Haie verlieren auch bei McLlwains Jubiläum

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Der 16. November bleibt nach wie vor das Datum, an welchem die Kölner Haie zum letzten Mal in eigener Halle einen „Dreier“ feiern durften. Heute ging ein erneuter Versuch daneben, nach 60 Minuten mehr Tore erzielt zu haben als der Gegner. Durch den Sieg tauschten die fränkischen Fabeltiere den Tabellenplatz mit Augsburg und sind nunmehr Siebter. Die Entscheidung fiel durch ein Eigentor von Christoph Melischko, von dessen Schlittschuh der Puck unglücklich ins Tor abgelenkt wurde. Köln hatte lediglich durch Bryan Adams in der 52. und 57. Minute Möglichkeiten zum Ausgleich.



Vor dem niveauarmen Match wurde Haie-Legende und Kapitän Dave McLlwain für sein 500. DEL-Spiel geehrt. Wie üblich bei solchen Anlässen, war die Übergabe eines Trikots mit der Nummer 500 fällig. Bis auf Nürnbergs Ersatztowart Patrick Ehelechner und Kölns Allrounder Harlan Pratt war bei beiden Teams alles an Bord.



Das erste Drittel war schnell abgehandelt, Torchancen waren, abgesehen von einem Lattentreffer des Nürnberger Verteidigers Shane Peacock, so gut wie gar nicht vorhanden. Erst ab der 13. Minute entwickelte sich etwas Ähnliches wie Tempo, nachdem Haie-Stürmer Christoph Melischko mit einem Rückhandschuss scheiterte. Stéphane Julien hatte vorher abgezogen. Auf der anderen Seite verpasste Tigers-Defender Alain Nasreddine einen guten Pass von Florian Keller. Das wäre die Gästeführung gewesen. Endlich kam ein bisschen Stimmung auf, als in Minute 18 Haie-Keeper Frank Doyle bei einem Nachschuss von Tigers-Verteidiger Martin Ancicka gute Reaktion bewies und im Gegenzug Bryan Adams mit einem engagierten Unterzahlkonter nur knapp scheiterte.



In der ersten Hälfte des Mittelabschnitts tat sich schlichtweg gar nichts. Erwähnenswert, dass die Nürnberger Swanson-Reihe mit den Kölner in deren Verteidigungsdrittel Katz und Maus spielte, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Im Gegenzug scheiterte das Duo Adams (heute recht aktiv) und Daniel Rudslätt nach einer guten Zusammenarbeit. Jubilar Dave McLlwain hatte danach eine Möglichkeit, doch auch er blieb zweiter Sieger gegen Frederic Cassivi im Tigerkäfig. Als Haie-Verteidiger Andy Renz auf der Strafbank schmorte, gingen die Franken durch einen Schlagschuss in Führung. Scott King hatte das 0:2 auf dem Schläger, doch der Filius von Trainerlegende Dave verpasste knapp. Der Ausgleich war das Produkt einer mustergültigen Kombination zwischen Christoph Ullmann und Philip Gogulla, wobei der Unparteiische offensichtlich aus lauter Begeisterung auch Marcel Müller einen Scorerpunkt zusprach.

Noch ein Wort zu den Unparteiischen... Zeigte der Hauptschiedsrichter erneut ordentliche Form, so lagen seine schläfrig wirkenden Mitarbeiter schon bei der ersten Entscheidung daneben und mussten das Match mit einem Mittelbully weiterführen. Darüber hinaus standen sie mit der Abseitsregel mehrfach auf Kriegsfuß. Ein Spaßvogel auf der Tribüne: „Die Teams hatten sich wohl vor dem Match geeinigt, dass sie heute ohne Abseits spielen.“ Ob sie tatsächlich etwas in der höchsten Spielklasse zu suchen haben, ist zumindest fraglich.



Tore: 0:1 (33;54) Ancicka (King, Keller), 1:1 (32;53) Gogulla (Ma. Müller, Ullmann), 1:2 (44;54) Barta (Ondruschka, Mayr)

Zuschauer: 7.109. – Strafminuten: Köln 10, Nürnberg 2 + 10 Barta. – Schiedsrichter: Jablukow (FASS Berlin)

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