Huskies: Bittere Heimschlappe gegen Nürnberg

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Über fast die gesamte Spielzeit hinweg waren die Kassel Huskies in der Begegnung gegen die Nürnberg Ice Tigers ihrem Gegner nicht gewachsen. Kaum gewonnene Zweikämpfe sowie Fehler im Spielaufbau machten es den Gästen leicht ihr auf Schnelligkeit ausgelegtes System auszuspielen und als verdienter Sieger das Eis zu verlassen. Da half es den Huskies auch wenig, dass sie zumindest zu Beginn des letzten Drittels endlich einmal ansatzweise an bessere Zeiten anknüpften.

Gegen den Tabellenfünften aus der Noris wollten die Kasseler an ihre gute Leistung aus der letzten Heimpartie gegen Berlin anknüpfen, was allerdings nicht gelang. Die Ice Tigers waren den berühmten Schritt schneller, gewannen fast alle Zweikämpfe und schalteten sofort von Abwehr auf Angriff um, während bei den Huskies weder der Spielaufbau noch das Zweikampfverhalten respektive die Zuordnung stimmte. Folgerichtig konnten die Gäste auch die ersten Chancen durch Greilinger (1.) und Julien (2.) verbuchen, die jedoch beide mit ihren Schüssen das Tor knapp verfehlten. In der 3. Minute saß Kassels Valenti gerade einmal 9 Sekunden seiner Strafe ab, als Jiranek aus dem Gewühl vor Gages Gehäuse heraus zum 0:1 einschoss. Für die Huskies hatten lediglich Robitaille (6.) und C. Retzer (8.) im Powerplay brauchbare Möglichkeiten, wobei Stastny bei Nürnbergs Unterzahl sogar noch am Pfosten scheiterte (8.). Die nächste Einschussgelegenheit der Ice Tigers nutzte dann aber Greilinger zum 0:2 Pausenstand (12.).

Das zweite Drittel begann wieder mit einer Großchance der Nürnberger, denn Leeb lief direkt von der Strafbank kommend allein auf Gage zu, der jedoch parierte (25.). Im Gegenzug hatte Acker einen der wenigen Torschüsse der Huskies zu verzeichnen, doch Chabot im Kasten der Ice Tigers war zur Stelle, genauso wie sein Gegenüber Gage gegen Rumrich (28.). Kassels Trainer Kammerer hatte inzwischen in der Defensive den eigentlichen Stürmer Valenti für den schwachen Crowley gebracht, aber an der Spielweise der Huskies änderte auch diese Maßnahme nichts. Mit zunehmender Spieldauer zeigten sich die Gastgeber vielmehr immer verunsicherter. Dazu gesellte sich noch Schusspech, wie bei Trattnig in der 33. Minute, der Chabot zu einer Parade zwang, oder bei Peterson (34.), so dass Gage erneut der Retter in der Not bei Aabs Alleingang in der gleichen Minute war. Doch auch er war gegen Stastnys Schuss aus halbrechter Position zum 0:3 machtlos (37.).

Für den letzten Spielabschnitt merkte man den Huskies ein Aufbäumen deutlich an. Zwar scheiterten zunächst Brousseau und Daffner an Chabot (41./43.), doch Crowley traf in Überzahl per Schlagschuss zum 1:3 (46.). Das gab den Nordhessen Selbstvertrauen zurück und nun klappten auch Spielzüge, allerdings ohne die erforderliche Genauigkeit, um zu weiteren Chancen zu gelangen. Einzig Drury prüfte Chabot ernsthaft, aber der ließ sich nicht überwinden (48.). Und mitten in die Drangphase der Huskies zeigten die Nürnberger wie man die Fehler des Gegners clever zum Torerfolg nutzt: DeWolf verlor leichtsinnig die Scheibe und Greilinger bedankte sich mit seinem zweiten Treffer mit dem 1:4 (50.). Als in der 53. Minute schließlich Trattnig auf die Strafbank musste, erhöhte Larouche nach 45 Sekunden Überzahl auf 1:5, was auch gelichzeitig den Endstand bedeutete.

Kassel Huskies - Nürnberg Ice Tigers 1:5 ( 0:2, 0:1, 1:2)

Tore: 0:1 (2:54) Jiranek (Tomik - 5:4), 0:2 (11:31) Greilinger (Rumrich), 0:3 (36:38) Stastny, 1:3 (45:09) Crowley (Drury, DeWolf - 5:4), 1:4 (49:42) Greilinger (Leeb), 1:5 (52:48) Larouche (Cisar, Lehoux - 5:4)

Strafzeiten: Kassel 20 + 10 Drury - Nürnberg 22

Schiedsrichter: Reichert (Augsburg)

Zuschauer: 3.824


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