Heimdreier zum 1. AdventAugsburg – Berlin 3:2

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Aller Anfang ist schwer – das zeigten die Augsburger Panther und Eisbären Berlin am 1. Adventssonntag bei frostigen Temperaturen im Curt-Frenzel-Stadion. Beide Teams starteten mit Schwierigkeiten und Fehlern in die Partie.

Berlin drückt, Augsburg trifft

Die erste Möglichkeit hatte der Meister, als Danny Brière auf T. J. Mulock abzog, dieser aber an Ehelechner nicht vorbeikam. Auf der anderen Seite konnten die Schwaben ihr erstes Überzahlspiel nicht nutzen. Brian Roloff scheiterte mit seinem Solo an Sebastian Elwing, ebenso wie Daryl Boyle nach einem Schuss von der Blauen Linie. Sowohl die Gäste als auch das Heimteam kamen zunächst bei den Minusgraden nicht wirklich in die Gänge. Doch schließlich tauten die Eisbären auf und übten Druck auf Patrick Ehelechner aus. Allerdings war es nicht der AEV-Keeper, der als erstes hinter sich greifen musste, sondern „Eisbär“ Elwing. Rob Brown schnappte sich an der Bande den Puck, fuhr ins gegnerische Drittel und legte auf Derek Whitmore ab. Dieser gab Brown die Scheibe zurück, der den Führungstreffer erzielte (11.). So langsam ähnelte die Partie einem richtigen Eishockeyspiel, das Match gewann mehr und mehr an Spannung. Berlin griff weiter an, doch statt der Hartgummischeibe traf Danny Brière Augsburgs Peter MacArthur im Gesicht, der daraufhin übers Eis in die Kabine torkelte. Die Pantherfans waren wütend über die Aktion des NHL-Stars, der von nun an bei jedem Puckkontakt ausgepfiffen wurde. MacArthur war nach der Pause wieder mit dabei.

Starke Eisbären drehen Partie

Im Mittelabschnitt gewann das Spiel weiter an Rasanz, dominiert wurde die Partie nun sichtlich von den Gästen, die sich in der Pause wohl Einiges von Coach Don Jackson anhören mussten. Und so waren es auch die Eisbären, die in der 26. Minute nach einem Konter schließlich trafen und ausglichen. André Rankel spielte ausgerechnet „Buhmann“ Brière an, der ohne Probleme einnetzte und die AEV-Anhänger noch mehr gegen sich aufbrachte. Die Gastgeber zeigten sich aber keineswegs geschockt und reagierten mit wütenden Angriffen, doch Sergio Somma donnerte die Scheibe nur an die Latte (28.). Dieses erkämpfte Momentum mussten die Fuggerstädter nach einer Strafe gegen Peter Flache (30.) erst einmal wieder dem Konkurrenten überlassen. Danach hätte Flache, von der Strafbank kommend, die erneute Führung für seine Farben erzielen können, scheiterte allerdings an Sebastian Elwing (32). Da der AEV mit seinen Chancen teils fahrlässig umging, hatten die Berliner die aussichtsreicheren Einschussmöglichkeit­en. Eine davon nutzte erneut Brière in Überzahl mit einem schönen Pass auf Julian Talbot. Dieser hatte keine Mühe, das Spiel zu drehen (37.).

Augsburg gibt Gas und siegt

„Nicht mit uns“, dachten sich die Panther, die im letzten Drittel so richtig aufdrehten und das Spiel in die Hand nahmen. 128 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als Ryan Thang von der Blauen Linie abzog und zum 2:2 einnetzte (43.). Doch dem nicht genug: Drei Minuten später tänzelte sich Sergio Somma durch die Berliner Abwehr, vorbei an Elwing, zur erneuten Führung (46.), bevor es für Peter Flache wiederholt hieß: Ab in die Kühlbox! Der Deutschkanadier hatte sich an Berlins Darin Olver ausgelassen und erhielt dafür eine kleine Strafe (47.). Der Augsburger Kasten blieb aber sauber. Und da auch die Panther ihre letzten drei Überzahlspiele nicht nutzen konnten, blieb es am Ende beim 3:2 und einem Sechs-Punkte-Wochenende für die Schwaben.

Allerdings hatte rund zehn Minuten vor Schluss noch einmal der Verletzungsteufel zugeschlagen. Augsburgs Neuzugang Derek Whitmore bekam nach einem Berliner Befreiungsschlag den Puck ins Gesicht, woraufhin er ins Krankenhaus gebracht wurde. Um einen Kieferbruch, wie ihn sich die Kollegen J. D. Forrest und Stephen Werner eingehandelt hatten, kam der Flügelstürmer wohl herum. Auf ein paar Zähne muss Whitmore, der am Sonntag sein Heimdebüt gab, jedoch verzichten.

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