Haie zeigten viel Biss

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Mit einer Energieleistung, die man in

den letzten Wochen so gut wie überhaupt nicht sah, kämpften die Kölner Haie die

im Lauf des ansehnlichen Spiels immer stärker werdenden Franken nieder und

gewannen verdient mit 4:3. Die Domstädter ließen sich auch nicht durch drei

Nürnberger Treffer hintereinander verunsichern, sondern rissen die Initiative

wieder an sich und erzielten die zu einem „Dreier“ noch nötigen

zwei Tore.

Beide Teams gewannen am Freitag ihre

Spiele, wobei den Haien mit ihrem neuen Cheftrainer Bill Stewart sogar die

„Ehre“ zuteil wurde, durch den 3:1-Auswärtssieg in Krefeld für den

endgültigen „Abschuss“ von Pinguin-Coach Martin Jiranek gesorgt zu

haben. Die fränkischen Fabeltiere gewannen daheim gegen die erneut schwächelnden

Kassel Huskies mit 4:2. Bei den Gästen fehlten die

Verteidiger Dan Spang und Rob Leask, während bei den Hausherren nach wie vor

Kapitän Mirko Lüdemann und Stürmer Christoph Ullmann nicht einsatzbereit waren.

Die Haie, bei denen Torwart Lars Weibel

zum dritten Mal in Folge zum Spieler des Monats gewählt wurde, erwischten einen

guten Start. Martin Bartek gab bereits in der 2. Minute einen Warnschuss ab.

Dann war Bryan Adams an der Reihe. Doch auf dem Rücken liegend, parierte

Tigers-Goalie Patrick Ehelechner den Schuss des Kanadiers, der die Scheibe nur

hätte anheben müssen. Die einzige Überzahlsituation für die Domstädter führte

zum 1:0. Daniel Rudslätt, an der blauen Linie im Powerplay postiert, gelang mit

einem Schlagschuss die Führung. Auch der zweite Kölner Treffer hatte etwas mit

Überzahl zu tun. Haie-Verteidiger Torsten Ankert, dessen Anwesenheit von den

Franken offenbar vergessen wurde, kam just vom Sünderbänkchen und hatte alle

Zeit, einen Angriff zu inszenieren. Der mitgelaufene Ivan Ciernik scheiterte im

ersten Versuch. Besser machte es Jason Jaspers in Versuch Nummer zwei. Seltsam

die Reaktion des Unparteiischen: Zunächst studierte er die Videoaufzeichnung,

dann winkte er seine beiden Linienrichter zu sich, um danach sofort auf

„Tor“ zu entscheiden. Mit ihren drei Powerplay-Situationen konnten

die Franken nichts anfangen. Was sie mit einem Mann mehr boten, war im

Anfangsdrittel recht harmlos.

Im Mitteldrittel schienen die Nürnberger

endlich aufgewacht zu sein. Björn Barta, einer der auffälligsten Gästestürmer,

hatte in der 24. Spielminute doppeltes Pech. Zunächst scheiterte er mit seinem

Versuch eines Bauerntricks an Lars Weibel, dann war der Haie-Keeper mit einer

phantastischen Reaktion erneut Sieger gegen den Nürnberger. Drei Minuten später

zeichnete sich Weibel erneut aus, als er gegen Adrian Grygiels Abfälscher

Sieger blieb. Als Morten Ask jedoch von der Strafbank kam und sich keiner so

richtig um den Norweger kümmerte, war der Anschluss fällig. Und nachdem der

unsichere wirkende Unparteiische, der das Pfeifen für den Geschmack vieler

übertrieb, nach einer erneuten Videostudie auf Tor zeigte, war der Gleichstand

hergestellt. Dabei hatte Weibel noch Sekunden zuvor glänzend gegen Barta

geklärt. Kölner Chancen blieben in den zweiten 20 Minuten Mangelware.

Das Schlussdrittel hatte es in sich.

Zunächst hatte Haie-Angreifer Jason Jaspers eine Riesenmöglichkeit, als er die

Scheibe nur noch anzuheben brauchte. Dann waren wieder die Nürnberger an der

Reihe. Einen Unterzahl-Konter von André Savage und Eric Chouinard konnte Weibel

noch gerade so parieren. Doch eine sehenswerte Kombination brachte den Franken

die Führung. Köln konterte und kam in Überzahl durch einen abgefälschten

Schlagschuss zum Gleichstand. Nachdem zwei Sekunden zuvor eine Strafe für

Morten Ask abgelaufen war, hatte Jaspers seinen großen Auftritt. Von links

kommend startete er einen Alleingang und düpierte auch noch den gewiss nicht

schlechten Ehelechner. In der 59. Minute hätte Dusan Frosch alles klarmachen

können, doch scheiterte er im letzten Moment an Ehelechner.

Tore: 1:0 (9;33) Rudslätt (Moritz

Müller, Bartek), 2:0 (18;24) Jaspers (Ankert, Ciernik), 2:1 (33;30) Ask

(Albers), 2:2 (38;42) Greg Leeb (Barta), 2:3 (46;53) Barta (Greg Leeb,

Ondruschka), 3:3 (48;08) Jaspers (Julien, Ciernik), 4:3 (54;32) Jaspers (Marcel

Müller). – Zuschauer: 7.123. – Schiedsrichter: Oswald (Bad

Wörishofen). - Strafminuten: Köln 16 + 10 Flaake, Nürnberg 14 + 2 x 10 =

Spieldauer Ask.

 

 

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