Hattrick von Lions Kapitän Jason Young - Abschied von Robidas?

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Dank eines überzeugenden Heimsiegs über die Krefeld Pinguine bleiben die

Frankfurt Lions Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am Ende eines

munteren Spieles setzten sich die Lions mit 6:2 (3:2, 2:0, 1:0) durch, und kamen damit mehr als gut aus der elftägigen Länderspielpause. So glücklich die Lions Verantwortlichen über den Erfolg ihrer Mannschaft nach den 60 Minuten waren, trübte die Nachricht, dass die NHL sehr wahrscheinlich nun doch eine Saison beginnen wird, diese Freude. Denn damit absolvierte Stephane Robidas

heute vermutlich sein letztes Pflichtspiel für die Lions, und der noch am Dienstag lizenzierte Doug Weight wird sich erst gar nicht ins Flugzeug Richtung Frankfurt setzen.

Die Lions begannen gewohnt druckvoll und Krefeld hatte Mühe sich aus dieser

Umklammerung zu lösen. DEL-Topscorer Pat Lebeau, der im Laufe des Spieles

seinen sage und schreibe 80. Scorerpunkt verbuchte, erzielte nach knapp fünf Minuten den ersten Lions Treffer. Kurz später konnte Krefeld aber ausgleichen. Der Torschütze, Rob Guillet, profitierte dabei von einem leichtsinnigen Scheibenverlust des Lions Verteidiger Magnusson. Die Antwort der Hessen ließ aber nicht lange auf sich warten. Keine Minute nach dem Ausgleich brachte Robidas

die Lions in Überzahl wieder in Führung, dem Kapitän Jason Young das 3:1 folgen ließ. Krefelds Guillet brachte Krefeld mit dem 3:2 kurz vor Drittelende zwar noch mal ran, aber ab dem 2. Drittel spielten nur noch die Lions. Folge dieser nun drückenden Überlegenheit waren zwei weitere Treffer von Jason Young, der damit einen Hattrick feiern konnte. Torchancen von Krefeld fanden im Mitteldrittel nicht statt. Vor allem die erste Sturmreihe der Lions um Lebeau, Young und Norris spielte die Krefelder Hintermannschaft ein ums andere Mal regelrecht schwindlig. Das Spiel und die Punkteverteilung war nach einem einseitigen Mitteldrittel klar verteilt, und so agierten beide Teams in den letzten 20 Minuten Kraft sparend.

Krefeld ergab sich in der Niederlage und die Lions boten den 6.400 Zuschauer noch einige schöne Angriffe und Kombinationen. Von der Strafbank kommend wurde Michael Hackert bedient, und der Nationalstürmer überwand Robert Müller im Tor der Krefelder zum 6:2 Endstand. Das Zuspiel zu diesem Treffer gab Pat Lebeau, der damit an allen sechs Treffern der Lions entweder als Torschütze

oder Passgeber auftauchte. Auch bei den Fans hatte sich bis Spielende längst herumgesprochen, dass sie Stephane Robidas gegen Krefeld vermutlich das letzte Mal im Lions Trikot gesehen haben. Und so verabschiedeten die Zuschauer den sympathischen Robidas mit vielen Sprechchören.

Krefelds Trainer Bob Leslie gratulierte fair Rich Chernomaz zum Sieg seiner Mannschaft: „Frankfurt war super, wir waren nur mittelmäßig“, resümierte Leslie nach dem Spiel. Rich Chernomaz freute sich, dass sein Team ein „schönes Spiel“ gezeigt hatte und kündigte an, dass er später noch in die Kirche fahren wird, um zu beten, dass die NHL doch nicht spielen wird. „Robidas hat eine tolle Saison für uns gespielt. Er ist der Kopf der Verteidigung. Die Mannschaft wird ihn sehr vermissen, wenn er uns verlässt“, sagte der Lions Coach nach dem Spiel. (Frank Meinhardt)

Zum „Mainova Spieler des Tages“ wählten die Fans Jason Young.

Tore:

1:0 (04:56) Lebeau (Norris, Bouchard)

1:1 (09:16) Guillet (Brulé, King)

2:1 (10:12) Robidas (Lebeau, Young) 5-4 PP

3:1 (13:05) Young (Lebeau, Norris)

3:2 (17:45) Guillet (Brulé, King)

4:2 (26:31) Young (Robidas, Lebeau) 5-4 PP

5:2 (30:13) Young (Lebeau)

6:2 (43:40) Hackert (Lebeau, Gordon)

Strafminuten: Lions 14 Minuten - Krefeld 16 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Shayne Wright

Schiedsrichter: Harald Deubert

Zuschauer: 6.400