Hamburg knackt 100-Punkte-Marke – Köln verliert Kampf ums HeimrechtHamburg - Köln 3:1

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Mit 99 Punkten hielten die Hamburger sicher die Tabellenspitze und hatten sich somit das Heimrecht für die ersten Play-off-Spiele schon gesichert, während es für die Kölner Haie galt, wichtige Punkte im Kampf um das Viertelfinal-Heimrecht zu holen und damit den dritten Platz in der Tabelle zu halten.

Nicht dabei war Freezer David Wolf, der wegen einer Knieverletzung aus dem Spiel gegen Wolfsburg nur zuschauen durfte. Mathieu Roy lief aus erfreulicheren Gründen nicht auf: Er erwartete mit seiner Frau Familienzuwachs.

Die Stimmung stieg schon vor Spielbeginn als DEL-Boss Gernot Tripcke den Hamburgern die Trophäe für den Hauptrundensieg und 5000 Euro für die Fan-Arbeit überreichte, da ihnen ohnehin keiner mehr die Tabellenführung nehmen konnte.

Vor ausverkauften Rängen in der Hamburger o2 World lieferten sich die Freezers und die Kölner Haie anschießend ein spannendes erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten, doch der Puck wollte nicht ins Netz. Auf Seiten der Kölner zeigte Danny aus den Birken unter Angriffen der Hamburger klar, warum er zum besten Goalie der DEL gewählt wurde. Ein hoher Stock vom Kölner Christopher Minard abseits des Spielgeschehens setzte Morten Madsen kurz außer Gefecht. Während Madsen, im Gesicht getroffen, verarztet werden musste, hagelte es für Minard fünf Strafminuten plus Spieldauer. Aber auch in Überzahl wollte den Freezers kurz vor Ende des ersten Drittels kein Tor gelingen, so ging es 0:0 in die Pause, was der Stimmung in der Arena keinen Abbruch tat.

Die Kölner dominierten im zweiten Drittel das Spielgeschehen. Ein Pass von Charlie Stephens zu  Björn Krupp schafft es am Freezers-Goalie Caron vorbei ins Tor und brachte die Kölner in Führung. Die Haie schafften es allerdings nicht, ihre Führung noch auszubauen, denn weitere Angriffe blockte Sébastien Caron souverän ab. Aber auch die Gastgeber blieben bis zur zweiten Pause torlos und so ging es mit einem 1:0-Vorsprung für die Gäste in die letzte Pause.

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Haie im Angriff aufs Hamburger Tor, als Marcel Ohmann direkt vorm Tor von Hamburger Kevin Schmidt gefoult wurde. Die Konsequenz war ein Penalty. Doch Ohmann scheiterte an Goalie Caron.

Zur Hälfte des Drittels setzen sich die Hamburger durch, Morten Madsen spielte den Puck auf Kevin Schmidt, der direkt vorm Tor der Kölner abzog und den erlösenden Ausgleichstreffer landete. Nur vier Minuten später verwandelte Morten Madsen direkt und brachte die Freezers mit 2:1 in Führung. Eine Strafe gegen den Kölner Andreas Falk brachte die Hamburger in Überzahl, die auch gleich genutzt wurde. Julian Jakobsen markierte das dritte Tor und auch der Wechsel des Goalies gegen einen sechsten Feldspieler seitens der Haie konnte an diesem Ergebnis nichts mehr ändern - 3:1 für die Hamburg Freezers, die nun mit einem letzten Sieg die Hauptrunde hinter sich lassen und am 16. März auf Hamburger Eis in die Play-offs starten.

Freezers-Kapitän Christoph Schubert bedankte sich einmal mehr bei den Fans, die das ganze Spiel und teilweise auch die Pausen durchgesungen und gefeiert hatten, bat um Ruhe und stimmte dann einen Fangesang an: „Das ganze Stadion hüpft“ und es hüpfte die ganze Halle selbst die Spieler auf dem Eis und alle sangen mit „Olé, olé!“ Zum Abschluss gab es noch einmal die Raupe in „extra lang“ – einen besseren Ausklang der Hauptrunde hätte es für die Hamburger wohl gar nicht geben können.

Die Trainer der beiden Teams nach dem Spiel: Uwe Krupp für die Kölner: „Ein gutes Eishockeyspiel von beiden Mannschaften, wir hatten genug Chancen, um das Siel zu gewinnen. Aber mit einer 1:0-Führung gegen Hamburg kann natürlich immer was passieren. Insgesamt bin ich trotzdem zufrieden mit der Mannschaftsleistung, wir haben gekämpft und alles gegeben.“ Benoit Laporte aus der Sicht der Hamburger: „Es war wichtig für uns das letzte Spiel zu gewinnen, wir wollten das unbedingt.“

Köln verlor damit das Heimrecht und trifft als Fünfter zunächst auswärts auf den Tabellenvierten Adler Mannheim.

Tore:
0:1 (23:42) Krupp (Marcel Müller, Stephens)
1:1 (49:15) Schmidt (Madsen, Lavallée)
2:1 (53:19) Madsen (Nielsen, Mitchell)
3:1 (56:09) Jakobsen (Pettinger, Oppenheimer/5-4)

Strafminuten: Hamburg 10, Köln 6 + 5 + Spieldauer (Minard)
Schiedsrichter: Brüggemann, Krawinkel
Zuschauer: 12.800


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