Huskies begeistern mit Heimsieg über den Tabellenführer

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Die Kassel Huskies krönten ihre sehr gute Leistung in der Begegnung gegen die Eisbären Berlin mit dem ersten Drei-Punkte-Heimsieg seit dem 31.10.2003, bei dem sie mit 4:1 gegen Iserlohn die Oberhand behielten. Endlich einmal gelang den Kasselern das, was sie in der Fremde zuletzt auszeichnete. Diszipliniert, ruhig und geduldig agierten die Schlittenhunde, zeigten den nötigen Einsatzwillen und eine gewisse Portion Cleverness in den entscheidenden Phasen, so dass sie sich am Ende von den 4.115 Zuschauern feiern lassen konnten.

Die erste Chance im Spiel gehörte den Huskies, für die Valenti an Ex-Husky Parent im Berliner Gehäuse scheiterte (1.). In der Folge besannen sich die Kasseler auf ihre disziplinierten Auswärtsauftritte nach dem Motto "safety first", schließlich mussten sie gerade zu Hause fast ausnahmslos einem frühen Rückstand hinterher rennen. Und diese Erkenntnis und Umsetzung brachte auch im ersten Drittel den Erfolg. In der 9. Minute vergab zunächst Wahlberg in aussichtsreicher Position, aber kurz darauf sorgte Lindmark für das 1:0, bei dem Parent eine unglückliche Figur machte. Danach ließen beide Teams kaum Torchancen zu, lediglich der Berliner Keller prüfte in Überzahl Huskies-Goalie Gage (12.) und in den letzten Minuten des Abschnittes musste sich Parent gegen Brousseau, Wahlberg und Drury im Powerplay beweisen (17./19.).

Nur 63 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt als Trattnig Parent zum 2:0 überwand und die Führung der Gastgeber ausbaute (22.). Die in den ersten zwanzig Minuten bereits interessante Partie bot nun noch mehr Tempo und Torgelegenheiten. Allerdings gehörten die nächsten Möglichkeiten erst einmal den Eisbären, doch Gage rettete gegen die Youngster Baxmann und Hoffmann sowie "Oldie" Corriveau (25./26./29.). Anschließend hatten die Nordhessen zwei ganz große Chancen, aber C. Retzer, der direkt von der Strafbank allein auf Parent zulief und Trattnig, der den guten Pass von C. Retzer in einer 2 auf 1 Situation verpasste, konnten das Ergebnis nicht erhöhen. Das wiederum gelang den Gästen in Gestalt von Pederson, der in der 37. Minute das 1:2 erzielte.

Im letzten Drittel boten beide Mannschaften Eishockey vom Feinsten, viel Tempo, Torszenen en masse und kurioses. Zuerst hielt Gage gegen Hoffman (44.) und zwei Zeigerumdrehungen später schafften die Berliner es zwei Mal nicht, das völlig leere Tor (!) der Kasseler zu treffen, nachdem Gage herausgelaufen war. Im Gegenzug wurde das Auslassen dieser Möglichkeiten bitter bestraft, denn Loth erhöhte nach großartiger Vorarbeit von Abstreiter auf 3:1 (47.). Danach standen auf beiden Seiten die Torhüter im Mittelpunkt: Parent blieb Sieger gegen Daffner, S. Retzer und Drury, während Gage mit teilweise unglaublichen Paraden beste Chancen von Flynn, Shannon, Beaufait, Aldridge und nochmals Beaufait vereitelte. In den Schlussminuten ließen die Huskies nichts mehr anbrennen und verließen als verdienter Sieger das Eis.

Kassel Huskies - Eisbären Berlin 3:1 ( 1:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 (8:21) Lindmark (C. Retzer), 2:0 (21:03) Trattnig (Wahlberg, C. Retzer), 2:1 (36:52) Pederson (Beaufait, Keller), 3:1 (46:18) Loth (Abstreiter, Lindmark)

Strafzeiten: Kassel 12 - Berlin 18 + 10 Aldridge

Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)

Zuschauer: 4.115

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