Hockeyweb Playoff-Vorschau - Daten, Zahlen und Fakten

Lesedauer: ca. 10 Minuten

Ab Mittwoch ist es wieder soweit: Die heißeste Phase des

Eishockey-Jahres beginnt mit den Playoffs in der Deutschen Eishockey

Liga (DEL). Hockeyweb beleuchtet die Teams und wagt eine Prognose:

Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine

Das Team von Meistertrainer Pierre Pagé ist erneut Titelfavorit. Die

Pinguine scheinen dabei im (ant)arktischen Duell der Maskottchen der

willkommene erste Happen für die Hauptstädter zu sein. Spieler wie die

Verteidiger Walser, Dupont, Quint oder die Angreifer Pederson, Walker,

Ustorf, Fairchild und Beaufait stehen nominell für das Beste, was die

DEL zu bieten hat. Der junge Tscheche im Tor der Eisbären, Tomas

Pöpperle, spielte nach seiner Verpflichtung herausragend – muss dies

allerdings auch unter dem Druck der Endrunde bestätigen, will er sein

Karriereziel NHL einmal erreichen.

Doch auch die Krefelder haben gute individuelle Könner in ihren Reihen:

Torhüter Müller, Hedlund und Pavlikovsky in der Abwehr oder Drury,

Vasiljevs und vor allem Torjäger Selivanov im Sturm. Jedoch fehlt es an

Qualität in der Kaderbreite, wo den hinteren Reihen der

Fowler-Schützlinge die bärenstarken Youngster Berlins entgegentreten.

Prognose: Für eine Überraschung scheinen die Berliner zu stark und tief

besetzt. Coach Pagé sorgte in der Schlussphase der Saison für

konsequente Schonung seiner Stammakteure. Mit viel Passion können die

Pinguine vielleicht zwei Spiele stehlen, mehr wäre bereits eine kleine

Sensation.

ERC Ingolstadt – Hannover Scorpions

Lange Zeit waren die Panther das dominierende Team der Vorrunde, ehe

eine veritable Formkrise zum Ende der Vorrunde Fragezeichen aufwarf.

Die Niedersachsen erlebten dagegen ein Berg- und Talfahrt. Stark zu

Beginn, dann auch wegen großer Verletzungssorgen fast schon aus dem

Endrundenrennen; zum Ende hin dagegen furios, weil wieder komplett,

u.a. auch mit einem Sieg in Ingolstadt.

Die Oberbayern verfügen über eine gesunde Mischung aus Routiniers wie

Waite, Sutton, Ficenec, Ast, Mann oder Jiranek und aufstrebenden

Akteuren wie Yannic Seidenberg oder Björn Barta. Die Scorpions

bestechen vor allem durch Extraklasse in der Offensive, für die

Warriner, Guolla, Murray, Green oder die Deutschen Hock und Morczinietz

stehen. In Hannover lautet eher die Frage, was die Defensive – vor

allem Ex-NHL’er Kidd im Tor nach einer Saison mit Höhen und Tiefen – zu

leisten im Stande ist.

Prognose: Die Hannoveraner werden ein unangenehmer Gegner für die

Süddeutschen. Wenn das Gaudet-Team diszipliniert spielt und damit das

brandgefährliche Überzahlspiel der Ingolstädter nur selten ins Spiel

bringt, ist vieles möglich. Sollten die Panther jedoch ihre Topform der

meisten Zeit der Hauptrunde erreichen, wird das Halbfinalticket an der

Donau gelöst.

DEG Metro Stars – Hamburg Freezers

Auf die Rheinländer wartet der Angstgegner. Die Mannschaft von Mike

Schmidt und Doug Bradley hat mit der Bilanz von drei zu eins ein

positives Verhältnis gegen Düsseldorf in der Hauptrunde.

Interessant auch das Duell der vermeintlichen Topverteidiger: Freezer

Darren Van Impe wird zur kommenden Saison allem Anschein nach zu den

Metro Stars wechseln, während Jeff Tory evtl. den gegensätzlichen Weg

machen wird und zu seinem Ex-Team an die Elbe zurückkehrt. Während Don

Jackson die ganze Saison mit einem relativ kleinen Kader erfolgreich

bestritt, herrschte bei den Hamburgern stete Fluktuation auf dem

Personalsektor. Viele Verletzungen, gerade auf der Torhüterposition,

führten schließlich zur Akquise des großen Hoffnungsträgers Cechmanek.

