Heimsieg als WeihnachtsgeschenkNürnberg – Hamburg 2:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit dabei: Steven Reinprecht, der nach seiner langen Verletzungspause wieder auflief und auch gleich punktete. Der Stürmer legte zum 1:0 durch Sven Butenschön vor. Doch eigentlich war es Hamburgs Christoph Schubert, der den Führungstreffer für die Heimmannschaft erzielte. Der Puck prallte nach einem Rebound von Torhüter Niklas Treutle unglücklich am Freezers-Verteidiger ab und landete im Gästetor (6.).

Start auf Augenhöhe

Es war ein ausgeglichenes erstes Drittel, in dem weder die Nordlichter noch die Franken ihre Powerplays nutzen konnten. Beide Teams wurden hier, wie auch im späteren Spielverlauf, immer wieder vom Gegner gestört. Und so mussten die Hamburger auf den Ausgleich noch etwas warten, nachdem Jerome Flaake die Hartgummischeibe kurz vor der Pause in Überzahl zwar im Tor von Tyler Weiman platzierte, der Unparteiische jedoch zuvor bereits abgepfiffen hatte.

Allerdings legten die Gäste im Mittelabschnitt noch einen Gang zu und machten weiter Druck auf das Nürnberger Tor, so dass das 1:1 schließlich doch noch fiel. Torschütze: Christoph Schubert, der diesmal den richtigen Kasten traf (24.). Die Partie wurde nun hitziger, beide Seiten attackierten den jeweils gegnerischen Keeper im Wechsel, bis der Puck ein weiteres Mal hinter der heimischen Torlinie landete – doch erneut wurde zuvor abgepfiffen, was David Wolf so verärgerte, dass er eine zehnminütige Strafe wegen unsportlichen Verhaltens aufgebrummt bekam (37.). Am Ende des zweiten Drittels waren es dann nicht die Hanseaten, sondern die Ice Tigers, die wiederholt in Führung gingen. Yasin Ehliz netzte im Nachschuss ein (39.) und erzielte damit zugleich den Siegtreffer.

Endspurt vergebens

Obwohl das Team von Benoit Laporte in den letzten 20 Minuten die Oberhand hatte und alles versuchte, Tyler Weiman zu überwinden, blieb es beim 2:1 für Nürnberg – ein weiterer Treffer der Hamburger wurde nach einem Videobeweis nicht gegeben. „Wir hatten genügend Torchancen für einen Auswärtssieg, haben derzeit aber ein paar Probleme mit dem Toreschießen“, bedauerte der Freezers-Coach. Nürnberg dagegen sei gut organisiert gewesen und hätte intelligent gespielt. Dabei hatten die Gäste noch Glück gehabt, da eine doppelte Überzahl der Franken wenige Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit torlos endete.

"Weiter kleine Fehler“

Bengt-Ake Gustafsson zeigte sich zufrieden mit dem Sieg, fand aber dennoch kritische Worte: „Wir machen immer noch kleine individuelle Fehler, die unter anderem zu großen Torchancen der Gegner führen. Doch daran zu arbeiten, braucht eben seine Zeit“, erklärte der Cheftrainer. Und so weit entfernt vom Ziel des Schweden sei die Mannschaft ja auch gar nicht.

Ebenfalls nicht weit entfernt ist das nächste Training und Spiel der Ice Tigers. Bereits am Dienstagnachmittag geht es für die Franken wieder aufs Eis und anschließend nach Iserlohn. Die Hamburg Freezers müssen am zweiten Weihnachtstag zum Nordderby in Hannover ran. Na dann: Frohe Weihnachten – oder schöne Bescherung?

Jetzt die Hockeyweb-App laden!