Hospelt weiht "ISS-Dome" ein

Kai Hospelt erzielte das zweite Tor im Spiel gegen Weißrussland. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Kai Hospelt erzielte das zweite Tor im Spiel gegen Weißrussland. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nun hat auch die Landeshauptstadt von NRW eine moderne Multifunktionshalle, den "ISS-Dome". Zur feierlichen Einweihung lud man die Kölner Haie zum Eishockey-Derby ein, obwohl wegen des gleichzeitig in Mannheim stattfindenden Länderspiels zwischen Deutschland und der Slowakei diverse Nationalspieler fehlten, so konnten die Haie nur vier Verteidiger und drei Sturmreihen aufstellen.

Der mangelnde sportliche Wert der Veranstaltung hinderte die Gastgeber nicht daran, den Umzug mit einer gewissen Theatralik zu begehen: Am Vormittag zog man einer Trauerprozession gleich per Pedes mit Spielern und Fans von der alten Eishalle an der Brehmstrasse zur neuen Arena nach Düsseldorf-Rath, nahm dabei ein Stück Eis mit, das unterwegs schmolz und feierlich über die neue Eisfläche gegossen wurde.

Nach einer schier endlosen Zeremonie wurde dann auch Eishockey gespielt und das historische erste Tor der neuen Düsseldorfer Arena schoss ausgerechnet der einzige gebürtige Kölner auf dem Eis. Kai Hospelt traf per Schlagschuss in der 4. Spielminute, Düsseldorfs Torhüter Jamie Storr war völlig machtlos, denn auf dem neuen Düsseldorfer Eis hatten sich bei spätsommerlichen Temperaturen Nebelschwaden gebildet. Schiedsrichter Heiko Dahle aus Berlin ließ die Partie im ersten Drittel zweimal unterbrechen und bat sämtliche Spieler aufs Eis, um den Nebel zu vertreiben. Düsseldorf glich durch Dietrich aus, Köln verlor noch einen weiteren Verteidiger, als Torsten Ankert verletzt in der Kabine bleiben musste.


Die Gastgeber nutzten den Notstand der Domstädter jedoch nicht aus, nach dem zweiten Drittel stand es weiterhin 1:1, immerhin war die Sicht auf dem Eis nun frei. Da beide Torhüter keine weiteren Treffer mehr zuliessen, ging die Partie nach 60 Minuten noch in die Verlängerung, um den "Ernstfall" zu simulieren, denn auch in der Liga wird künftig nach einem Unentschieden fünf Minuten verlängert, allerdings darf jedes Team in der "Overtime" nur noch vier Feldspieler einsetzen. Als nach 65 effektiven Spielminuten immer noch kein Siegtreffer gefallen war, musste der Gewinner im Penaltyschiessen ermittelt werden. Hier setzten sich die Düsseldorfer durch.

Am kommenden Donnerstag starten die Kölner Haie mit einem Heimspiel gegen die Hannover Scorpions in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga. Aufgrund von Sperren und Verletzungen werden ihnen dann mindestens vier Spieler fehlen, insofern hatte der Auftritt in Düsseldorf mit einer Rumpfmannschaft dann doch noch einen gewissen sportlichen Wert für die Spieler des neuen Kölner Coaches Doug Mason.



Tore: 0:1 Hospelt (4.), 1:1 Dietrich (10.), 2:1 Schneider (Penalty)
Strafminuten: Düsseldorf 20, Köln 16

Alexander Brandt
Foto: Sportfoto-Cologne

Jetzt die Hockeyweb-App laden!