Haie vor drei Spielen binnen sechs Tagen

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Für die Kölner Haie birgt der Adventskalender in dieser Woche viel Spannung. Gleich dreimal binnen sechs Tagen müssen sie zu Punktspielen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) antreten, immerhin bleiben ihnen Reisestrapazen erspart, denn am Dienstag Abend erwarten sie die Mannheimer Adler in der Kölnarena, am Donnerstag reisen sie ins nah gelegene Sauerland zu den Iserlohn Roosters, bevor am Sonntag der aktuelle Meister aus Berlin in Köln antritt. Doch Trainer Doug Mason und seine Spieler gehen mit einem breiten Lächeln in die Aufgaben, denn am Freitag gewannen sie in Düsseldorf und dafür gibt es im Rheinland bekanntlich mehr als nur drei Punkte. „Mir wird jetzt erst klar, was dieses Derby bedeutet“, staunte Doug Mason nach dem Sieg. „Egal wo ich in der Woche vor dem Spiel hinkam, ich wurde nur auf das Spiel gegen Düsseldorf angesprochen. Wir hatten das erste Derby im Oktober verloren und trugen das immer noch mit uns herum. Jetzt sind alle glücklich und ich freue mich auf das nächste Derby!“



Selbst der sonst so verschlossene und in sich gekehrte Kölner Jungstar Philip Gogulla zeigte sich gut gelaunt. Der gebürtige Düsseldorfer hatte dem Spiel mit dem Führungstreffer zum 2:1 nach Ansicht beider Trainer den Wendepunkt verpasst, als er Düsseldorfs Star-Torhüter Jamie Storr mit dem guten alten Bauerntrick überwand. Im Fach-Englisch bezeichnet man es als „Wrap-around-goal“, wenn ein Spieler ums Tor herum fährt und den Puck durch die Hosenträger des Torhüters hindurch ins Tor schiebt. Düsseldorfs Trainer Don Jackson räumte ein, dass Torhüter bei derartigen „Wraps“ nicht gut aussehen, machte Storr aber keinen Vorwurf. „Wichtiger als mein Tor war das 3:1 durch Aaron Gavey, weil es der Siegtreffer war“, erklärte Gogulla gewohnt sachlich. Darauf angesprochen, dass man einen Jamie Storr doch wohl nicht jeden Tag derart düpieren könne, reagierte der 19jährige dann aber doch mit einem Lächeln.



Auch Doug Mason strahlte fröhlich wie ein Lebkuchenmann, er wusste, dass er sich mit dem Derby-Sieg endgültig beim erfolgsverwöhnten Kölner Anhang etabliert hat und die kommenden Aufgaben mit deutlich weniger Druck angehen kann. Nach der überraschenden Niederlage der Düsseldorfer in Duisburg am Sonntag könnte man den ewigen Rivalen am Dienstag sogar in der Tabelle überholen, die Mannheimer Adler sind allerdings sehr schwer zu schlagen, die ersten beiden Begegnungen der Haie mit den Adlern fanden jeweils nach regulärer Spielzeit und Verlängerung keinen Sieger, ein ähnlich knappes Match wird auch am Dienstag erwartet.

Auch abseits der Eisfläche stehen wichtige Entscheidungen bevor, noch in diesem Monat wollen die Kölner Haie bekannt geben, ob sie ab 2008 weiterhin in der Kölnarena spielen oder in die in Hürth entstehende neue Halle umziehen werden.

Alexander Brandt

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