Heimserie der Adler hält dochMannheim - Düsseldorf 3:2

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Druck auf den Gegner heißt nicht, dass man Tore erzielt, mit dieser „Phrasenschwein“ verdächtigen Aussage lässt sich Drittel eins der Partie der Adler Mannheim gegen die Düsseldorfer EG gestern Abend zusammenfassen. Die DEG brauchte drei Schüsse für zwei Tore, Tor eins erzielte Michael Davies (4.) direkt nach einem von Travis Turnbull gewonnen Bully, Tor zwei lässt sich eher mit dem Wort Glück, je nach Sichtweise, umschreiben, ein verunglückter Schlagschuss von Robert Collins (19.) trudelte als Bogenlampe über Youri Ziffzers Fanghand, beides Tore, denen keine gravierenden Fehler von Verteidiger oder Torhüter auf Adlerseite zu Grunde liegen. Zwei weitere Schüsse aufs Tor produzierten die Spieler der DEG in diesem Startdrittel, ansonsten beschränkte sich der Spielanteil der Düsseldorfer auf einige wenige Entlastungsaktionen, etwas Stören im Mitteldrittel und ein dichtes Bollwerk um ihre nachträgliche, sich bis jetzt als Glücksgriff erweisende Torwartverpflichtung Tyler Beskorowany.

Die Adler kombinierten sich gefällig ins gegnerische Drittel, ließen dort aber gewisse Kleinigkeiten vermissen. Durch die eng ums eigene Tor gestaffelte Verteidigung gingen einige raumgreifende Pässe verlustig, schnelle Positionswechsel blieben dem DEG-Torhüter dadurch erspart, die 19 Schüsse der Adler waren für ihn daher kein unlösbares Problem.

Zugegeben, einem 1,96 Meter großen Torhüter die Sicht zu versperren, ist schwierig, aber wenn zu selten einer der Adler-Angreifer das versucht, sich im Slot zu positionieren, erhöht das nicht die Chance, eventuell doch eine gewisse Sichtbehinderung zu erreichen. Drittes Manko gestern Abend war die Jagd nach dem Rebound. Wird sonst automatisch davon ausgegangen, dass ein Abpraller zurück ins Feld trudelt, wurde gestern Abend zu oft erst auf den tatsächlichen Abpraller reagiert.

Das alles änderte sich im zweiten Drittel kaum, einiges „Umschichten“ der Reihen durch Adler-Trainer Geoff Ward zeigte nicht wirklich Wirkung. Eine dazu kommende Nervosität brachte der DEG zwar mehr Spielanteile, mit denen sie aber nicht wirklich etwas anfangen konnten. In der 39. Minute erlöste die DEG dann die Adler. Während eines Powerplays für die Mannheimer ließen sie Christoph Ullmann unbeaufsichtigt im Slot stehen und sich gemütlich die Ecke aussuchen, in die er den Anschlusstreffer zum 1:2 setzte.

In der 43. Minute unterlief dann dem DEG-Goalie wohl sein einziger Fehler des Abends, allerdings war diesmal Jon Rheault schon mal in die richtige Richtung unterwegs und konnte den Abpraller zum Ausgleich versenken.

Die in manchen Situationen zu beobachtende Lethargie, die das Spiel der Adler gestern begleitete, verschwand allerdings erst etwas später. Auslöser war eine doppelte Unterzahl in der 45. Minute. Die von beiden Unparteiischen gestern unregelmäßig auftretende enge Sicht der Dinge bescherte den Adlern eine doppelte Unterzahl, die sie unbeschadet überstanden. Sie produzierte aber offensichtlich zusätzliches Adrenalin. Nach dieser Situation war in allen Bereichen ein mehr an Aggressivität zu sehen, der Führungstreffer von Jamie Tardif in der 48. Minute folgte auf dem Fuße. Die DEG erhielt dann vier Minuten später, erneut in doppelter Überzahl, die Chance in Mannheim zu punkten, dies gelang ihnen jedoch nicht.

Danach ließen die Adler nichts mehr zu, hatten die DEG bis Spielende im Griff und vermieden den ersten Kratzer in ihrer makellosen Heimbilanz.


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