Huskies beenden das Jahr mit einem Sieg - 5:4 gegen Iserlohn

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Zum Jahresausklang empfingen die Kassel Huskies am Freitagabend die Iserlohn

Roosters in der heimischen Eissporthalle. Wieder mit dabei war nach seiner

Verletzungspause Ziesche und Neuzugang Brulé gab sein Debüt im Huskies-Trikot,

so dass Trainer Englbrecht mit vier Sturmreihen agieren konnte. Die Huskies

boten der Rekordkulisse in dieser Saison ein überragendes erstes Drittel an

dessen Ende sie bereits mit 4:1 führten. Dann machten es die Kasseler in den

folgenden zwei Dritteln aber noch spannend und kamen am Ende doch nur zu einem

knappen 5:4 Erfolg. Aber was zählt sind vorrangig die Punkte.

Was für ein Auftakt der Huskies am heutigen Abend, so etwas haben die 5.620

Zuschauer lange nicht mehr gesehen und erlebt. Zwar musste Gage nach 24 Sekunden

erstmal gegen den frei vor ihm aufgetauchten Intranuovo klären, aber dann

spielten erstmal nur noch die Gastgeber. Im Gegenzug erzielte Hlinka von der

rechten Seite im Fallen das 1:0, da waren gerade mal 32 Sekunden gespielt. Kaum

war der Jubel der Huskies-Anhänger beendet, da machte Klinge nach einem Querpass

von T. Abstreiter sein erstes DEL-Tor zur 2:0 Führung, da war eine gute

Minute Spielzeit vergangen (2.). Die Huskies waren wie in einem Rausch und

nutzten auch gleich ihr erstes Powerplay, Bertrand verwertete einen Rückpass von

Kraft zum 3:0 (6.). Bannisters scharfen Schuss von der blauen Linie konnte

Kotschnew abwehren (8.) und das war dann seine letzte Tat in dieser Partie.

Trainer Mason wechselte die Torhüter und so machte er nach acht Spielminuten

Platz für Conti. Als die Roosters dann die Gelegenheit mit einem Mann mehr auf

dem Eis bekamen, prüfte Intranuovo mit einem Distanzschuss Gage (10.). Bei der

ersten gefährlichen Situation vor Contis Tor musste auch dieser hinter sich

greifen, Harney aus kurzer Distanz baute den Vorsprung gar auf 4:0 aus (13.).

Als nächstes versuchte es Bannister erneut von der blauen Linie und

Ulmer erwischte den Abpraller nicht richtig (14.). Und dann musste sich Gage

auch geschlagen geben, den Schuss von Purdie konnte er noch abwehren, aber beim

Nachschuss von Greig hatte er das Nachsehen und es stand 4:1 (16.). Conti

zeichnete sich kurz vor Drittelende noch gegen Brulé (17.) und Burym (19.) aus.

Im zweiten Spielabschnitt taten sich die Kasseler deutlich schwerer als in

den zwanzig Minuten zuvor und so lagen die Torchancen zunächst auf Seiten der

Iserlohner. Antons scheiterte an Gage (25.), Intranuovo schoss am leeren Tor

vorbei und gegen Higgins klärte Gage mit der Fanghand (beide 26.). Danach

verabschiedete sich Karabin mit einer fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe

wegen einem Stockstich gegen Bannister (26.). Leider konnten die Huskies

die eigentlich lange Überzahl nicht ausnutzen, da sie immer wieder selbst auf

die Strafbank mussten. Furey gelang hierbei sogar der Anschlusstreffer zum

2:4 (31.). Beim zwischenzeitlichen Powerplay spielten die Huskies selbst zu

umständlich. Als beide Mannschaften wieder komplett waren, kamen die Kasseler

endlich wieder gefährlich vor das gegnerische Tor, aber weder Hlinka von rechts

(33.), noch Nielsen, Brulé oder Groulx konnten ein weiteren Treffer für die

Huskies erzielen (alle 34.). Statt dessen gelang das den Roosters, sie durften

über eine Minute eine doppelte Überzahl spielen und Trygg verkürzte auf 3:4

(37.). Glück hatten die Gastgeber, als Furey den Pfosten traf (38.). Ein

wichtiges Tor markierte dann die in Duisburg so erfolgreiche dritte Reihe der

Huskies, erst verpasste Valenti noch seine Gelegenheit, aber Wörle traf zum 5:3

kurz vor der Drittelsirene (40.).

Im Schlussabschnitt Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, gegen Aab rettete

Gage mit Fußabwehr (42.) und bei Wolfs Schuss behielt er ebenfalls die Übersicht

(44.). Conti stand seinem Gegenüber nichts nach und blieb Sieger gegen Wörle

(49.) sowie Ulmer (50.). Da führten die Huskies bereits mit 4:0 und neun Minuten

vor Spielende stand es plötzlich nur noch 5:4, denn Trygg nutzte erneut eine

Powerplaysituation aus und erzielte sein zweites Tor an diesem Abend (51.). Die

Kasseler wurden bei diesem Spielstand zunehmend nervöser und verlagerten ihr

Spiel in die Defensive und warteten auf Konter. Dadurch ergaben sich einige

Torchancen für die Iserlohner, doch Gage war immer zur Stelle. Für die Huskies

war es allerdings, wie auch im zweiten Drittel, schwierig, ein geordnetes Spiel

aufzubauen. Immer wieder verteilte Schiedsrichter Breiter Strafen in Richtung

der Gastgeber und nur selten waren fünf Mann auf dem Eis. Mason nahm Conti vom

Eis und noch eine Auszeit, aber das sollte den Roosters nicht mehr helfen und am

Ende gewannen die Huskies knapp. 

 

Kassel Huskies - Iserlohn Roosters 5:4 (4:1, 1:2,

0:1)

Tore:

1:0 (0:32) Hlinka (Harney, Ulmer), 2:0 (1:07)

Klinge (Abstreiter, Ziesche), 3:0 (5:26) Bertrand (Kraft, Abstreiter - 5:4), 4:0

(12:27) Harney (Kraft - 4:4), 4:1 (15:52) Greig (Purdie, Trygg - 4:3), 4:2

(30:01) Furey (Greig, Purdie - 4:5), 4:3 (36:43) Trygg (Intranuovo - 5:3), 5:3

(39:42) Wörle (Gerbig, T. Abstreiter), 5:4 (50:52) Trygg (Purdie - 4:3)



Strafzeiten: Kassel 30 - Iserlohn 25 + Spieldauer

Karabin
Schiedsrichter: Stefan Breiter
Zuschauer:

5.620