Harte Arbeit, zufriedener Coach und viele MöglichkeitenAuch in Straubing brach die Eiszeit an

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Die fast zweistündige Einheit mit zwischenzeitlicher Eisaufbereitung war sehr abwechslungsreich und hatte Elemente von Eishockeygrundlagen über Ausdauerübungen bis hin zu Spielübungen, in denen das neue System geübt wurde. Dabei war die Stimmung auf dem Eis hochkonzentriert. Coach Rob Wilson brach zwischendurch immer mal wieder ab, um einzelne Spiele zu berichtigen. Auch Topstürmer Blaine Down wurde hiervon nicht verschont, als er in der sehr klein gewordenen Mittelzone offensichtlich nicht dort war, wo er sein sollte.

Die Vorbereitung entscheidet

Nach der ersten Woche auf dem Eis ist Coach Wilson zufrieden mit seinem neuen Team und sagt: „Es war eine gute Woche. Die Jungs sind in großartiger Form gekommen, sieht aus, als ob jeder hart gearbeitet hat. Aber es gibt noch viel zu lernen. Ich bin ein neuer Coach und wir spielen ein neues System.“ Auf eine Reihenzusammenstellung will sich er Trainer so früh natürlich noch nicht festlegen. „Wir werden in den Vorbereitungsspielen sicher einiges ausprobieren und immer mal umstellen. Sicher werden wir auch mal Spieler in Über- oder Unterzahl bringen, die das normalerweise nicht machen. Wir werden einfach durchmischen und am Ende der Vorbereitung sehen, was am besten funktioniert hat.“ Auch in der Saison ist sich aber kein Spieler seiner Position sicher. „Es kann sicher immer passieren, dass einer mal ausfällt oder nicht gut drauf ist. Dann habe ich kein Problem, einen runter und einen anderen rauf zu holen. Was ich bisher gesehen habe, werden die Spieler damit aber kein Problem haben. Von unseren Stürmern kann jeder überall spielen.“

Neuer Kapitän?

Die Frage wer das „C“ auf der Brust tragen wird, gehört in jeder Mannschaft jedes Jahr zu den spannenden Entscheidungen am Saisonbeginn. Ob dies in Straubing wieder Sandro Schönberger sein wird, ist noch unklar. „Wir werden sehen“, meint der Coach und weiter: „Ich denke, wir haben einige gute Führungsspieler im Team. Vielleicht wird er es, vielleicht ändern wir das. Darüber werde ich die nächsten Tage auch noch mit Bernie (Anm. d. Autors Bernie Englbrecht, Co-Trainer) sprechen.“ Die Entscheidung wird aber nicht die Mannschaft treffen. „Nein, das ist überwiegend meine Entscheidung.“

Schwerarbeit für die Verteidigung

Ein großes Thema ist in allen Clubs sicher die neue Einteilung der Zonen. Ein Problem hat Rob Wilson hierbei noch nicht entdeckt. „Ich denke, jedes Team und jeder Spieler muss das lernen und sich anpassen. Aber das kommt nach sechs, sieben, acht Spielen von ganz alle. Außerdem denke ich, dass das Spiel noch schneller wird und wir mehr Torchancen sehen werden. Es wird für die Verteidiger sehr schwer. Du musst in der Verteidigung sehr hart arbeiten, dafür kannst du im Angriff mehr Platz und kannst sehr kreativ werden.“

Verteidiger René Kramer bestätigt seinen Trainer und meint: „An die neue Aufteilung hat man sich sehr schnell gewöhnt. Wir fangen jetzt mit dem System an, das wird etwas dauern, aber es ist ja was Neues. Bis jetzt läuft aber alles gut.“ Er ist auch der Meinung, dass die neue Zoneneinteilung dem angreifenden Team zugutekommt und gesteht: „Es ist schwerer, an die Scheibe zu kommen. Im Angriff hat man mehr Platz zu laufen, zu passen und im freien Raum zu stehen.“ Für die nun etwas weiter hinten stehenden Blueliner sieht Kramer kein Problem, im Gegenteil: „Durch den größeren Abstand zum Tor, kann man leichter den Winkel verändern. Das wird eher schwerer für die Schussblocker.“

Coaches Rules

In der Straubinger Lokalpresse wurde das Wort der „Coaches Rules“ aufgebracht, offensichtlich ein Verhaltenskodex für Spieler. „Das ist aber alles ganz normal. Das sind Dinge, die in jedem anderen Club auch gelten. Von Strafen bei Nichteinhalten weiß ich aber nichts. Wir werden sehen, was passiert, wenn sich einer nicht an diese Regeln hält“, lässt uns Kramer wissen und schmunzelt dabei.


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