Hille: "Lebeau ist für 15-20 Tore gut"

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Pat Lebeau verlässt die Frankfurt Lions. Mit dieser Nachricht überraschten die Hessen am Dienstagnachmittag. Offiziell, so heißt es, möchte sich Lebeau noch einmal in der NHL versuchen. Doch wie realistisch ist es, dass ein 37-jähriger, der seit der Saison 2002/20003 bei den Lions spielt, einen Platz in der weltbesten Liga der Welt erhält? Oder waren es doch persönliche Gründe, die den sensiblen Lebeau darauf brachten, den Lions den Rücken zu kehren. Hockeyweb Redakteur Frank Meinhardt sprach mit Klaus Hille, dem Agent von Lebeau.

Hallo Herr Hille, Ihr Spieler Pat Lebeau verlässt die Lions. Wie kam es dazu?

Pat hat im Sommer bei einem gut besetzten Turnier gespielt, bei dem auch viele NHL Stars mitspielten. Dieses Turnier wurde auch von vielen Trainern und Scouts beobachtet. Pat hat bei diesem Turnier für Furore gesorgt und wurde zum besten Spieler gewählt. So kam der Kontakt in die NHL zu Stande.

Für wie realistisch halten Sie es, dass Lebeau wirklich einen Vertrag bekommt?

Ich halte es für sehr realistisch. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist Patrick nach der verschärften Regeländerung mit seiner Technik und seiner Torgefahr für 15-20 Tore gut. Diese Treffer muss erst einmal jemand schießen. Dafür muss er in der ersten oder zweiten Reihe spielen. Zum anderen haben die Vereine den Salary Cap und müssen sehr auf ihre Gehälter achten. Da wird Pat sicher ein Kandidat sein, der in punkto Preis-Leistung sehr gefragt sein wird.

Gibt es konkret schon ein Verein, der Interesse hat?

Ja, da gibt es 2-3 Vereine. Da laufen gerade die Gespräche. Es ist halt klar, dass es ein zwei Wege Vertrag sein wird.

Pat hatte in Frankfurt noch einen sehr gut dotierten Vertrag für ein Jahr. Ist es nicht auch finanziell ein Risiko?

Pat geht es nicht ums Geld. Wer Pat kennt, der weiß, dass er unbedingt spielen möchte. Für ihn ist Eishockey mehr als ein Beruf. Es ist sein Leben. Nun sieht er die wirklich gute Möglichkeit noch einmal mit 37 Jahren in die NHL zu wechseln. Wenn dies klappen sollte, wäre das nicht nur für Lebeau eine super Sache, auch die DEL würde positiv in die Schlagzeilen kommen.

Letzte Saison lief nicht optimal für Pat. Verletzungen und die Kritik von Trainer Chernomaz sind hängen geblieben. Erleichterte auch dies die Entscheidung, es in der NHL zu versuchen?

Nein auf keinen Fall. Ich weiß wie Pat im Sommer trainiert und gearbeitet hat. Er wollte topfit nach Frankfurt kommen und war hochmotiviert eine super Saison für die Lions spielen. Dass es jetzt anders kam hat nichts aber auch wirklich gar nichts mit den Lions zu tun. Ganz im Gegenteil. Lebeau hat den Lions viel zu verdanken und die Lions haben von Lebeau vier Jahre profitiert. Das sieht man auch an der Vertragsauflösung. Die Lions haben sich super verhalten und uns keine Steine in den Weg gelegt.

Der Vertrag wurde komplett aufgelöst. Was passiert, wenn Lebeau es doch nicht schaffen sollte?

Die Frankfurt Lions wären bei einem Wechsel nach Deutschland der erste und einzige Ansprechpartner. Ich halte es aber für unrealistisch, dass die Lions den Platz für diesen Fall freihalten. Sollte es wirklich dazu kommen, dass Pat nach Europa möchte, wäre eher Skandinavien ein mögliches Ziel.

Pat leidet bekanntermaßen unter Flugangst. In Deutschland musste er kaum fliegen. Das wird sich jetzt ändern. Wie bekommt er das geregelt?

Ja, das bedrückt ihn sehr, das stimmt. Aber hierfür gibt es Mittel, die nicht auf der Dopingliste stehen.

Herzlichen Dank Herr Hille, wir wünschen Pat viel Erfolg.

(Frank Meinhardt - Foto by City-Press)


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