Hart erkämpfter Derbysieg für Red Bull München3:2-Erfolg gegen den ERC Ingolstadt

Justin Shugg vom EHC Red Bull München vor ERC-Goalie Timo Pielmeier. (Foto: GEPA pictures/Thomas Bachun)Justin Shugg vom EHC Red Bull München vor ERC-Goalie Timo Pielmeier. (Foto: GEPA pictures/Thomas Bachun)
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Die Mannschaft von Doug Shedden begann wie die berüchtigte Feuerwehr und ließ den Red Bulls kaum Luft zum Atmen, geschweige denn Platz, um einen geordneten Spielaufbau zu betreiben. „Wir wussten, dass Ingolstadt stark beginnen würde. Das Spiel ging hin und her. Wir haben eine Weile gebraucht, bis wir richtig im Spiel waren“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson.  München brauchte circa zehn Minuten, um sich aus der Umklammerung zu lösen. Der erste Punch gehörte aber den Gästen aus Ingolstadt, die durch Maurice Edwards in Führung gingen. Auch nach der Führung ließen die Gäste nicht locker und sorgten für Dauerbeschäftigung der Münchner Defensive.

Erst eine Powerplay-Situation brachte für die Red Bulls eine gewisse Entlastung. Die Mannschaft von Don Jackson schien sichtlich überrascht, ob des hohen Tempos der Ingolstädter. Doch München fing sich langsam und glich durch eine erneute Powerplay-Situation aus. Danach gestaltete sich die Partie mehr und mehr ausgeglichen. München glich sich dem hohen Tempo der Gäste an und kreierte Torchancen, die jedoch ungenutzt blieben.

Das zweite Drittel begann wie das erste: mit viel Tempo und Aggressivität seitens des ERC Ingolstadt. Wieder liefen die Red Bulls mehr oder weniger nur hinterher, zumal sie sich das Leben zum Teil auch selbst schwer machten. Einer mangelnden Chancenverwertung der Gäste, sowie einem top aufgelegten Kevin Reich war es zu verdanken, dass es aus Sicht der Münchner immer noch 1:1 stand.

Nach der Hälfte des zweiten Drittels konnten sich die Red Bulls langsam wieder auf Augenhöhe mit dem ERC Ingolstadt bringen. Yasin Ehliz brachte München mit einem sehenswerten Treffer zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Nur zwei Minuten später legte Andi Eder aus Münchner Sicht noch einmal nach und erhöhte auf 3:1. Die Red Bulls schienen der Mannschaft von Doug Shedden so ein bisschen den Zahn gezogen zu haben. Das Tempo war nicht mehr ganz so hoch, wie in den vergangenen Dritteln und auch die Offensivaktionen der Gäste wurden nicht mehr so konsequent zu Ende gespielt. Nach einer Münchner Druckphase lagen dann bei Ville Koistinen auf Ingolstädter Seite und Andrew Bodnarchuk die Nerven blank und die 5080 Zuschauer bekamen neben dem starken Eishockey-Spiel auch noch eine Keilerei zu sehen. Die beiden Akteure wurden vorzeitig zum Duschen geschickt.

Vier Minuten vor Schluss wurde es noch einmal spannend, als der frisch von der Strafbank gekommene Jerry D‘Amigo die Scheibe unbedrängt in die Maschen von Kevin Reich zimmerte. Doch dabei blieb es dann bis zum Schluss. München stellte damit einen neuen, vereinsinternen Punkterekord auf, während der ERC Ingolstadt dieses Wochenende ohne Punkte beendet.

Trotzdem war Doug Shedden nicht ganz unzufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben zwei Tore im zweiten Drittel abgegeben. Die Mannschaft hat hart gearbeitet.“ Münchens Coach Don Jackson analysierte: „Ingolstadt hat uns das Leben schwer gemacht. Im zweiten Drittel hat Kevin Reich uns im Spiel gehalten. Danach haben wir wieder besser die Kontrolle über das Spiel bekommen. Die Intensität hat in den letzten Spielen zugenommen.“

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