Hancock erlöst Roosters

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nur ein Sieg aus den letzten elf Spielen (5:4 gegen Mannheim am 3.

Januar), sieben Niederlagen in Folge, abgerutscht auf Platz zwölf,

sechs Punkte Rückstand auf Pre-Play-Off-Platz zehn – diese desaströse

Bilanz schien den Gastgebern in den Knochen zu stecken.


Denn in allererster Linie waren die Roosters bemüht, Fehler zu

vermeiden und den Hessen möglichst wenige „Hochkaräter“ zu bescheren.

Diese Rechnung ging am Ende auf: Spät „klingelte“ es durch Quinn

Hancock in doppelter Überzahl, die kämpferische Steigerung wurde

belohnt – es jubelte die Mannschaft, die etwas mehr investiert hatte

und den Negativlauf stoppen konnte.


Drittel eins begannen die Sauerländer mit neuen Reihenkombinationen.

Liebsch musste etwas tun – ob die neuen Formationen auch die idealen

sind, sei dahin gestellt. Etwas ändern wollten auch die Spieler, die

von der ersten Sekunde versuchten, Akzente zu setzen, ihre Nervosität

aber doch nicht ablegen konnten. Offensive Akzente blieben deshalb

Mangelware, defensiv stand Danny aus den Birken gut, die Verteidigung

blieb jedoch weiterhin anfällig. Wenig ertragreich verliefen die beiden

Überzahlgelegenheiten: Mehr als ein Schuss von Marty Wilford sprang

nicht heraus.


Positiv war das Unterzahlspiel, in dem die Iserlohner ihrem

ersatzgeschwächten Gegner aus Hessen wenig Raum ließen. Frankfurt,

ebenfalls mit wenig „Highlights“ in der Partie, schien der rechte

Gegner zur rechten Zeit zu sein. Das 0:0 nach 20 Minuten war so ein

erster guter Ansatz, aber lange nicht die Trendwende in der momentanen

Schwächephase.


Das zeigte auch das Mitteldrittel. „Safety first“ – das blieb das Motto

dieses DEL-Duells auf Augenhöhe. In Unterzahl brannte nichts an, in

Überzahl gelang nicht viel. Wenn es vor Lions-Goalie Ian Gordon „heiß“

wurde, dann lag das vornehmlich an Einzelaktionen der Hausherren.

Michael Wolf (an Gordon) und Brian Swanson (knapp neben den Kasten)

hatten gute Möglichkeiten, bescherten aber weder ihrem Team noch den

weniger als 3000 Fans Grund zum Jubeln.


Keine Hinausstellungen, aber weiterhin auch nichts Zählbares: Im

Schlussdurchgang lebte das Match zunächst fast nur noch von der

Spannung. Würden die Roosters endlich den ersten Schritt aus der

sportlichen Krise machen oder aber würde der einstige

Play-Off-Kontrahent der Truppe von Uli Liebsch und Bernd Haake den

nächsten Nackenschlag versetzen?


Als die Gäste aus Hessen erst Simon Danner mit einer Spieldauer-„Diszi“

wegen hohen Stocks gegen Schneider verloren (13.) und 126 Sekunden

später auch noch Daniel Kunce auf die Strafbank musste, klappte es

endlich: Quinn Hancock erlöste die Blau-Weißen in doppelter Überzahl

zum 1:0 (57.), ackerte die Scheibe hinter die Linie. Frankfurt nahm 54

Sekunden vor dem Ende Gordon vom Eis, der Zittersieg geriet aber nicht

in Gefahr.


Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Schneider, Veideman;

Danielsmeier, Langwieder – Hock, Wolf, Giuliano; Swanson, Ready,

Hancock; Daniel Sparre, Roy, Kris Sparre; Rupprich, Hommel, Jones.


Lions: Gordon – Slaney, Kunce; Blanchard, Osterloh; Angell, Periard –

Tenute, Wright, Young; Hahn, Ulmer, Schneider; Oppenheimer, Danner,

Polaczek; Kopitz


Tor: 1:0 (56:15) Hancock (Roy, Hock/5:3).


Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Schütz (Moers);

Strafminuten: 8 – 10+5+Spieldauer-Disziplinarstrafe (Danner);

Zuschauer: 2886

(iserlohn-roosters.de)


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DEL Hauptrunde

Freitag 25.11.2022
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
2 : 3
EHC Red Bull München München
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
3 : 2
Iserlohn Roosters Iserlohn
Kölner Haie Köln
2 : 3
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Eisbären Berlin Berlin
2 : 3
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Düsseldorfer EG Düsseldorf
0 : 2
Augsburger Panther Augsburg
Bietigheim Steelers Bietigheim
4 : 5
Adler Mannheim Mannheim
Sonntag 27.11.2022
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
EHC Red Bull München München
- : -
Löwen Frankfurt Frankfurt
Kölner Haie Köln
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Straubing Tigers Straubing
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Bietigheim Steelers Bietigheim
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