Haie vergeigen Heimpremiere

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Dabei standen die Zeichen bei den Haien nach den ersten zwanzig Minuten ganz auf „Sechs Punkte Wochenende“. Die neu formierte Mannschaft von Trainer Bill Stewart hatte stark begonnen und sich auch durch den plötzlichen Rückstand nach einem Treffer von Routinier Jakub Ficenec (3.) nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ross Lupaschuk (5.) und Ryan Ramsay (6.) passten das Ergebnis dann auch schnell dem Spielverlauf an. Der KEC kontrollierte das Spiel in der Folge bis zur ersten Pausensirene, während der ERC weiter blass blieb.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Hausherren das Spiel, es schlichen sich jedoch immer mehr Unkonzentriertheiten ein und so brachten die Haie den Gegner wieder zurück ins Spiel. Kölns Schlussmann Adam Dennis konnte sein Team mit einigen Paraden, vor allem in eigener Überzahl gegen Thomas Greilinger (24.) noch im Spiel halten, sah danach allerdings nicht immer gut aus. Zumindest der Führungstreffer der Panther durch Tyler Bouck in der 36. Minute schien haltbar. Zuvor hatte ebenfalls Bouck schon den Ausgleich für sein Team besorgt (28.).


Die Haie selbst kamen zwar, vor allem in Überzahl von der blauen Linie, auch zu Chancen und sorgten für Gefahr vor dem Tor von Ingolstadts Ian Gordon, die Panther nutzten ihre Gelegenheiten aber einfach effektiver. Das zog sich auch in den Schlussabschnitt hinein. Köln war bemüht um den Ausgleich, es fehlte aber weiterhin die letzte Konsequenz und Konzentration. Symbolisch dafür dann die 45.Minute: Der Schwede Johan Akerman drosch den Puck in Überzahl zunächst mit einem gewaltigen Schlagschuss in die Maschen, aber nur wenige Sekunden danach nutzte Rick Girard eine gewaltige Nachlässigkeit im Defensivverhalten der Haie und stellte den alten Abstand postwendend wieder her. Den Haien gelang es danach höchstens noch in Überzahl, Druck aufzubauen. Die Entscheidung fiel schließlich in der 50.Minute als Christoph Gawlik in Überzahl zum 3:5 abschloss – wiederum nach einer Kölner Unkonzentriertheit. Ingolstadt beschränkte sich danach ganz im Stile einer souveränen Auswärtsmannschaft auf kontrollierte Offensive und clevere Verteidigung. Ein echtes Aufbäumen der Haie blieb aus, sodass die Partie nach 60 Minuten letztlich einen gerechten Ausgang nahm.

Ingolstads Coach Greg Thompson sagte nach dem Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Es ist nie einfach, wenn man das Auftaktspiel verliert, aber wir waren heute stark und haben vor allem bei fünf gegen fünf sehr gut gespielt. Das einzige, was mir heute nicht gefallen hat, war unser Powerplay.“ Tatsächlich waren die Panther in Überzahl zumeist auffallend harmlos, das Penalty Killing der Haie funktionierte bis auf ganz wenige Momente sehr gut. Das konnte Bill Stewart dann aber auch nicht mehr trösten, der Kölner Cheftrainer war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben uns heute zu sehr auf dem Ergebnis von Freitag ausgeruht. In dieser Liga kann man es sich einfach nicht erlauben, nachlässig zu spielen und nicht jedes Mal 100% zu geben.“

Benedikt Olbertz - www.haimspiel.de

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