Heimserie hat Bestand

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Eines galt für beide Kontrahenten des Abends gleichermaßen - sie hatten etwas gutzumachen. Während die Panther am vergangenen Sonntag beim Tabellenschlusslicht in Krefeld nach schwacher Leistung mit 2:5 leer ausgingen, kamen die Adler daheim gegen Iserlohn mit 0:4 unter die Räder. Der Augsburger Coach Larry Mitchell hatte von seinem Team eine Reaktion gefordert, die dann auch deutlich sichtbar war. Dennoch war das Penaltyschießen nötig, um am Ende einen knappen 3:2-Sieg, den vierten in Folge, feiern zu können.

Die Hausherren traten ohne die verletzten Thomas Jörg und Richard Rochefort an und begannen so druckvoll wie lange nicht mehr. Freddy Brathwaite im Mannheimer Tor hatte in den ersten Minuten bereits einiges zu tun, verhinderte aber den frühen Rückstand seines Teams. Als die Panther dann allerdings mit doppelter Überzahl auf dem Eis waren, sorgte Christian Chartier für die Führung. Wie blank die Nerven der Gäste lagen, merkte man an ihren teilweise unfairen Aktionen. So hatte Marcus Kink beispielsweise nach seiner fiesen Attacke gegen Jeff Likens Glück, dass er sie im Rücken des Schiedsrichters ausführte und deshalb nicht bereits frühzeitig zum Duschen musste. Die Panther dominierten die Partie in dieser Phase eindeutig, verpassten es allerdings, ihren Vorsprung auszubauen, wobei auch Brathwaite daran einen gehörigen Anteil hatte.

Nach der Pause ging das zunächst nahtlos so weiter und diesmal half den Gastgebern ein wenig das Glück, denn den Schuss von Rhett Gordon fälschte wohl ein Mannheimer ins eigene Tor ab. Kurz darauf nutzten die Adler dann allerdings eine Unaufmerksamkeit in der Augsburger Hintermannschaft und Christopher Schmidt konnte verkürzen. Für den Unparteiischen war die Partie zwischenzeitlich wohl etwas zu schnell, denn er verlor mehr und mehr den Überblick, was in erster Linie den Mannheimern zugute kam. Insgesamt war das Spiel im Verlauf des Mitteldrittels aber ausgeglichener, was die Chancen betraf. Bitter für die Hausherren war allerdings, dass Angreifer Chris Collins nach einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler Pascal Trepanier nicht mehr weiter spielen konnte. Später war lediglich zu erfahren, dass wohl eine Verletzung des Innenbandes vorliegt, Genaueres werden erst weitere Untersuchungen ergeben.

Zu Beginn des Schlussabschnittes dünnte Schiri Reichert beide Mannschaften wegen relativer Nichtigkeiten aus, während er grobe Vergehen weiterhin ungeahndet ließ. Längst hatte sich auf dem Eis ein offener Schlagabtausch entwickelt und so war es nicht unverdient, dass die immer stärker werdenden Adler durch Andy Hedlund schließlich den Ausgleich erzielten. Die Panther gerieten zunehmend unter Druck und scheiterten bei ihren seltener gewordenen Möglichkeiten regelmäßig an Brathwaite. Letztlich retteten sie sich aber in die Verlängerung. Beide Mannschaften erspielten sich dort erstklassige Chancen, doch die Torhüter blieben jeweils Sieger. Im Penaltyschießen brauchte es schließlich insgesamt 14 Versuche, dann erst sicherte Tyler Beechey den Zusatzpunkt für Augsburg.



Doug Mason: „Durch eine ärgerliche Drei-gegen-Fünf-Unterzahl sind wir in Rückstand geraten und Freddy Brathwaite hat uns in der Folge im Spiel gehalten. Später kamen wir dann besser ins Spiel und dann war auf der anderen Seite Dennis Endras der entscheidende Faktor. Insgesamt geht das Ergebnis so in Ordnung.“



Larry Mitchell: „Nachdem wir vorher eine sehr unangenehme Video-Analyse des Spiels in Krefeld mit der Mannschaft vorgenommen hatten, habe ich die geforderte Reaktion bekommen. Wir hätten im ersten Drittel höher führen können, im weiteren Verlauf wurde dann Mannheim immer stärker. Ich bin glücklich über die zwei Punkte.“ (mor)



Tore: (1:0 / 1:1 / 0:1 / 0:0 / 1:0)


1:0 (10:35) Chartier ( James ; Collins ) 5:3

2:0 (22:05) Gordon ( Olver ; Kemp )

2:1 (24:47) Schmidt ( King ; Kink )

2:2 (49:34) Hedlund ( Forbes )

3:2 (65:00) Beechey GWS



Zuschauer: 2683

Strafzeiten: Augsburger Panther 10, Adler Mannheim 18

Schiedsrichter: Martin Reichert, Lindau

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