Henry Martens: „Wir werden immer 110 Prozent geben“Düsseldorfer EG

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Der Angreifer spielt gerne auf der Gitarre, meist rockigere Stücke. „Das ist gut für die Verbesserung der Feinmotorik“, sagte Martens, für den die beiden Vorbereitungsspiele gegen Iserlohn (5:2 und 0:1) wie ein Evergreen waren. Von 2007 bis 2009 hat für die Sauerländer gespielt. „Es immer wieder interessant, gegen einen Ex-Klub aufzulaufen, zumal ich noch gute Kontakte zu den Roosters habe“, sagte Henry Martens.

Der Stürmer war damals auf einem guten Weg, sich in der Deutschen Eishockey-Liga zu etablieren. Eigentlich sollte Martens beim IEC nur in der vierten Angriffsformation zum Einsatz kommen, schaffte durch gute Leistungen jedoch schnell den Sprung in die dritte Reihe. Dann aber bremste den Engelskirchener ausgerechnet am zweiten Weihnachtstag 2008 und ausgerechnet gegen die Kölner Haie eine Schultereckgelenksprengung aus. „Keine Ahnung, was da mit dem Christkind schief gelaufen ist, das ja in meiner Geburtsstadt zu Hause ist“, sagte Martens, der aus der Jugend des KEC stammt.

Nach einem halben Jahr Pause gaben die Nürnberg Ice Tigers dem Linksaußen eine Chance. „Für dieses Vertrauen bin ich dem Klub sehr dankbar. Allerdings fehlte es mir an der nötigen Eiszeit, so dass ich mich 2010 entschied, in die zweite Liga zu gehen“, sagte der 25-Jährige. Dort sammelte er dann Erfahrungen für wichtige Situationen auf dem Eis. „Meine Entscheidung war richtig. In Dresden bin ich in Uber- und Unterzahl zum Einsatz gekommen, was mich einen Schritt nach vorn gebracht hat.“

Eine Entwicklung, die auch der DEG nicht verborgen blieb. Als Martens Berater vom Interesse aus Düsseldorf berichten wollte, brauchte er allerdings gar nicht viel erzählen. „Meine Frau stammt aus Erkrath. Jetzt sind wir wieder ganz nah bei der Familie“, sagte Martens. Dass er trotz seines nicht mehr ganz jungen Alters in den bisherigen Tests lediglich in der vierten Reihe zum Zuge kam, sieht der Hobby-Gitarrist nicht als Rückschritt an. „Unser Spiel ist laufintensiv und körperbetont, so dass bei uns auch die vierte Reihe zu viel Eiszeit kommt und das ist für mich wichtig.“

So wichtig wie der sportliche Anreiz, eine Überraschung zu schaffen. „Wir wollen in die Play-offs und damit zeigen, dass dies auch mit wenig Geld geht“, sagt Henry Martens und verspricht: „Dafür werden wir ehrliches Eishockey mit 110% Einsatz zeigen.“

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