"Hanne" wird "50"

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“Det sind Peters, Ziesche, Bielke und icke.” Dieter “Hanne” Frenzel, vor ein paar Minuten 50 Jahre

jung geworden, hat nicht mehr viel mit Eishockey am Hut. Er kümmert sich mit seiner umtriebigen

Frau Uta voll und ganz um sein Schuhgeschäft, dass die beiden seit dreieinhalb Jahren in Dresden

betreiben. Doch vor einigen Monaten, als sein Ex-Verein zum ersten Male gesamtdeutscher Meister

wurde, da war dem gebürtigen Rosslauer (bei Dessau) doch feierlich zumute. Denn neben der

Meisterschaft sorgten die Dynamo-, sorry, sagt man wohl im Neuhochdeutschen, Eisbären-Fans

dafür, dass die Trikots der vier vorgenannten Cracks an der Wand hingen.

Wer ahnte schon während des traditionellen Sommerturniers 1989 in (Ost-)Berlin, als der damals

34-Jährige als Spieler verabschiedet wurde und dabei die Augen ob der vielen Ämterbezeichnungen

der Ehrenden und Geehrten verdrehte, dass der Mann mit der Nummer “5” noch einmal “angreifen”

würde? Kaum waren die Grenzen offen, da erinnerte sich Walter Stadler, Manager des Zweitligisten

EC Ratingen, just an diese Verabschiedung. Der Stein kam ins Rollen, der Schreiber dieser Zeilen

spielte letztendlich Verbindungsmann und Chauffeur für die Fahrt von Berlin ins Rheinland. Die

zweite Karriere des Mannes, an welchem die Calgary Flames 1984 ihr Interesse bekundeten, begann.

Der Aufstieg in die Bundesliga im Jahre 1992 bildete den Höhepunkt; ein Jahr spielte Frenzel, der

schnell zum Publikumsliebling in Ratingen avancierte, noch in Deutschlands höchster Klasse, dann

zog es ihn an die Küste zum EC Wilhelmshaven.

Jenen Mann, der mit dem gut einen Monat älteren Udo Kießling in einer Mannschaft wohl das beste

deutsche Verteidigerpaar aller Zeiten abgegeben hätte, verließ der Erfolg, nachdem er das Trikot mit

dem Trainingsanzug tauschte. Das Bosman-Urteil tat sein Übriges, die Frenzels setzten Geld

buchstäblich in den Sand, weil die anvisierten Ablösesummen für jene Akteure, in die das Duo Geld

hineinsteckte, ausblieben. Cracks wie Eddie Lewandowski von den Kölner Haien, Boris Blank (jetzt

Krefeld) und Witalij Aab (jetzt Hannover) gehörten zum “Frenzel-Stall”.

Und die legendäre Rückennummer “5”, die schon Vater Hans trug, der im ostpreußischen

Rastenburg geboren wurde? Dieter Frenzel antwortet, wie es stets seine Art war, bedächtig und

langsam: “Na ja, Matthias wird sie auch wieder im neuen Verein tragen, wenn sie nicht bereits

vergeben ist.”

Feiern werden die Frenzels im jetzt heimischen Dresden, “direkt an der Elbe, mit Familie und ein paar

guten Freunden”. Also, lieber Hanne: Allet Jute zum Jeburtstag und feia schön, wa!

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