Haie wollen, Panther müssen gewinnen

Haie wollen, Panther müssen gewinnenHaie wollen, Panther müssen gewinnen
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Die Eishockeysaison 06/07 geht für die Kölner Haie in ihre entscheidende Phase: Ab Dienstag kann jedes Heimspiel das Letzte der laufenden Spielzeit sein, jeden weiteren Auftritt in der Kölnarena muss man sich von nun an mit Siegen verdienen. Dienstag Abend und zur Not noch am Donnerstag haben die Haie die Chance, mit dem vierten Sieg in der Viertelfinalserie gegen den ERC Ingolstadt den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga zu schaffen und am kommenden Sonntag in Mannheim oder Düsseldorf anzutreten. Der Gegner hängt vom Ausgang der Play-off-Serie zwischen Nürnberg und Hannover ab, da Mannheim als Erster der Vorrunde in den Play-offs stets auf jenen Gegner trifft, der nach der Vorrunde am schlechtesten platziert war .



Noch führen die Haie gegen Ingolstadt mit 3:2 Siegen, die Bayern müssen am Dienstag in Köln gewinnen, um ein siebtes und entscheidendes Spiel am Donnerstag an der Donau zu erzwingen. Nach fünf Partien macht noch immer das erste Spiel der Serie den Unterschied, als Köln auswärts gewann und „das Break“ holte. Seitdem gewannen beide Teams ihre jeweiligen Heimspiele.



Ingolstadt steht folglich unter Druck, auf der anderen Seite wollen die Kölner auf keinen Fall noch einmal zu den Bayern reisen und kämpfen an mehreren Fronten.

Nach dem vierten Spiel der Serie am Freitag beantragten die Haie wieder einmal ein Ermittlungsverfahren gegen einen Ingolstädter Spieler, diesmal stand Michael Bakos in der Kritik. Der Nationalverteidiger hatte Philip Gogulla in die Bande gecheckt, der Kölner zog sich zwei Bänderrisse in der Schulter zu und fällt verletzt aus. Zum Zorn der Haie wird es erst am Dienstag eine Entscheidung der Liga über Bakos geben, denn am Samstag war die Geschäftstelle der DEL nicht besetzt, obwohl es sich um einen Tag zwischen zwei kompletten DEL-Viertelfinalrunden handelte. „Darüber wird noch zu reden sein“, erklärte KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin. Bei den Ingolstädtern stieß die Politik der Kölner indes auf wenig Verständnis. „Kaum dass ich nach einem Spiel den Bus besteige, habe ich schon Kölner Journalisten am Handy, die mich um eine Stellungnahme zu Aussagen meiner KEC-Kollegen bitten“, ärgerte sich Manager Stefan Wagner. „Alles andere als eine Einstellung des Verfahrens würde mich sehr wundern.“



DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke strebt mittlerweile einen „Friedensgipfel“ vor dem Halbfinale an. Alle beteiligten Klubs sollen sich nach Tripckes Wunsch vor Beginn der Serie verpflichten, Schiedsrichterentscheidungen zu akzeptieren und keine nachträglichen Verfahren einzuleiten.



Alexander Brandt