Neben der Topreihe mit Gratton, Beaucage und Fortier ist besonders das

strikte Defensivspiel der Hanseaten beachtenswert.

Prognose: „Disziplin“ wird das große Schlagwort dieser Serie werden.

Wenn sich die Hamburger auf ihre Abwehrqualitäten besinnen und dem

individuellen Können von Vikingstad, Kreutzer & Co. nicht viele

Torchancen lassen, ist eine Überraschung möglich. Falls nicht, werden

die Metro Stars ihre dominanten Offensivfähigkeiten ausspielen und das

Halbfinale realisieren.

Nürnberg Ice Tigers – Kölner Haie

Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Bei den Franken

sind die Spielmacher Methot und Swanson sowie die Verteidiger Laflamme

und Schauer mehr als nur stark angeschlagen. Zum ersten Endrundenspiel

am Mittwoch werden allenfalls Methot und vielleicht Schauer spielfähig

sein. Doch auch Köln beklagt Ausfälle. Roy, Furchner und Boos werden

nicht nur Spiel eins verpassen. Allerdings konnten die Haie im

Gegensatz zu den Ice Tigers mit Souza und Alinc zumindest Ersatz für

die Play-offs verpflichten.

Die Nürnberger haben mit Labbé und einer starken Defensive um Brennan,

Pollock, Périard und Petermann ihre Trümpfe. Auch im Angriff kommt

Einsatz und Kampfkraft von Akteuren wie Beardsmore, Davidson oder

Martinec vor herausragendem Einzelkönnen. Die Zach-Mannschaft kann dem

mit McLlwain, Ciernik und Lindsay (oder Lewandowski) im Sturm bzw.

Julien und Lüdemann an der blauen Linie eine der Topreihen der DEL

entgegensetzen.

Prognose: Die Haie sind favorisiert. Die Mannschaft von Ice

Tigers-Coach Laporte kann nur dann auf den ersten Halbfinaleinzug seit

1999 hoffen, wenn Goalie Labbé die starke Vorrundenform noch

übertreffen kann und entweder die verletzten Schlüsselspieler per

Wunderheilung allesamt zeitig zurückkehren oder aber der „Rest“ über

sich hinauswächst.


DEL Topnews


Die Adler Mannheim haben es nicht geschafft, in der Hauptrunde die

Marke von 1.200 Punkten zu erreichen. In den Play-off werden sie mit

aller Wahrscheinlichkeit von den Kölner Haien als Tabellenführer

abgelöst, denn diese stehen mit nun 1.197 Punkten an 2. Stelle und

werden mit dem nächsten Sieg als erster Verein auf  2.200 Punkte

kommen und die Führung in der Ewigen-Tabelle übernehmen.


Noch 4 Punkte fehlen den Nürnberg Ice Tigers, um als 4. Mannschaft die

1.000 Punkte-Marke zu erreichen. Nach 696 Spielen kommen sie auf 996

Punkte. 


In den Play-Downs  stehen die Kassel Huskies vor ihrem 2.000

Treffer in der DEL.  Nach 692 Partien haben sie 1.997 Treffer auf

ihrem Konto angesammelt.



Rückschau


Robert Hock, Stürmer der Hannover Scorpions, hat letzten Freitag im

Heimspiel gegen die Kölner Haie sein 500. DEL-Spiel absolviert. 

Das Spiel krönte er mit einem Sieg über die Haie.


Kurz vor Hauptrundenende haben die folgenden Spieler noch die Marke von 100. DEL-Spielen erreicht:

Francois Methot - NIT - 102 Sp.   -   Florian

Schnitzer - HHF - 101 Sp.  -  Matt Davidson - NIT - 101

Sp.  -  Christian Laflamme - NIT - 101 Sp.  - 

Steve Potvin - AEV - 100 Sp.  -  Mike Green - HAN - 100 Sp.


In seinem 615 Spiel hat Michael Bresagk von den Frankfurt Lions mit der

Vorlage zum 1:0 durch Norris in Spiel gegen die Adler Mannheim seinen

100. Assist erzielt.


Oldie Wally Schreiber steht nach 545 DEL-Spielen mit 202 Toren und 299

Vorlagen bei 501 Scorerpunkten. Vor Schreiber rangiert mit 520 Punkten

nur noch Mike Bullard.


