„Hallo, wie geht´s?“Deutschkurs

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Doch ob das, was „die Bernys“ ihm beibringen, wirklich Deutsch ist, wird man vor allem im Norden der Republik bezweifeln. Kein Wunder, denn beide sind Ur-Bayern, wie sie im Buche stehen. Bernhard Englbrecht stammt aus und lebt im niederbayrischen Landshut. Bei Bernhard Keil schaut es sogar noch „schlimmer“ aus. Er stammt aus Amberg in der Oberpfalz. Über den Oberpfälzer Dialekt sagt man, dass er selbst im Rest Bayerns nicht sonderlich gut verstanden wird. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, der Oberpfälzer Kabarettistin Lizzy Aumeier zu lauschen, kann das nachvollziehen.

 „Oh“, schnauft der Neubayer tief durch und meint in seiner Muttersprache: „Deutsch ist echt schwer“. Minuten vorher hatte Bernie Englbecht ihm versucht zu erklären, wie man jemanden alles Gute zum Geburtstag wünscht. Auf Bayrisch wurde da natürlich „Ois Guade“, also „alles Gute“, daraus.

Auch sonst scheint Straubings begehrtester Junggeselle bereits voll und ganz in Deutschland und der DEL angekommen zu sein. Denn die kleine Angst, die man mit nordamerikanischen Torleuten in ihrem ersten Europajahr immer hat, schwindet zusehends. In einem Gespräch gut vier Wochen vor Saisonbeginn meinte „Cash“: „Da braucht man schon ein wenig Zeit, um sich an das Eis und die neuen Winkel hier zu gewöhnen.“ Am Sonntagabend meinte er zu dem Thema: „Ich bin jetzt etwa zwei Monate auf der großen Eisfläche unterwegs. Es dauert, aber es geht von Spiel zu Spiel besser. Auf der großen Eisfläche ist es wichtig, immer zu wissen, wo die gegnerischen Stürmer sind. Sie haben mehr Platz und tauchen oft hinter dem Tor auf, man darf sie nicht aus den Augen verlieren.“

Deutschkurs, keine Anpassungsprobleme, da lohnt nach vier Spielen Ligaspielen schon mal eine kleine Zwischenbilanz.

In Berlin so überragend, dass er es gleich in die Schlagzeile des entsprechenden Hockeyweb-Berichts schaffte. Gut, aber unglücklich gegen Köln. In Mannheim der Mannschaftsleistung angepasst. Und nach einigen Großtaten gegen Krefeld von vielen als Matchwinner gesehen. Auch wenn er selbst bescheiden zu Protokoll gab, dass es „ein Sieg der ganzen Mannschaft“ war, hatte die Leistung im Spiel am Sonntagnachmittag natürlich auch folgen. Denn so groß die nordamerikanischen Ligen auch sein mögen, um eine Sache ist man in der DEL reicher. Die kleine, in deutschen Stadien übliche Siegesfeier zwischen Fans und Mannschaft nach dem Spiel.

Jeder kennt das, die Fans fordern einen Spieler, dieser läuft auf sie zu, und beide Seiten werfen sich die Arme entgegen. Für Bacashihua war das etwas völlig Neues. „Ich musste erst mal sehen, was die Jungs da machen, ich hatte keine Ahnung, was passiert. Irgendwer hat mir dann gesagt, was ich machen soll“, gibt er lachend zu. „Das war eine völlig neue Erfahrung für mich, die aber richtig Spaß gemacht hat.“ Das sah man ihm in diesen Minuten auf dem Eis auch an: „Es ist toll, wie die Fans in Deutschland ihre Clubs unterstützen und nach dem Spiel mit ihnen feiern. Wenn man dann selbst gefeiert wird, ist das toll und man vergisst das sicher nicht so schnell.“

Beim Verabschieden meint Bacashihua dann nochmal auf Deutsch und mit stark amerikanischen Einschlag: „Servus, mach´s gut.“ Danach ging es in die Spielerlounge zum verdienten Abendessen.


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