Huskies begeistern mit Heimsieg über Ingolstadt

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach dem verkorksten letzten Heimspiel gegen Wolfsburg war am Freitagabend Wiedergutmachung angesagt. Einfach würde es aber nicht werden, denn zu Gast war der Tabellenzweite aus Ingolstadt. Doch nach einem überragenden ersten Drittel, einer hervorragenden Mannschaftsleistung, einem wieder einmal souverän haltenden Gage und einem überzeugenden Überzahlspiel, gewannen die Kassel Huskies völlig verdient mit 5:3.

Ein Traumstart der Huskies und von Corso, der am heutigen Abend nach einer Handverletzung endlich sein erstes Spiel bestreiten konnte. Es waren gerade mal 52 Sekunden gespielt und Corso war kaum auf dem Eis, da brachte er mit seinem ersten Tor die Huskies mit 1:0 in Führung (1.). Und der Traum ging weiter, erst vergaben Abstreiter mit einem Alleingang (3.), Gosselin (6.), Hommel (7.), Greig (8.), Corso (10.) sowie Schultz (11.), ehe Greig bei 5 zu 3 Überzahl frei vor Torhüter Waite auf 2:0 erhöhte (11.). Ingolstadt nahm erstmal eine Auszeit, aber sie sollte ihnen nichts nützen. Die Fans waren in super Stimmung und sie durften gleich weiter jubeln, noch immer saß Ficenec auf der Strafbank und Bousquet nutzte die Möglichkeit und erzielte das 3:0 (12.). Dann wurde es mit den Torchancen etwas ruhiger, aber das Spiel keinesfalls schlechter. Hammer (16.) und Greig (17.) prüften noch mal Waite, aber diesmal war er auf dem Posten. Ingolstadt erspielte sich im ersten Drittel nur wenige Chance, allerdings musste Gage teilweise mit Glanzparaden gegen Oswald (6.), Ferguson, Godall (beide 7.) sowie Burym (19.) sein Tor verteidigen.



Der ERC wechselte zu Beginn des zweiten Drittels den Torhüter, für Waite kam nun Karg ins Spiel. Den besseren Start erwischten nun die Gäste, in der 22. Minute markierte Ficenec den Anschlusstreffer zum 1:3 (22.). Auch jetzt wurden die Zuschauer mit nicht mehr so vielen Chancen verwöhnt, lediglich Mann im Powerplay (25.), Corso und wieder Mann im Gegenzug (30.) brachten das Tor in Gefahr. Nach dem Polaczek vor dem Tor umgerissen wurde, entschied Schiedsrichter Dimmers auf Penalty. Doch Jiranek konnte die Eins gegen Eins Situation nicht nutzen und Gage konnte seinen Schuss halten (31.). Danach vergaben Gosselin (34., 39.) und Drury (36.) ihre Möglichkeiten um die Führung weiter auszubauen. Unglücklich für die Huskies, dass Ferguson kurz vor der Drittelpause den Abstand noch auf 2:3 verkürzte (40.). Nach dem das erste Drittel klar an die Huskies ging, war das Mitteldrittel doch ausgeglichen.



Man durfte gespannt sein im letzten Drittel, schafft der ERC die Wende oder knüpfen die Kasseler an die Leistung des ersten Drittels an. Die erste Möglichkeit hatten die Huskies, doch Acker scheitert an Karg (41.). Kurze Zeit später überstanden die Nordhessen ein Unterzahlspiel sehr gut, sie ließen zwar je einen Schuss von Ficenec und Sturm zu, aber Gage war zur Stelle (43.). Und im gleich anschließenden Überzahlspiel machten sie es noch besser, denn Drury stellte mit seinem Treffer zum 4:2 wieder einen Zweitore Vorsprung her (55.). Ingolstadt wollte sich auf keinen Fall mit einer Niederlage abgeben und war immer wieder gefährlich durch Mann (48.), Burym (50.) und McDonald (52.), Gage war es mit seinen Big Saves zu verdanken, dass die Gäste nicht wieder ran kamen. Aber gegen den Schuss von NHL Spieler Sturm war er machtlos und es hieß nur noch 3:4 (57.). Wieder machten die Huskies mit einem Mann mehr einen Treffer, Gosselin traf mit seinem ersten Tor zum 5:3 (59.). Doch wer nun glaubte, der Sieg wäre perfekt, hatte nicht mit Sturm gerechnet, er markierte wieder den Anschlusstreffer zum 4:5 (60.). Das sollte es dann aber auch gewesen sein. Zuvor hätte Greig alles klar machen können, aber leider verfehlte er das von Karg verlassene Tor (60.). Am Ende durften sich die nur 3.745 Zuschauer über ein temporeiches und spannendes Spiel freuen.

Kassel Huskies - ERC Ingolstadt 5:4 (3:0, 0:2, 2:2)

Tore:

1:0 (0:52) Corso (Greig, C. Retzer), 2:0 (10:55) Greig (Corso, Drury - 5:3), 3:0 (11:37) Bousquet (Furey, Gosselin - 5:4), 3:1 (22:00) Ficenec (Polaczek, Melischko), 3:2 (39:24) Ferguson (Godall, Sutton), 4:2 (44:39) Drury (Furey, Corso - 5:4), 4:3 (56:48) Sturm (Sutton), 5:3 (58:15) Gosselin (Swanson, Furey), 5:4 (59:21) Sturm (Mann, McDonald)

Strafzeiten: Kassel 13 plus Matchstrafe Laflamme - Ingolstadt 14

Schiedsrichter: Ralph Dimmers

Zuschauer: 3.745

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