Hungrige Ice Tigers: Derby-Sieg abhaken – jetzt wartet Hannover

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wer ist in Bayern die Nummer eins? Diese Frage beantworteten die Nürnberg Ice Tigers am Donnerstag vor eigenem Publikum mit einem klaren und hoch verdienten 6:3-Derbysieg gegen Augsburg. Für die Noris-Cracks war es der 18. DEL-Heimsieg gegen die Panther (aus 23 Spielen), mit dem sie sich vorerst wieder auf Tabellenplatz vier verbesserten. „Nürnberg hatte den Willen zum Sieg – dem konnten wir nichts entgegensetzen", gestand Panther-Trainer Benoit Laporte. Einen Saisonrekord stellte Marian Cisar auf: Bereits nach 16 Sekunden erzielte er das 1:0 – schneller hat es in dieser Spielzeit kein anderer Puckjäger gemacht. Ein Traumstart, dem noch fünf weitere Treffer folgten. „Meine Mannschaft war sehr hungrig", freute sich Greg Poss über eine klare Leistungssteigerung seiner Tiger-Meute. Aber wie stets folgte der Freude über den Triumph sogleich der Hinweis des Cheftrainers: „Wir müssen das Spiel schnell wieder abhaken und uns gezielt auf den nächsten Gegner vorbereiten."

Und das sind am Sonntag (14.30 Uhr) die Hannover Scorpions. Im Playoff-Kampf liegt das Team von Coach Gunnar Leidborg als Vorletzter mit 39 Punkten zwar aussichtslos zurück, aber nach der beschlossenen und vollzogenen Rückkehr vom alten Mellendorfer Icehouse zurück in die noble Preussag-Arena sind die Scorpions seit Jahresbeginn wieder im Aufwind. Noch droht Hannover die Playdown-Auseinandersetzung mit Schlusslicht Freiburg, doch noch drei Siegen in Folge sind die Scorpions bis auf zwei Zähler an Iserlohn heran gekommen. „Ich merke, wie motiviert die Mannschaft jetzt wieder ist", hatte Leidborg nach dem 3:2 gegen Düsseldorf letzten Sonntag festgestellt. Poss sieht auf seine Eistiger eine schwere Auswärtsaufgabe zukommen. Wie gut, dass da Marian Cisar wieder an Bord ist – mit seinem sechsten Doppelpack hat sich der Nürnberger Torjäger nach seiner zweiwöchigen Verletzungspause gegen Augsburg mehr als eindrucksvoll zurückgemeldet.

„Man hat gesehen, wie wichtig Marian für das Team ist", so Poss. Nicht nur aufgrund seiner Saisontore 20 und 21, mit denen Cisar in der Torschützen-Liste mit Danny Bousquet (Freiburg) und Dave McLlwain (Köln) gleichgezogen hat. Sondern: Poss kann nach Cisars Rückkehr endlich wieder auf vier komplette Sturmreihen zurückgreifen, „und damit können wir mehr Druck ausüben und den Gegner so zu Fehlern zwingen."

Nachdem Greg Poss von den Fachjournalisten zum Trainer des DEL-All-Star-Teams 2004 gewählt wurde, haben jetzt die Eishockey-Fans via Internet über die Zusammensetzung der Mannschaft abgestimmt. Das Ergebnis: Unter den 23 Spielern sind mit Verteidiger Stéphane Julien und Torjäger Marian Cisar auch zwei Tigers-Cracks, die mit den DEL-All-Stars am 1. Februar (15 Uhr) in Ingolstadt gegen die Deutsche Nationalmannschaft antreten.