Vorschau


Rekordspieler Andreas Renz baut im ersten Viertelfinale der Kölner Haie

gegen die Nürnberg Ice Tigers seine Bilanz auf 650 DEL-Spiele aus. Mit

11 Spielen Abstand folgt Mannschaftskollege Mirko Lüdemann.


Im 2. Spiel der Viertelfinalserie wird Shane Peacock von den Hamburg

Freezers vor heimischer Kulisse gegen Düsseldorf sein 500. Spiel in der

DEL bestreiten.


Thomas Martinec von den Ice Tigers aus Nürnberg wird am Freitag in Köln

sein 400. DEL-Spiel bestreiten und steht kurz vor seinem 100.

DEL-Treffer (99).

Schon am Mittwoch steht Adrian Grygiel mit seinen Pinguinen im Spiel

gegen Berlin zum 300. Mal auf dem Eis.  Im 3. Spiel der Serie

kommt beim Spiel DEG gegen Hamburg  der in Düsseldorf geborene und

für Hamburg spielende Henrik Hölscher zu seinem 300. Einsatz in der DEL.


Im Abstiegsduelle wird am Freitag Niklas Sundblad von den Füchse aus

Duisburg sein 250. Spiel bestreiten. In der selben Partie kommt der

Huskie Justin Harney zum 200. Spiel. Ihm folgt am Sonntag der Hamburger

Benjamin Hinterstocker mit ebenfalls 200 Spielen.

 

Wally Schreiber von den Hannover Scorpions steht nach 545 Spielen vor seinem 300. Assist. Bisher kommt er auf 299 Torvorlagen.



DEL Play-offs


Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine

28 Partien haben die beiden Mannschaften bisher in der DEL in Berlin

ausgetragen, 17 mal gingen die Berliner danach als Sieger vom Eis und

in 11 Spielen stellten die Pinguine das siegreiche Team. Vor den

letzten 5 Spielen gingen 4 an die Eisbären. Am 1.4.2003 mussten sie mit

0:1 eine Niederlage ohne eigenen Treffer einstecken. Zwischen März 1998

und dem Ende 1999 konnten die Hauptstädter 7 Siege in Folge einfahren.

Zu Beginn der DEL-Zeit haben die Eisbären 4 Niederlagen in Folge

einstecken müssen und in 2 Spielen  mit 1:7 und einem 4:13 heftige

Niederlagen erhalten. In 12 der 28 Partien konnte das unterlegene Team

nur jeweils einen Gegentreffer erzielen –  Berlin 4 und Krefeld

8.  Berlin gewann 2 Spiele nach Verlängerung und eines nach

Penalty, den Pinguinen gelangen 1 Verlängerungs- und 2

Penaltysiege.  In Krefeld wurden bislang 25 Vergleiche gespielt,

13:12 steht es hier für die Eisbären. Bei den Heimspielen blieben die

Pinguine 2 mal ohne eigenen Treffer. Auch hier mussten sie 4 der

letzten 5 Partien den Eisbären überlassen. In Krefeld gab es nur 8

Spiele, in denen der Verlierer nur einen Treffer erzielte – Krefeld 3

und Berlin 5. Vor heimischer Kulisse mussten die Pinguine 2 Niederlagen

nach Penalty und einstecken, die beiden Penalty Entscheidungen wurden

dann aber gewonnen. Die Eisbären erzielten in den 53 Begegnungen 184

Tore, Krefeld kam auf insgesamt 170 Gegentore.

Spiele 53 – 30 S – 23 N


ERC Ingolstadt – Hannover Scorpions

Nach 8 Spielen in der Saturnarena haben die Ingolstädter 6 Siege auf

ihrem Konto, 2 erfolge gingen an die Scorpions aus Hannover. Ingolstadt

feierte 2 Erfolge mit einem Shut-out und kann auf 5 Siege in Folge

zurückblicken. Es gab nur eine Entscheidung nach Penalty und dies holte

sich die Mannschaft aus der Audistadt. 4 der 8 Vergleiche wurden mit

nur einem Treffer mehr entschieden – 3:1 steht es hier für Ingolstadt.

