Huskies: Debakel in Hamburg

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Vor ausverkauftem Haus in der Color Line Arena konnten die Kassel Huskies in Hamburg gegen die Freezers deren Siegesserie von zuletzt vier Drei-Punkte-Siegen in Folge keineswegs stoppen, vielmehr mussten sie nach einer desolaten Leistung im letzten Drittel die höchste Niederlage in dieser Saison hinnehmen.

Im letzten Spiel des Jahres 2003 wollten die Kasseler ihre sehr gute Leistung aus dem Heimsieg gegen Mannheim konservieren, um damit erstmals in Hamburg mit drei Punkten im Gepäck das Eis zu verlassen. So begannen sie verheißungsvoll und hatten auch durch Acker die erste Chance, aber Künast im Hamburger Gehäuse konnte klären (3.). Sein Gegenüber Gage wurde in der 4. Minute erstmals geprüft und hielt sein Team gegen P. Abstreiter in der Partie. Allerdings stand die Null für die Freezers nicht allzu lange, weil nach einem schnellen Konter der Hamburger über Van Impe und Schneider, Purdie das Zuspiel zum 1:0 verwertete (5.). Alles wie gehabt, die Huskies mussten erneut einen frühen Rückstand hinnehmen und das brachte sie heute wieder von ihrer Linie der ersten Minuten ab. Dennoch hatte DeWolf in Überzahl, Hynes saß für zwei Minuten draußen, die nächste Einschussmöglichkeit, welche Künast jedoch vereitelte (7.). Als dann auch Kassels Brousseau auf die Strafbank musste, hatte erst Köppchen die Gelegenheit zu erhöhen (8.) und nachdem eine weitere Strafe für Kassel angezeigt wurde, vollendete Manning zum 2:0 (9.). Die Nordhessen gaben sich aber nicht gänzlich auf und Peterson sowie Abstreiter scheiterten an Künast (11./17.), während in der 13. Minute Plachta allerdings bereits auf 3:0 erhöht hatte. Von den Spielanteilen war dieses Drittel fast ausgeglichen, in der Qualität der Aktionen und der konsequenten Verwertung der Chancen lagen jedoch die Vorteile bei den Freezers, die viel zu viel Raum von den Huskies gestattet bekamen.

Nach der Pause war die Hoffnung bei den Fans der Kasseler noch nicht erloschen, doch fehlendes Zweikampfverhalten und Schwächen im Spielaufbau waren nicht dazu angetan eine Aufholjagd zu starten. Drury schaffte zwar im Powerplay, als Walter wegen Haltens eine Strafe bekam, das 3:1 (27.), doch in der 37. Minute stellte Francz im Nachschuss, zuvor durfte P. Abstreiter nahezu ungehindert durch das Kasseler Drittel kreisen und per Rückhandschuss Gage zum Abprallen zwingen, den alten Abstand mit dem 4:1 wieder her. Die Huskies konnten sich wieder einmal bei ihrem Torhüter bedanken, der außerdem gegen P. Abstreiter, Plachta, Tomlinson und abermals Plachta rettete, dass sie nicht deutlicher zurück lagen und hatten zudem Glück, dass P. Abstreiter und Purdie in aussichtsreichen Positionen das Tor knapp verfehlten. Dem konnten die Gäste lediglich Chancen durch Serikow (25.) und Wahlberg (31.) entgegen setzen.

Im letzten Drittel brachen bei den Huskies alle Dämme nachdem gleich in der 42. Minute House in Überzahl das 5:1 erzielte. P. Abstreiter wurde für seine Leistung schließlich mit dem Treffer zum 6:1 belohnt (48.) und Purdie sicherte sich mit dem 7:1 sein zweites Erfolgserlebnis. Direkt im Anschluss an dieses Tor wurde Gage von Trainer Kammerer erlöst und von Münster ersetzt. Doch auch er musste noch einmal hinter sich greifen, denn House erhöhte in der 55. Minute noch auf den Endtsnd von 8:1.

Hamburg Freezers - Kassel Huskies 8:1 ( 3:0, 1:1, 4:0)

Tore: 1:0 (4:08) Purdie (Schneider, Van Impe), 2:0 (8:32) Manning (Van Impe, House - 5:4), 3:0 (12:33) Plachta (House, Tomlinson), 3:1 (26:39) Drury (Loth, Brousseau - 5:4), 4:1 (36:16) Francz (P. Abstreiter, Van Impe), 5:1 (41:49) House (Schneider, Hynes - 5:4), 6:1 (47:43) P. Abstreiter (Greig, Purdie), 7:1 (52:02) Purdie (Greig, Walter), 8:1 (54:49) House

Strafzeiten: Hamburg 18 - Kassel 14 + 10 Acker

Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)

Zuschauer: 12.759

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