Harmlose Cannibals unterliegen Ice Tigers mit 1:6

Cory Gustafson kehrt nach Landshut zurückCory Gustafson kehrt nach Landshut zurück
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Das hatten sich die 1200 Zuschauer in der Eishalle am Gutenbergweg wohl anders vorgestellt: Einen brisanten und auf technisch hohem Niveau stehenden Vergleich, wie etwa im letzten Jahr im Rahmen des Deutschen Eishockey-Pokals gegen eben diese Ice Tigers, hatte man sich erhofft, der Favorit sollte zum Wanken gebracht werden. Daraus jedoch wurde nichts, denn den Sieg der Gäste vermochten die Cannibals zu keiner Zeit der Partie in Frage zu stellen. Zu groß war an diesem Abend der Unterschied zwischen dem gut bestückten DEL-Team aus dem Frankenland und der Cannibals-Youngster-Truppe. Dass der mit einer kleinlichen Regelauslegung agierende Referee in einer zwar engagiert geführten, aber keinesfalls überaus unfairen Partie dem Stadionsprecher reichlich Gelegenheit bot, sich verbal dem Publikum zu präsentieren, war dem Spiel auch nicht gerade dienlich.

Die Cannibals gingen von Beginn an engagiert zu Werke. Für den Unparteiischen aber scheinbar zu ungestüm, denn bereits nach etwas mehr als drei Minuten fand sich Matthias Wittmann auf der Strafbank wieder. Nolan McDonald konnte in dieser Phase bei zwei gefährliche Aktionen der Gäste zwar noch erfolgreich eingreifen, aber als keine Minute nach der ersten Strafzeit Justin Plamondon seinem Teamkollegen auf dem Sünderbänklein Gesellschaft leisten musste, ging der Gast in 5:3-Überzahl folgerichtig in Führung. Kannibalen-Goalie Nolan McDonald, dem offenbar die Sicht durch einen eigenen Abwehrspieler verstellt war, musste einen Distanzschuss von Stastny zum 0:1 passieren lassen. Das erste Powerplay der Niederbayern brachte keinen zählbaren Erfolg. Erst verpassten Hammer und Zareba eine Hereingabe von Markus Hundhammer und wenig später scheiterte Mats Lindmark mit einem Schuss von der blauen Linie an Tigers-Keeper Michaud (8.). In der elften Spielminute konnte zwar McDonald einen Angriff der Gäste parieren, die Fortführung der Szene sollte durch Vitalij Aab aber dennoch das 0:2 bringen. Während auf Seiten der Ice Tigers Guy Lehaux mit seinen knallharten Distanzschüssen immer wieder für Gefahr sorgte, wusste Justin Plamondon den Puck bei der größten Chance der Hausherren in der 14. Spielminute aus einem Meter nicht einzunetzen. Nolan McDonald rettete in der Folge gegen Firsanov und Greilinger, ehe sich die beiden Teams in die erste Pause verabschiedeten.

Zu Beginn des Mittelabschnitts die Dreihelmenstädter in Überzahl, die jedoch ohne großartige Chance endete. Besser machten es da wenig später die DEL-Cracks. Plamondon hatte seinen Platz auf der Strafbank gerade 19 Sekunden lang eingenommen, da zeigte das Powerplay der Gäste schon den erwünschten Erfolg, als Fical zum 0:3 vollstreckte. In der Folge weiterhin Strafzeiten en masse gegen beide Teams. Die Cannibals konnten in dieser Phase aber auch eine über einminütige 5:3-Überzahl nicht in Zählbares ummünzen. Nachdem Eric Dylla zweimal am Keeper gescheitert war, Aki Tuominen knapp verzog und Zdislav Zareba die Scheibe aus kurzer Distanz nicht am Gästekeeper vorbei brachte, waren in der 28. Minute wieder die Gäste dran: Greilinger bedient den sträflich allein stehenden Menauer, der Nolan McDonald mit einem platzierten Schuss ins obere Eck keine Abwehrchance lässt (28.). Der Spielfluss war zu diesem Zeitpunkt längst dahin, denn nur selten konnten sich die beiden Teams in voller Stärke messen. In der 38. Minute gelang schließlich den Gastgebern der Anschlusstreffer zum 1:4 durch Dominik Hammer.

Nur kurze Zeit, nachdem man in den Schlussabschnitt gestartet war, ereilte Cannibals-Goalie Nolan McDonald die "Höchststrafe", als ihm Thomas Greilinger einen Bauerntrick zum 1:5 ins Netz setzte (42.). In Anbetracht der Tatsache, dass man schon in zwei Tagen die nächste Partie zu bestreiten hat, begnügten sich die beiden Teams mit mehr oder weniger halbherzigen Aktionen. Lediglich Larouche, der eine Greilinger-Hereingabe in der 56. Minute zum 1:6-Endstand verwandelte, machte noch eine rühmliche Ausnahme. Für die Cannibals gilt es nun, diesen vermurksten Abend möglichst schnell aus dem Gedächtnis zu streichen, um die nächsten Aufgaben - speziell die Partie am kommenden Sonntag, 18 Uhr, im Eisstadion am Gutenbergweg gegen die Adler Mannheim - wieder mit dem nötigen Elan und einem nicht geringen Maß an Selbstbewusstsein in Angriff nehmen zu können. (gl)


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