Auswärts haben die Ingolstädter 4 weiter Erfolge eingefahren und

mussten 4 Niederlagen hinnehmen. Hannover holte sich vor heimischer

Kulisse den höchsten Sieg mit einem 8:4 Erfolg. Bei den Spielen in

Hannover gab es keine Entscheidung, die erst in der Overtime zu Stande

kam und nur ein Spiel wurde mit einem Treffer mehr beendet – 1:2 für

die Ingolstädter. Die Trefferbilanz steht nach den 16 Begegnungen bei

43 Toren für Ingolstadt und 40 Treffer für Hannover.

Spiele 16 – 10 S – 6 N


DEG Metro Stars – Hamburg Freezers

Die DEG Metro Stars waren bisher 8 mal Gastgeber der Hamburg Freezers,

5dieser Vergleiche wurden gewonnen und 3 Spiele gingen verloren. 

Die Metro Stars holten sich mit einem 4:0 einen Shut-out. 2 der 3

Niederlagen kamen mit einem Treffer Unterschied zu Stande. Die

Düsseldorfer holten sich mit 8:2 Toren den höchsten Erfolg.  In

Hamburg gab es nach 8 Spielen 5 Siege der Heimmannschaft und nur 3

Siege des Gastteams. Die letzten 3 Partien haben die Freezers in Serie

gewonnen. beide Mannschaften verzeichnen jeweils einen Shut-out. Die

einzige Entscheidung nach Penalty ging mit 3:2 Toren an die

Freezers.  Düsseldorf erzielt in den 16 Duellen 44 Treffer, die

Hamburger kamen zu 34 Gegentoren.

Spiele 16 – 8 S – 8 N


Nürnberg Ice Tigers – Kölner Haie

Die Nürnberg Ice Tigers haben 11 der 21 Heimspiel gegen die Kölner Haie

für sich entscheiden können, 10 Vergleiche gingen an die Gäste aus der

Domstadt. Am 3.1.1999 schafften die Ice Tigers den einzigen Sieg ohne

Gegentreffer,  Zwischen dem 21.2.2003 und dem 10.12.2004 wurden 5

Matchs erst nach Penalty  entschieden, hierbei siegten die Ice

Tigers 4 mal und die Haie 1 mal. Eine weitere Entscheidung in der

Saison 2000-01 ging an die Haie. 4 der 6 Penaltyschiessen endeten mit

3:2 Toren und jedes Team konnte mit diesem Ergebnis 2 Siege

einfahren  14 der 21 Duelle endeten mit einem Treffer Unterschied

und hier liegen die Nürnberger mit 8:6 Siegen in vorn. Auch in Köln

haben die beiden Teams 21 Duelle ausgetragen, hier waren die Haie 16

mal erfolgreich und Nürnberg konnte nur 5 Siege mit auf die Heimreise

nehmen. Beide Mannschaften verzeichnen einen Shut-out. Auch hier gab es

6 Spiele, die erst nach Penalty entscheiden wurden, beiden Mannschaften

können hier auf 3 Erfolge schauen.  Die Ergebnisse mit nur einem

Tor Vorsprung teilen sich in Köln wie folgt auf, 7 Haie-Erfolge und 3

Siege der Ice Tigers. Die Haie haben weiterhin mit 13:2 den höchsten

Erfolg eingefahren und 6 Sieg in Folge feiern können. Nürnberg erzielte

in den 42 Spielen 105 Tore, die Kölner kamen zu 143 Gegentoren.

Spiele 42 – 16 S -  26 N



DEL Play-Down


Kassel Huskies – Füchse Duisburg

Die Kassel Huskies haben ihre beiden Heimbegegnungen gegen die Füchse

aus Duisburg jeweils knapp gewinnen können. Im ersten Vergleich

benötigten sie auch noch ein Penaltyschiessen, um den 2:1 Sieg sicher

zu stellen. In Duisburg gab es dann eine Niederlage nach

Penaltyschiessen und einen Sieg mit 2 Toren Vorsprung. Insgesamt wurden

in den 4 Spielen 12:9 Treffer erzielt.

Spiele 4 – 3 S – 1 N



DEL PlayOffs

Freitag 26.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
- : -
EHC Red Bull München München
Sonntag 28.04.2019
EHC Red Bull München München
- : -
Adler Mannheim Mannheim