Haie wollen den dritten Streich

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Zwei Spiele am vergangenen Wochenende brachten zwei Siege und der dritte Streich soll am Dienstag folgen: Die Kölner Haie gehen mit breiter Brust in das Heimspiel gegen die Straubing Tigers, den Aufsteiger in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die beiden Siege in Iserlohn (2:1) am Freitag und Berlin (4:2) am Sonntag haben das überempfindliche Kölner Umfeld beruhigt, Trainer Doug Mason kann nun in Ruhe mit seinem Team arbeiten, das ihm mit den beiden Siegen einen deutlichen Vertrauensbeweis schenkte. „Der Trainer steht hinter uns und wir stehen hinter ihm“, stellte Verteidiger Lasse Kopitz klar. Mason hatte von seinen Spielern mehr Leidenschaft gefordert und die Nachricht kam an, beim Erfolg am Sonntag in Berlin mussten die Haie beim Stand von 2:2 zahlreiche Unterzahl-Situationen überstehen, kämpften sich aber durch und gewannen am Ende sogar noch. Torhüter Adam Hauser wurde gar eine „Weltklasse-Leistung“ attestiert. „Seit er Anfang August in Deutschland angekommen ist, hat er sich ständig verbessert“, lobte Mason.



Am Dienstag Abend könnte Mason dennoch ohne Bedenken Hausers Ersatzmann Oliver Jonas spielen lassen, denn gegen Straubing darf man einen klaren Sieg der Haie erwarten. Der Aufsteiger hatte das Hinspiel gegen die Kölner am 8. Oktober zwar mit 2:1 gewonnen, seitdem ging es mit den Bayern allerdings bergab, während die Kölner nun mehr und mehr in Fahrt kommen. Mit 2:6 unterlagen die Straubinger am Sonntag in eigener Halle den Sinupret Ice Tigers und mussten dabei verletzungsbedingt auf ihren Torhüter Mike Bales und fünf Feldspieler verzichten. Derartige Ausfälle kann ein Team wie Straubing nicht kompensieren. „Wir können zurzeit nur 20-30 Minuten das Tempo mitgehen“, stellte Straubings Trainer Erich Kühnhackl ernüchtert fest. Alles andere als ein Sieg der Kölner wäre folglich eine große Überraschung, zumal die Haie das letzte Heimspiel vor der Nationalmannschafts-Pause für den Deutschland-Cup nutzen wollen, um sich dem eigenen Publikum zu präsentieren. „Wir haben bisher auswärts besser gespielt als zuhause, jetzt wollen wir auch in der Kölnarena mit Leidenschaft auftreten“, erklärte Doug Mason.



Neben der überragenden Leistung Adam Hausers ging am Sonntag die starke Leistung der vierten Kölner Sturmreihe fast ein wenig unter. Moritz Müller, Sebastian Furchner und Kai Hospelt machten ein gutes Spiel und erzielten zwei der vier Kölner Treffer. Furchner wurde von Bundestrainer Uwe Krupp in den Kader der Nationalmannschaft berufen, Hospelt steht auf Abruf für den Deutschland-Cup bereit.

Alexander Brandt

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