Horrorbilanz der Düsseldorfer EG in Ingolstadt bleibt bestehen4:3 für den ERCI

Tye McGinn (links) verlässt den ERC Ingolstadt. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Tye McGinn (links) verlässt den ERC Ingolstadt. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Auf Seiten der Gäste war Torhüter Henrik Hane wieder im Kader, das Tor hütete natürlich der Spieler des Monats Dezember 2022, Henrik Haukeland. Die Personalsituation der Gastgeber war weiterhin angespannt, es gab fünf Ausfälle zu beklagen und zwei Spieler gaben ihren Einstand: Nicolas Schindler und Niklas Hübner, desweiteren waren wieder Frederik Storm und Stefan Matteau im Line-Up.

Im ersten Drittel fiel bis circa drei Minuten vor der Pause kein Treffer, der ERCI versuchte mit Wucht und Präzision ein Erfolgserlebnis zu generieren. Generell wirkten die Bayern etwas spielfreudiger und hatten deswegen auch mehr Spielanteile. Aber, es war auch allen Beteiligten klar, konnte Düsseldorf jederzeit zuschlagen. Die Rheinländer agierten natürlich aus einer kompakten Defensive, dieser Spielstil führte aber noch nicht zum gewünschten Erfolg. Gelegenheiten gab es, aber am Goalie der Ingolstädter, Michael Garteig, sollte erstmal kein Puck vorbei kommen. Zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung der Gastgeber (Flip-Pass Benjamin Marshall zu Marko Friedrich und ein Alleingang Stefan Matteaus) verhinderte Haukeland souverän. Einen Durchbruch eines DEG-Spielers killte Garteig. Dann führte ein Fehlpass in der eigenen Zone der DEG zum 1:0-Führungstreffer für die Donaustädter. Matteau nahm die Scheibe dankend an und vollstreckte. Somit stand der Pausenstand fest.

Düsseldorf kam konzentrierter aus der Kabine und zeigte im zweiten Drittel zunächst die gewohnten Stärken. Allerdings sollte bei Gleichzahl der Spieler auf dem Eis kein weiterer Treffer fallen, den nächsten Einschlag und somit den 1:1-Ausgleichstreffer verzeichnete dann die DEG im sonst so schwierigen Powerplay: Alexander Barta knallte die Hartgummischeibe mit viel Frust in die Maschen. Gespielt waren genau zwölf Minuten. Kurioserweise gab der Gegentreffer aber dem Gastgeber den nötigen Schwung und brachte die erneute Führung. Ein Solo im DEG-Drittel brachte Marshall, der nicht gestoppt werden konnte, in eine Schussposition vor Haukeland und der Puck segelte über der Schulter des Norwegers ins Netz. Die 2:1-Führung war tatsächlich verdient, der DEG blieb der erhoffte Gegenschlag noch verwehrt und die Sirene bat die Mannschaften in die Katakomben.

Was im Mittelabschnitt nicht gelang, schafften die gelb-rot gekleideten Landeshauptstädter dann unmittelbar nach Beginn des dritten Drittels: Nämlich den 2:2-Ausgleich durch Bernhard Ebner, vorausgegangen war Pressing in der gegnerischen Zone und Ingolstadt konnte sich nicht lösen aus der Drucksituation. Es entwickelte sich ein interessantes Spiel, dessen Ende, bezüglich des Spielstandes, nicht absehbar war. Die Torhüter hielten ihre jeweiligen Farben im Spiel, bis dann der Ingolstädter Tye McGinn zweimal in Folge seine Sternstunde hatte: Erst markierte er die erneute Führung zum 3:2 und ließ dann noch das 4:2 folgen. Zwei Tore-Vorsprung sind im Eishockey keine Sicherheit. Es sollte sich mit dem 3:4-Anschlusstreffer, erzielt durch Alexander Ehl, wieder bewahrheiten. Kippte das Spiel tatsächlich noch komplett und hatte die DEG noch Optionen? Ersteres Nein, letzteres Ja! Düsseldorf nahm eine Auszeit und Torhüter Haukeland aus dem Gehäuse, im Sechs gegen Fünf sollte also ERCI-Goalie Garteig unter Dauerfeuer genommen werden. Dieses Vorhaben wurde allerdings durch Ingolstädter Stellungsspiel und Scheibengewinne teilweise zerschnitten. Den Panthern gelang zwar kein Empty-Net Goal, ein weiterer Treffer der Landeshauptstädter blieb aber auch aus. Das Spiel war beendet.

Die Düsseldorfer EG kann am Sonntag im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht, die Bietigheim Steelers, die verlorenen Punkte wiederholen und der ERC Ingolstadt fährt zu den Straubing Tigers zum Bayern-Derby.


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