzahl, Druck auf ihren Gegner auszuüben. Dazu benötigten sie ihr fünftes Powerplay, in dem Brousseau zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden 1:1 einschoss (16.). Gegen Ende des Drittels durften die Hausherren erneut mit zwei Spielern mehr agieren und nahmen dies wiederum dankend an. Ast überwand Gage im dritten (!) Nachschuss zum 2:1, während Groleau nur 19 Sekunden später auf 3:1 erhöhte (19.). Der zweite Spielabschnitt bot den 4.800 Zuschauern dann etwas mehr Spielfluss, da insgesamt weniger Strafen vergeben wurden. Allerdings bedeutete das nicht, dass die Partie an Qualität gewann. Ingolstadt profitierte überwiegend von den Strafzeiten gegen Kassel, um zu Chancen zu gelangen und die Huskies zeigten sich zwar bemüht, brachten aber relativ wenig Zwingendes zustande. In das letzte Drittel gingen die Nordhessen mit einer Überzahl, die jedoch ungenutzt blieb. Aber dafür schaffte Drury nur wenig später den so wichtigen Anschlusstreffer zum 3:2 in der Anfangsphase des Spielabschnittes (43.). Nun zeigten die Huskies endlich mehr Entschlossenheit und agierten zielgerichteter. Doch die Ingolstädter, die jetzt sehr verhalten spielten, konzentrierten sich auf ihre starke Defensive, lauerten auf Konter und vermieden so den Ausgleich. In der 53. Minute nahm Kassels Trainer Kammerer eine Auszeit, um seine Mannen für den Schlussspurt einzustellen. Wie bereits in Augsburg, schienen die Gäste diese Worte zu benötigen, denn nachdem Trattnig zunächst noch in aussichtreicher Position scheiterte, machte er es anschließend besser und markierte das nunmehr verdiente 3:3 (56.). Eine Strafe gegen Kassel wegen zu vieler Spieler auf dem Eis verschaffte den Ingolstädtern noch einmal den Vorteil der Überzahl, der allerdings trotz zahlreicher Schussmöglichkeiten vergeben wurde. Da auch die Auszeit von Panther-Trainer Kennedy keine Resultatsveränderung brachte (59.), mussten die beiden Teams in das ungeliebte Penaltyschießen.



ERC Ingolstadt - Kassel Huskies 3:4 n.P. ( 3:1, 0:0, 0:2, 0:1)

Tore: 1:0 (3:21 ) v. Stefenelli (Schinko, Mann - 5:3), 1:1 (15:32) Brousseau (Trattnig, Drury - 5:4), 2:1 (18:33) Ast (v. Stefenelli, Oswald - 5:3), 3:1 (18:52) Groleau (Stevens, Ficenec - 5:4), 3:2 (42:40) Drury (MacLeod, Brousseau), 3:3 (55:54) Trattnig (Robitaille), 3:4 (60:00) Robitaille GWS

Strafzeiten: Ingolstadt 20 - Kassel 22

Schiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen)

Zuschauer: 4.800 (ausverkauft)


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